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Wie funktionieren Self-Checkout und Scan-and-Go in der Schweiz (Migros Subito, Coop passabene)?

Scan-and-Go heisst: Du scannst die Produkte beim Einkauf selbst mit dem Handy (Migros Subito, Coop passabene) und bezahlst direkt in der App, ohne an der Kasse anzustehen. Self-Checkout sind die Selbstbedienungs-Terminals, an denen du selbst scannst und zahlst (Aldi seit 2025 schweizweit, Lidl, Migros, Coop). Wichtig: Weder Subito noch eine Self-Checkout-Kasse senkt den Preis, der Artikel kostet gleich viel wie an der bedienten Kasse. Wer wirklich sparen will, vergleicht zuerst die Preise pro Woche, zum Beispiel in Rappn.

Kundin scannt Lebensmittel per Smartphone mit Migros Subito und Coop passabene an einer Self-Checkout-Kasse in der Schweiz

Stand: Juni 2026. Self-Checkout und Scan-and-Go sind heute in fast jedem grösseren Schweizer Supermarkt Alltag, aber die Systeme funktionieren unterschiedlich, und kaum jemand erklärt die Spielregeln (Stichprobe, Alterskontrolle, Vertrauensstufe) sauber. Dieser Ratgeber ordnet die vier wichtigsten Varianten ein: Migros Subito, Coop passabene, sowie die Self-Checkout-Kassen bei Aldi Suisse und Lidl Schweiz. Alle Verfahrens-Angaben sind mit den offiziellen Seiten der Detailhändler und Schweizer Medienberichten belegt und datiert.

Scan-and-Go oder Self-Checkout: was ist der Unterschied?

Beide sparen Zeit an der Kasse, sind aber technisch zwei verschiedene Dinge:

  • Scan-and-Go (Self-Scanning): Du scannst jeden Artikel direkt im Regal mit deinem eigenen Smartphone und packst ihn gleich in die Tasche. Am Schluss bezahlst du in der App oder scannst nur noch einen Abschluss-Code. Das sind Migros Subito (in der Migros App) und Coop passabene (eigene passabene App).
  • Self-Checkout (Selbstbedienungskasse): Du legst deinen Korb am Terminal hin, scannst dort jeden Artikel und bezahlst per Karte oder Twint. Das gibt es bei Aldi Suisse, Lidl Schweiz sowie an vielen Migros- und Coop-Standorten.

Migros Subito und Coop passabene im Direktvergleich

PunktMigros Subito Coop passabene
AppIn der Migros App integriertSeparate passabene App (Login mit Supercard ID)
Start im LadenCheck-in-Code am Eingang scannenStandort wählen oder Filial-QR-Code scannen
ScannenJeden Artikel selbst, direkt einpackenJeden Artikel am Regal, direkt in die eigene Tasche
BezahlenDirekt in der AppAbschluss-Code an der Kasse scannen, dann zahlen
Bonus / PunkteCumulus, Bons und Coupons werden angerechnetSupercard-Punkte werden angerechnet
VerfügbarkeitSeit Frühling 2022 in allen zehn Migros-Genossenschaften (Quelle: corporate.migros.ch)In den teilnehmenden Coop-Supermärkten (Quelle: coop.ch)

Migros hat subitoGo nach einer Testphase in über 80 Filialen ab November 2021 schrittweise ausgerollt, bis Frühling 2022 boten alle zehn Genossenschaften die Funktion an (Quelle: corporate.migros.ch, aargauerzeitung.ch). Coop bietet passabene seit Jahren an, das System nutzt die Scandit-Technologie und läuft über eine eigene App.

Alterskontrolle: was passiert bei Alkohol und Tabak?

Egal ob Subito, passabene oder Self-Checkout-Terminal: Bei alters-beschränkten Artikeln (Bier, Wein, Spirituosen, Tabak) wird die gesetzlich vorgeschriebene Alterskontrolle ausgelöst. Das System stoppt den Vorgang, und eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter prüft im Kassenbereich kurz den Ausweis (Quelle: 20min.ch, coop.ch). Ohne diese Prüfung lässt sich der Einkauf nicht abschliessen, das gilt bewusst für alle Bezahlwege.

Stichprobe und Vertrauensstufe: die Regel, die viele überrascht

Beim Self-Scanning kann jederzeit eine Stichprobe kommen. Personal scannt dann deinen ganzen Korb nochmals und gleicht ab, ob alles erfasst wurde. Migros und Coop verraten bewusst nicht, was eine Stichprobe genau auslöst oder wie oft sie vorkommt (Quelle: 20min.ch).

  • Fehlt ein Artikel: Migros geht grundsätzlich von einem Versehen aus und bittet, das Produkt nachzuscannen. Bei Wiederholung, grösseren Diebstählen oder Missbrauchsverdacht kann die Migros die Personalien aufnehmen und rechtliche Schritte einleiten (Quelle: faq.migros.ch, 20min.ch).
  • Saubere Stichprobe: Bei Migros gibt es je nach Genossenschaft ein Schöggeli, bei Coop einen Bon für fünffache Superpunkte (Quelle: 20min.ch).
  • Vertrauensstufe bei Coop: passabene teilt Kundinnen und Kunden seit dem Start eine Vertrauensstufe zu. Wer bei einer Stichprobe auffällt, rutscht ab und wird häufiger kontrolliert, saubere Kontrollen verbessern die Stufe wieder (Quelle: watson.ch, luzernerzeitung.ch).

Tipp: Scanne sorgfältig und behalte Mehrfach-Packungen sowie Früchte und Gemüse mit Gewichts-Etikette im Auge, das sind die typischen Stolperstellen.

Aldi Suisse und Lidl Schweiz: Self-Checkout im Discounter

Aldi Suisse hat die Self-Checkout-Kassen 2025 schweizweit ausgerollt. Im Sommer 2025 waren rund 150 Filialen ausgerüstet, das Ziel ist autonomes Bezahlen in allen 247 Schweizer Filialen (Quelle: Medienmitteilung aldi-suisse.ch vom 12.09.2025, blick.ch). Lidl Schweiz setzt an vielen Standorten auf Self-Checkout mit Schrankensystem: Wer hinaus will, scannt den Quittungs-Barcode am Ausgang, das dient laut Lidl der Diebstahlprävention und der Kontrolle des Warenflusses (Quelle: nau.ch). Am Bahnhof Bern verzichtet Lidl wegen des hohen Tempos auf die Schranke.

Praktisch sind diese Systeme vor allem bei kleineren Einkäufen. Beim grossen Wocheneinkauf bringt eine bediente Kasse oft kaum weniger Zeit, und du musst selbst auf Alterskontrolle und Stichprobe achten.

Der entscheidende Punkt: die App senkt den Preis nicht

Hier liegt das grösste Missverständnis. Subito, passabene oder ein Self-Checkout-Terminal machen den Einkauf bequemer, aber der Preis bleibt exakt gleich wie an der bedienten Kasse. Eine Packung Butter kostet im Self-Checkout keinen Rappen weniger. Sparen entsteht nicht beim Bezahlen, sondern bei der Wahl von Laden und Aktionswoche.

Genau das macht Rappn: die App vergleicht die aktuellen Preise und Aktionen über Migros, Coop, Aldi, Lidl, Denner, Aligro und Otto's hinweg, neutral und ohne kommerzielle Abkommen mit einem Detailhändler. So siehst du vor dem Einkauf, wo dein Wochenkorb diese Woche am günstigsten ist, und scannst dann bei Subito oder passabene mit gutem Gewissen.

Es kommt auf Woche und Kategorie an, kein Laden ist immer am günstigsten. Vergleiche deinen Wochenkorb live in Rappn und nutze danach Self-Checkout oder Scan-and-Go nur noch für den Komfort, nicht in der Hoffnung auf einen tieferen Preis.

Quellen geprüft: .

Scan-and-go macht die Kasse schneller, ändert aber nicht den Preis. Rappn zeigt dir vor dem Einkauf den günstigsten Detailhändler und behält Aktionen und Liste an einem Ort.

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Häufige Fragen

Ist Self-Checkout oder Scan-and-Go günstiger als die normale Kasse?

Nein. Migros Subito, Coop passabene und alle Self-Checkout-Terminals ändern den Preis nicht, der Artikel kostet gleich viel wie an der bedienten Kasse. Gespart wird bei der Wahl von Laden und Aktionswoche, zum Beispiel mit einem Preisvergleich in Rappn.

Wie funktioniert Migros Subito Schritt für Schritt?

Du startest Subito in der Migros App, scannst den Check-in-Code am Ladeneingang, scannst dann jeden Artikel selbst und packst ihn ein, und bezahlst am Schluss direkt in der App. Cumulus-Bons und Coupons werden angerechnet (Quelle: corporate.migros.ch, Stand Juni 2026).

Was passiert bei einer Stichprobe, wenn ein Artikel fehlt?

Personal scannt den ganzen Korb nochmals. Fehlt ein Artikel, geht Migros grundsätzlich von einem Versehen aus und bittet ums Nachscannen. Bei Wiederholung oder Missbrauchsverdacht können Personalien aufgenommen und rechtliche Schritte eingeleitet werden (Quelle: 20min.ch, faq.migros.ch).

Kann ich beim Self-Scanning Alkohol kaufen?

Ja, aber der Kauf löst eine Alterskontrolle aus. Eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter prüft im Kassenbereich kurz den Ausweis, erst danach lässt sich der Einkauf abschliessen (Quelle: 20min.ch, coop.ch).

Haben Aldi und Lidl in der Schweiz Self-Checkout-Kassen?

Ja. Aldi Suisse hat 2025 schweizweit ausgerollt, im Sommer 2025 waren rund 150 von 247 Filialen ausgerüstet (Quelle: aldi-suisse.ch, 12.09.2025). Lidl Schweiz nutzt an vielen Standorten Self-Checkout mit Schranke, am Ausgang scannt man den Quittungs-Barcode (Quelle: nau.ch).

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