Eigenmarke oder Marke? Wann sich der Wechsel wirklich lohnt
Im Kassensturz-Vergleich (SRF, November 2025, 100 Produkte) war der M-Budget-Korb knapp 38 Prozent und der Prix-Garantie-Korb rund 51 Prozent günstiger als vergleichbare Markenprodukte. Die ehrliche Einschränkung: Budget heisst günstiger, aber nicht immer das identische Produkt. Deshalb lohnt die Entscheidung pro Artikel, mit dem Preis pro Kilo und dem aktuellen Angebot vor Augen.

Laufend aktualisiert. Der Wechsel von der Markenware zur Budget-Eigenmarke ist der grösste einzelne Spar-Hebel beim Einkauf. Im jüngsten Kassensturz-Vergleich (SRF, November 2025, 100 Produkte) war der M-Budget-Korb knapp 38 Prozent und der Prix-Garantie-Korb rund 51 Prozent günstiger als vergleichbare Markenprodukte. Die ehrliche Einschränkung: Budget heisst günstiger, aber nicht immer das identische Produkt. Deshalb lohnt der Vergleich pro Artikel.
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Wie viel spart die Eigenmarke gegenüber der Marke?
Deutlich, aber je nach Studie und Jahr unterschiedlich. Kassensturz (SRF) verglich im November 2025 hundert Produkte: der M-Budget-Korb lag knapp 38 Prozent, der Prix-Garantie-Korb rund 51 Prozent unter vergleichbaren Markenartikeln. Ein K-Tipp-Langzeitvergleich von 2016 kam auf 41 Prozent (M-Budget) und 47 Prozent (Prix Garantie). Ältere K-Tipp-Zahlen von 2011 nannten im Schnitt rund 40 Prozent Ersparnis, mit Einzelartikeln bis 82 Prozent. Egal welche Erhebung: Der Wechsel bei Grundnahrungsmitteln bringt zweistellige Prozente, ohne dass die Küche darunter leidet.
| Quelle | M-Budget | Prix Garantie | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Kassensturz (SRF), Nov. 2025 | ~38 % | ~51 % | 100 Produkte, Korb |
| K-Tipp, 2016 | 41 % | 47 % | Langzeitvergleich |
| K-Tipp, 2011 | ~40 % (Ø) | ~40 % (Ø) | bis 82 % bei Einzelartikeln |
Lohnt sich der Wechsel immer? Die ehrliche Antwort
Nicht blind. Budget-Eigenmarken sind günstiger, aber nicht per Definition das gleiche Produkt. Der Kassensturz zeigte 2025 etwa, dass mittelpreisige Tortelloni 12 Prozent Ricotta enthielten, die M-Budget-Variante nur 4,5 Prozent, ergänzt mit günstigerer Kartoffelfüllung. Bei manchen Grundnahrungsmitteln wie Mehl, Reis oder Teigwaren ist der Unterschied dagegen minimal, und der Aufpreis für die Marke reiner Namenszuschlag. Die Frage ist deshalb nie Eigenmarke gegen Marke pauschal, sondern pro Produkt: Wo ist die Eigenmarke gleich gut, und wo lohnt sich die Marke wirklich? Genau das entscheidest du am besten mit dem Preis pro Kilo und dem aktuellen Angebot vor Augen.
Der Marken-Aufschlag: wofür zahlst du wirklich?
Wenn du zur Marke greifst, zahlst du nur zum Teil für das, was wirklich in der Packung steckt. Ein Stück des Preises geht tatsächlich in die Rezeptur, wie der Tortelloni-Vergleich weiter oben zeigt. Der grössere Teil ist aber oft ein reiner Namenszuschlag: Werbung, aufwendige Verpackung und der beste Platz im Regal, genau auf Augenhöhe, wo deine Hand zuerst hingreift. Diese Kosten landen auf dem Preisschild, ohne dass ein einziges Gramm mehr im Produkt ist.
Gerade bei einfachen Grundnahrungsmitteln ist die Zutatenliste oft fast identisch. Mehl, Reis, Zucker, Teigwaren und Öl bestehen aus wenigen, klar geregelten Bestandteilen, da bleibt kaum Raum für ein geheimes Extra. Die ganze Werbung drumherum ändert nichts an dem, was am Ende auf deinem Teller liegt, und trotzdem zahlst du für den Namen auf der Packung.
Nimm die Entscheidung darum selbst in die Hand, statt sie der Verpackung zu überlassen. Ein einfacher Selbsttest hilft dir:
- Kauf das Grundnahrungsmittel einmal als Eigenmarke und probier es in Ruhe zu Hause aus.
- Frag dich ehrlich, ob du im Alltag wirklich einen Unterschied merkst.
- Bleib nur dort bei der Marke, wo du den Unterschied klar schmeckst oder spürst.
- Bei allem anderen darf die günstigere Eigenmarke in den Wagen.
So zahlst du weiterhin für echte Qualität, wo sie dir wirklich wichtig ist, und nicht mehr einfach für ein bekanntes Logo auf der Vorderseite.
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Quellen geprüft: .
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Häufige Fragen
Wie viel günstiger sind Eigenmarken als Markenprodukte?
Im Kassensturz-Vergleich (SRF, November 2025, 100 Produkte) war der M-Budget-Korb knapp 38 Prozent und der Prix-Garantie-Korb rund 51 Prozent günstiger als vergleichbare Markenartikel. Ein K-Tipp-Langzeitvergleich von 2016 kam auf 41 beziehungsweise 47 Prozent.
Sind Eigenmarken gleich gut wie Markenprodukte?
Oft, aber nicht immer. Budget-Eigenmarken sind günstiger, doch nicht zwingend das identische Produkt: Der Kassensturz zeigte 2025 etwa, dass M-Budget-Tortelloni deutlich weniger Ricotta enthielten als die mittelpreisige Variante. Bei Grundnahrungsmitteln wie Mehl oder Reis ist der Unterschied dagegen oft minimal.
Wann lohnt sich der Markenartikel wirklich?
Wenn die Rezeptur oder Qualität für dich spürbar besser ist und dir das den Aufpreis wert ist. Bei vielen Grundnahrungsmitteln ist der Aufpreis dagegen reiner Namenszuschlag. Entscheide pro Produkt, am besten mit dem Preis pro Kilo und dem aktuellen Angebot vor Augen.
Kommt die Eigenmarke aus derselben Fabrik wie die Marke?
Manchmal, aber das lässt sich nicht pauschal behaupten, und selbst dann kann die Rezeptur abweichen. Verlässlicher als solche Annahmen ist der direkte Vergleich pro Artikel: Preis pro Kilo, Zutatenliste und aktueller Aktionspreis über alle Ketten.
Ist der Marken-Aufschlag bei jedem Produkt gleich hoch?
Nein, er schwankt stark von Produkt zu Produkt. In einem K-Tipp-Vergleich von 2011 war die Eigenmarke bei einem einzelnen Artikel bis zu 82 Prozent günstiger als die vergleichbare Marke. Darum lohnt es sich, jeden Artikel einzeln zu prüfen.
