Cumulus oder Supercard: welches Treueprogramm lohnt sich wirklich?
Cumulus und Supercard sind beide gratis und geben rund 1% zurück — doch Einlösung, Partner und personalisierte Coupons unterscheiden sich grundlegend. Direkter Vergleich mit konkreten Zahlen und klarer Empfehlung.
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Beide Karten in einem Tap dabei. Rappn ist gratis
Fast jede erwachsene Person in der Schweiz hat mindestens eine der beiden Karten. Cumulus für die Migros, Supercard für die Coop. Beide sind kostenlos, beide geben im Durchschnitt rund 1% zurück und von aussen scheinen sie fast austauschbar. Doch die Art und Weise, wie die Punkte eingelöst werden, das Partnernetz, in dem sie gesammelt werden können, und vor allem die personalisierten Aktionen unterscheiden sich grundlegend. Diese Seite vergleicht beide Karten mit konkreten Zahlen, erklärt die Mechanik der blauen Cumulus-Bons und der Superpunkte, geht durch die Partner beider Programme und zeigt, wann es sich lohnt, beide zu haben.
Laufend aktualisiert. Umrechnungssätze und Jahresgebühren der Kreditkarten auf den offiziellen Websites von Cumulus, Supercard und Migros Bank geprüft. Aktuelle Angebote in der Rappn-App.
Der 1%-Mythos: wo der Wert der Karten wirklich liegt
Beide Programme starten mit dem gleichen Grundsatz: 1 Franken ausgegeben = 1 Punkt. Danach werden die Zahlen in einen realen Rabatt von ungefähr 1% auf alles übersetzt, was man im jeweiligen Universum kauft. Auf den ersten Blick also identische Mathematik.
Der eigentliche Wert liegt aber nicht im Grundsatz. Sondern darin, dass Cumulus und Supercard beide die Daten deiner Einkäufe nutzen, um personalisierte digitale Coupons zu generieren, die 20%, 30% oder sogar 40% Rabatt auf einzelne Produkte bringen. Hier versteckt sich rund 70% der tatsächlichen Ersparnis einer regelmässigen Kundschaft. Wer die Coupons in der App nie aktiviert, lässt den Grossteil des Vorteils liegen.
Daraus folgt eine wenig bekannte, aber wichtige Regel: die Kundenkarte dient weniger für die Punkte, mehr dafür, im System der personalisierten Coupons zu sein. Die Punkte sind die Beilage.
Cumulus: wie es wirklich funktioniert
Grundsatz. 1 Cumulus-Punkt pro ausgegebenem Franken bei Migros, Migros Online, VOI Migros-Partner und Ex Libris (Stand August 2026). Die Namen aus älteren Prospekten sind aus der Gruppe raus: melectronics ging im November 2024 an MediaMarktSaturn, SportX im Juli 2024 an Dosenbach-Ochsner, Micasa per 1. September 2025 in einen Management-Buyout, Do it + Garden schloss am 28. Juni 2025, OBI und Hotelplan wurden verkauft, und der Alnatura-Vertrag endete mit der Schliessung aller 25 Schweizer Filialen bis Ende 2025. Bei migrolino, mio und den Tankstellen Migrol/Shell/SOCAR gibt es 1 Punkt pro 2 Franken (0.5%).
Umrechnung in Bons. Alle 500 gesammelten Cumulus-Punkte werden automatisch in einen blauen Cumulus-Bon im Wert von CHF 5 umgewandelt. Die Bons kommen alle zwei Monate zusammen mit dem Kontoauszug per Post, oder sie können in der Migros-App in digitaler Form aktiviert werden.
Rabatt-Coupons. Zusätzlich zu den blauen Bons verschickt das System regelmässig personalisierte Coupons:
- prozentualer Rabatt (20%, 30%, 40%) auf bestimmte Produkte oder Abteilungen
- Festrabatt in Franken (CHF 5, CHF 10, CHF 20)
- multiplizierte Punkte (x5, x10, x20) auf Einkäufe über einem Schwellenwert oder in bestimmten Abteilungen
- feste Extra-Punkte (200 Punkte für die erste Zur-Rose-Bestellung, 500 Punkte für die Famigros-Club-Anmeldung, vergleichbare Ausnahmen)
Die Coupons kommen per Post, per Newsletter, als Kassen-Bon nach einem Einkauf oder direkt in der Migros-App, wo sie vor dem nächsten Einkauf mit einem Tap aktiviert werden müssen. Ohne Aktivierung greifen sie nicht, selbst wenn die Karte hinterlegt ist.
Cumulus Extra. Die blauen Bons im Wert von CHF 5 können in Premium-Bereichen gegen einen erhöhten Wert getauscht werden. Beispiel: ein Bon von CHF 5 = ein Alpamare-Gutschein von CHF 10, ein Kino-Gutschein von CHF 10, ein Wellness-Gutschein von CHF 10.
Cumulus-Kreditkarten (Migros Bank). Die Cumulus-Palette umfasst drei Stufen, alle ohne Jahresgebühr:
| Karte | Jahresgebühr | Punkte ausserhalb Migros | Cashback ausserhalb Migros |
|---|---|---|---|
| Cumulus-Kreditkarte (ab 2022) | Gratis | 1 Pkt / CHF 3 | ~0.33% |
| Visa Free | Gratis | 1 Pkt / CHF 3 | ~0.33% |
| Mastercard Silber | Gratis | 1 Pkt / CHF 3 | ~0.33% |
Die Cumulus-Kreditkarte ist das Hauptprodukt, das im Juli 2022 lanciert wurde, als die Migros Bank die Emission direkt übernahm (zuvor Cembra Money Bank). Beinhaltet gratis Bargeldbezug an Migros-Kassen, bis zu drei gratis Zusatzkarten für den Haushalt, Unterstützung für Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay. Zwei Punkte, die oft falsch herumgeistern: Keine Cumulus-Karte gibt ausserhalb der Migros noch 1 Punkt pro CHF 2, dieser Satz wurde am 19. April 2017 auf 1 Punkt pro CHF 3 gesenkt. Und die Karte mit CHF 200 Jahresgebühr ist die Migros Bank Gold, ein Premium-Bankprodukt (Gebühr Stand April 2026), keine Cumulus-Stufe mit besserem Punktesatz.
Supercard: wie es wirklich funktioniert
Grundsatz. 1 Superpunkt pro ausgegebenem Franken in den Coop-Supermärkten, bei coop.ch, Coop to go, Coop City, JUMBO, Coop Pronto, Coop-Restaurants, Coop Vitality Apotheken, LIVIQUE/Lumimart, Import Parfumerie, CHRIST, The Body Shop, GIDOR Coiffure, Fust, Interdiscount, microspot.ch, ITS Coop Travel, Pneu Egger, McOptic und weiteren kleineren Partnern sowie in rund 700 Online-Shops (Partnerliste Stand September 2026; massgebend bleibt supercard.ch, weil sich die Liste ändert). Manor gehört nicht dazu und führt ein eigenes Treueprogramm.
Umrechnung in Franken. Hier liegt der Kernunterschied zu Cumulus: 100 Superpunkte = CHF 1 Wert, direkt an der Kasse einlösbar, jederzeit, in jeder beliebigen Höhe ab 100 Punkten. Man muss nicht wie bei Cumulus auf 500 Punkte warten. Keine Briefbögen. Keine Papier-Bons. An der Kasse wird gefragt, ob man die Superpunkte einsetzen will, und man kann "alle", "die Hälfte" oder einen genauen Betrag wählen.
Konkretes Beispiel: Einkauf von CHF 100 bei Coop. Wer 10'000 Superpunkte auf dem Konto hat, kann alles mit Punkten bezahlen. Wer 3'500 hat, zahlt CHF 35 und den Rest in bar oder per Karte. Diese Flexibilität ist einer der Gründe, warum viele in der Schweiz die Supercard bevorzugen.
Treue-Geschenkkarte. Alternative zur direkten Einlösung an der Kasse: Coop erlaubt die Umwandlung von 1'000 bis 10'000 Superpunkten auf einmal (in 1'000er-Schritten) in eine Treue-Geschenkkarte, die in fast allen Geschäften der Gruppe einsetzbar ist.
Supercard-Prämienshop. Alternative zum Cash-Rabatt: Superpunkte können in Sachprämien, Event-Tickets, Reisegutscheine, Miles-&-More-Meilen, Geschenkkarten externer Partner oder Spenden umgewandelt werden. Der Umrechnungskurs variiert nach Prämienart und ist häufig schlechter als Cash (100 Punkte = CHF 1), womit in der Praxis der Cash-Einsatz an der Kasse meist die rationalste Wahl bleibt.
Digitale Coupons. In der Supercard-App gibt es jede Woche personalisierte Bons, die mit einem Tap aktiviert werden: prozentualer Rabatt auf Stammartikel, zusätzliche Superpunkte bei Überschreiten einer Ausgabenschwelle, feste Franken-Bons für bestimmte Abteilungen.
Supercard-exklusive Angebote. Viele Aktionsartikel haben einen niedrigeren Preis "nur mit Supercard": Der Rabatt greift automatisch beim Scannen der Karte an der Kasse. Ohne Karte zahlt man den vollen Preis.
Supercard-Kreditkarten (TopCard). TopCard Service AG ist eine 100%ige Tochtergesellschaft von UBS. Bietet drei Varianten, alle komplett gratis ohne Jahresgebühr:
| Karte | Jahresgebühr | Punkte ausserhalb Coop | Cashback ausserhalb Coop |
|---|---|---|---|
| Visa Supercard | Gratis | 1 Pkt / CHF 3 | ~0.33% |
| Mastercard Supercard | Gratis | 1 Pkt / CHF 3 | ~0.33% |
| Visa prepaid Supercard | Gratis | 1 Pkt / CHF 3 | ~0.33% |
Alle Karten unterstützen Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay, enthalten eine Reise- und Fluggepäck-Unfallversicherung und sammeln Superpunkte bei jeder Transaktion. Die prepaid Visa erhebt eine Aufladegebühr von 1% (mindestens CHF 3) auf den aufgeladenen Betrag, mit maximal CHF 10'000 pro Aufladung.
Direkter Vergleich: auf einen Blick
| Merkmal | Cumulus (Migros) | Supercard (Coop) |
|---|---|---|
| Grundsatz | 1 Punkt pro CHF 1 | 1 Superpunkt pro CHF 1 |
| Effektiver Cashback-Satz | ~1% | ~1% |
| Minimum Einlösung | 500 Punkte = CHF 5 | 100 Punkte = CHF 1 |
| Einlöse-Flexibilität | Fixe Bons zu CHF 5, alle 2 Monate | Beliebiger Betrag, an der Kasse, sofort |
| Verfall | Bons: 1 Jahr | Superpunkte: kein Verfall bei aktiver Karte |
| Anzahl Hauptpartner | ~10 (Migros-Universum) | ~20 (Coop-Universum) |
| Partner-Philosophie | Mobilität, Alltag, Pharma, Bücher | Lifestyle, Wohnen, Elektronik, Mode |
| Digitale Bezahlung in App | Nein (nur digitale Karte + Bons) | Ja (digitale Bezahlkarte) |
| Digitale Kassenbons | Eingeschränkt | Komplettes Archiv in App |
| Personalisierte Coupons | Ja, in der Migros-App | Ja, in der Supercard-App |
| Basis-Kreditkarten | 3 gratis, keine Jahresgebühr | 3 gratis, keine Jahresgebühr |
| Kreditkarten-Emittent | Migros Bank | TopCard Service AG (UBS) |
Partner: wo man wirklich sammelt (und ausgibt)
Im Cumulus-Universum setzt Migros auf Mobilität und Alltag. Das dichte Netz der Tankstellen Migrol, Shell und SOCAR mit migrolino-Shop erlaubt Autofahrenden, jede Woche ohne nachzudenken Punkte zu sammeln. Ex Libris deckt Bücher und Musik weiterhin ab, die verbleibenden Deutschschweizer Filialen schliessen aber schrittweise bis Ende 2026 und das Online-Buchgeschäft wandert bis Mitte 2027 zu Galaxus. Die Apotheke liegt heute bei Medbase: Das Schweizer Geschäft von Zur Rose ging 2023 an Migros' Medbase, die Marke tritt hier nicht mehr eigenständig auf. VOI Migros-Partner bedient die Quartierläden und den ländlichen Raum. Ein Netzwerk, gebaut für den typischen Migros-Kunden: regelmässiger Lebensmitteleinkauf, Auto, Kinder, Bastelei.
Im Supercard-Universum hat Coop eine andere Wahl getroffen: weniger Mobilität, mehr Lifestyle und Zuhause. Fust und Interdiscount für Elektronik und Grosshaushaltsgeräte sind die zwei Partner, die den Unterschied machen (typischer Einkauf 200-2'000 Franken, also Dutzende oder Hunderte Superpunkte pro Transaktion). Livique und Lumimart für Möbel und Beleuchtung. Christ für Uhren und Schmuck. Import Parfumerie für Kosmetik.
Lohnen sich die Cumulus- und Supercard-Kreditkarten?
Ein überraschender Fakt: Die Basis-Kreditkarten beider Programme sind komplett gratis, ohne Jahresgebühr.
Cumulus-Kreditkarte (Migros Bank). Die ganze Cumulus-Palette (Cumulus-Kreditkarte, Visa Free, Mastercard Silber) ist gratis, bietet 1 Punkt pro Franken innerhalb Migros und 1 Punkt pro 3 Franken ausserhalb Migros (~0.33% Cashback). Den Satz von 1 Punkt pro 2 Franken ausserhalb der Migros, der in älteren Ratgebern steht, gibt es nicht mehr: Die Migros senkte ihn im April 2017 auf 1 Punkt pro 3 Franken. Die Migros Bank führt zwar eine Gold-Karte für CHF 200 pro Jahr (Gebühr Stand April 2026), das ist aber ein Premium-Bankprodukt und kein höherer Cumulus-Satz.
Supercard-Kreditkarte (TopCard). Die drei Varianten (Visa, Mastercard, Visa prepaid) sind alle gratis ohne Jahresgebühr. Es werden 1 Superpunkt pro Franken innerhalb Coop und 1 Superpunkt pro 3 Franken ausserhalb Coop gesammelt.
Ehrliches Fazit. Wer eine Kreditkarte "nebenher" sucht, die nur dazu dient, zusätzliche Punkte zu sammeln, findet sowohl bei der Standard-Cumulus als auch bei der Supercard den gleichen Zero-Fee-Vorteil. Die Wahl reduziert sich auf: gehst du öfter zu Migros oder zu Coop? Wer auch ausserhalb von Supermärkten viel elektronisch bezahlt, bekommt mit einer Nicht-Supermarkt-Karte (zum Beispiel Swisscard Cashback, Neon oder ähnliche) 1% Cashback. Das ist prozentual besser.
Die anderen Treuekarten in der Schweizer Landschaft
Denner: keine Karte. Denner hat sich bewusst gegen ein Treueprogramm entschieden. Die Philosophie: Der Preis im Flyer ist der Preis, den man zahlt, ohne Karte und ohne Pflicht-App.
Aldi: keine Karte. Gleiche Philosophie wie Denner. Tiefe Preise für alle, immer.
Lidl Plus: gratis digitale Karte, für gewisse Preise nötig. Die Lidl Plus App ist gratis und fungiert eher als "Gate". Einige Flyer-Aktionen greifen nur, wenn man die Lidl Plus Karte an der Kasse scannt. Ohne Lidl Plus zahlt man den vollen Preis.
Farmy: Bonus-Eier (eingestellt). Das Eier-Treueprogramm von Farmy endete mit dem Konkurs des Unternehmens im Mai 2026. Details in unserer Analyse zum Farmy-Konkurs.
Aligro, Otto's, Volg. Kein dediziertes Food-Treueprogramm. Volg hat dafür die Volg-Märkli, einlösbar gegen Sachprämien, aber nur beim Einkauf in der Filiale.
Strategie: welche Karte lohnt sich wirklich
- Wer hauptsächlich bei Coop einkauft, nimmt die Supercard. Die Flexibilität der Einlösung an der Kasse (100 Punkte = CHF 1) ist ein greifbarer Vorteil.
- Wer hauptsächlich bei Migros einkauft, nimmt die Cumulus. Die blauen Cumulus-Bons sind weniger flexibel, kommen aber garantiert per Post, und die personalisierten Coupons in der Migros-App sind grosszügig.
- Wer regelmässig bei beiden einkauft, nimmt beide. Sie sind gratis und erlauben, die jeweils passende Karte zu zücken. Hier hilft Rappn: zeigt die Angebote von Migros und Coop jeden Donnerstag nebeneinander.
- Immer die Coupons in der App vor dem Einkauf aktivieren. Gilt für Cumulus und Supercard.
- "Exklusive Treue" zahlt nicht besser. Punkteprogramme haben keine Premium-Schwellen, die mit totaler Treue freigeschaltet werden.
- Die Kreditkarte ist optional. Sowohl die Standard-Cumulus als auch die Supercard sind komplett gratis Kreditkarten.
Und die anderen Bonus-Apps? Lidl Plus, Poinz & Co.
Lidl Plus ist gratis und läuft komplett in der App: persönliche Coupons, Lidl Punkte, der Kassenbon automatisch aufs Handy, die Partnervorteile, jede Woche neue Lidl Plus Angebote und der digitale Prospekt. Lidl publiziert für die Schweiz sehr wohl einen festen Satz: pro 1 CHF Einkaufswert 1 Lidl Punkt, in allen Schweizer Filialen, eingeführt am 2. September 2024. Die Punkte sind am Tag nach dem Einkauf verfügbar, erste Prämien gibt es ab 35 Punkten, zur Auswahl stehen über 250 Prämien (Produkt oder Einkaufsrabatt), Punkte sind 2 Jahre gültig und maximal 5 Einkäufe pro Tag sind punkteberechtigt. Keine Punkte gibt es auf Spirituosen und alkoholische Getränke, Säuglingsnahrung, Feuerwerk, Tabak, Geschenkkarten, Reisen, Mobilfunk und Automatengetränke. Dazu kommen die Coupons, die du wirklich aktivierst. Details im Guide zu Lidl Plus Schweiz.
Poinz ist etwas anderes: eine Stempelkarten- und Cashback-App aus dem Händlerangebot von Worldline Schweiz, mit digitalen Stempelkarten bei über 1'000 lokalen Partnerstandorten (Bäckerei, Coiffeur, Take-away) und Cashback über verknüpfte Karten oder Online-Shops der Partner. Migros, Coop, Aldi, Lidl und Denner gehören nicht dazu. Für den Wocheneinkauf bringt Poinz also nichts, für das Café um die Ecke schon. Wie du alle Karten an einem Ort bündelst, zeigt der Treuekarten-Wallet-Guide.
Cumulus und Supercard im Rappn-System
Rappn ersetzt weder Cumulus noch Supercard, denn die personalisierten Coupons jedes Programms bleiben an die einzelne Kundin oder den einzelnen Kunden gebunden und nur in der jeweiligen offiziellen App sichtbar. Rappn macht etwas anderes, Komplementäres: zeigt alle öffentlichen Wochenangebote von Migros, Coop, Denner, Aldi, Lidl, Aligro und Otto's in einem einzigen vergleichbaren Feed. Der optimale Workflow ist:
- Rappn am Donnerstagmorgen öffnen, um die Wochenangebote aller 7 Ketten zu vergleichen.
- Entscheiden, wo man pro Produktkategorie einkauft.
- Die Migros- oder Supercard-App der gewählten Kette öffnen und die passenden personalisierten Coupons aktivieren.
- Einkaufen und die Karte an der Kasse scannen.
Alle Angebote vergleichen
Sieh die Wochenangebote von Migros und Coop nebeneinander, verstehe wo sich der Einkauf lohnt, und aktiviere die richtigen Coupons in der Treue-App. Rappn ist für iOS und Android verfügbar.
Quellen geprüft: .
Cumulus und Supercard sind die zwei grossen Schweizer Treueprogramme — und die meisten Haushalte haben beide, vergessen aber oft die Karte an der Kasse. Rappn behält sie in einer Wallet — beide Barcodes einen Tap entfernt.
Profil
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Warum Rappn?
Rappn ist die einzige neutrale Preisvergleichs-App der Schweiz, ohne kommerzielle Vereinbarungen mit Detailhändlern. Das bedeutet: Unsere Vergleiche sind wirklich unabhängig.
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Häufige Fragen
500 Cumulus-Punkte entsprechen wie vielen Franken?
500 Cumulus-Punkte entsprechen CHF 5 in Form eines blauen Cumulus-Bons. Der Grundsatz ist also 1% (1 Punkt pro Franken, 500 Punkte = CHF 5 zurück). Die Bons werden automatisch alle zwei Monate mit dem Kontoauszug per Post versandt oder können in digitaler Form in der Migros-App aktiviert werden.
Wie viele Franken sind 100 Coop-Superpunkte wert?
100 Supercard-Superpunkte entsprechen CHF 1 an der Kasse. Der Grundsatz ist identisch mit Cumulus (1%), die Flexibilität der Einlösung ist aber anders: Bei Coop kann man auch nur 100 Punkte auf einmal direkt an der Kasse einlösen, ohne auf eine Schwelle von 500 warten zu müssen.
Ist Cumulus oder Supercard besser?
Der Grundsatz ist identisch (~1%). Der praktische Unterschied liegt in der Einlöse-Flexibilität (Supercard ist an der Kasse flexibler, Cumulus schickt fixe Bons), im Partnernetz (Cumulus dominiert bei Mobilität, Supercard bei Lifestyle) und bei den personalisierten Coupons. Meist bei Coop? Supercard. Meist bei der Migros? Cumulus. Beides? Beide, sie sind gratis.
Verfallen Cumulus-Punkte?
Die Cumulus-Punkte selbst verfallen nicht, solange die Karte aktiv ist. Die generierten blauen Cumulus-Bons haben jedoch ein Verfallsdatum (in der Regel 1 Jahr ab Ausstellung). Supercard-Superpunkte verfallen nicht, wenn die Karte aktiv bleibt.
Kann ich Cumulus und Supercard gleichzeitig haben?
Ja, und für viele in der Schweiz ist das die optimale Kombination. Keine Exklusivität, keine Strafe. In Regionen mit hoher Filialdichte von Migros und Coop maximiert das Sammeln bei beiden den Ertrag und erlaubt, der Kette mit der besten Wochenaktion zu folgen.
Kosten die Cumulus- und Supercard-Kreditkarten etwas?
Nein. Die Kreditkarten beider Programme sind gratis. Die Cumulus-Kreditkarte der Migros Bank, die Visa Free, die Mastercard Silber, die Visa Supercard, die Mastercard Supercard und die Visa prepaid Supercard sind alle ohne Jahresgebühr. Innerhalb der eigenen Kette gibt es 1 Punkt pro CHF 1, ausserhalb 1 Punkt pro CHF 3, also rund 0,33 Prozent. Die Karte, die manchmal mit CHF 200 Jahresgebühr genannt wird, ist die Migros Bank Gold: ein Premium-Bankprodukt, keine Cumulus-Stufe (Gebühr Stand April 2026).
Wenden sich die personalisierten Coupons automatisch an?
Nein. Sowohl die Cumulus-Coupons in der Migros-App als auch die Supercard-Bons in der Coop-App müssen vor dem Einkauf mit einem Tap aktiviert werden. Wenn man vergisst, den Coupon vor dem Scannen der Karte an der Kasse zu aktivieren, wird er nicht angewendet. Das ist der häufigste und teuerste Fehler der Schweizer Treuekunden.
Akzeptiert Denner die Supercard oder Cumulus?
Nein. Denner gehört seit 2007 zur Migros-Gruppe, nimmt aber nicht an Cumulus teil. Die Weko genehmigte die Übernahme am 3. September 2007 mit Auflagen zur Eigenständigkeit von Denner, also eigener Preis-, Aktions-, Sortiments- und Standortpolitik; diese Auflagen waren auf sieben Jahre befristet und liefen 2014 aus. Seither ist die Nicht-Teilnahme eine unternehmerische Entscheidung: Denner setzt auf den tiefen Regalpreis statt auf ein Punkteprogramm. Die Supercard hat ebenfalls keine Verbindung mit Denner. Wer bei Denner sparen will, greift zum Wochenflyer und zur Wochenend-Knüller-Aktion (Donnerstag bis Sonntag seit Februar 2026). Cumulus-Punkte gibt es auf einen Denner-Einkauf nur, wenn man mit einer Cumulus-Kreditkarte zahlt, die überall sammelt.
Lohnt sich Poinz für den Lebensmitteleinkauf?
Für den Wocheneinkauf nicht. Poinz ist eine Stempelkarten- und Cashback-App aus dem Händlerangebot von Worldline Schweiz und funktioniert bei über 1'000 lokalen Partnerstandorten wie Bäckereien, Coiffeuren oder Take-aways. Migros, Coop, Aldi, Lidl und Denner gehören nicht zu den Partnern, dein Supermarkt-Einkauf bringt dort also kein Cashback. Als Ergänzung für lokale Läden ist die App gratis und sinnvoll, den Grundpreis im Supermarkt senkt sie nicht.
