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Die grössten Ausgaben im Schweizer Haushalt: was du wann senken kannst

Die drei grössten Posten im Schweizer Haushalt sind Wohnen und Energie (CHF 1'449 pro Monat), Steuern und Sozialversicherung (Steuern allein CHF 1'245) und die Krankenkasse (CHF 689), laut BFS HABE 2023. Fixkosten senkst du meist nur zu festen Terminen: die Grundversicherung mit einer Kündigung, die bis 30. November beim Versicherer eintrifft, Hausrat, Haftpflicht und Auto meist 3 Monate vor Vertragsablauf, Handy und Internet laut Vertrag. Die einzige grosse Ausgabe, die du jede Woche neu beeinflusst, sind die Lebensmittel: rund CHF 638 im Monat.

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Hände vergleichen festgebundene Haushaltssymbole mit einem beweglichen Einkaufswagen.

Wer in der Schweiz sparen will, sollte zuerst wissen, wohin das Geld fliesst. Das Bundesamt für Statistik (BFS) misst das in der Haushaltsbudgeterhebung (HABE); die neuste Ausgabe (Berichtsjahr 2023, veröffentlicht am 17. November 2025) zeigt: Wohnen und Energie, Steuern, Sozialversicherung und die Grundversicherung der Krankenkasse machen zusammen rund 43 Prozent des Bruttoeinkommens aus. An diese Posten kommst du nur zu festen Terminen heran, an manche gar nicht. Die eine grosse Ausgabe, die du jede Woche neu beeinflussen kannst, sind die Lebensmittel.

Rappn ist eine unabhängige Preisvergleichs-App für Lebensmittel in der Schweiz, ohne kommerzielle Vereinbarung mit irgendeinem Detailhändler. Migros, Coop, Aldi, Lidl, Denner, Aligro und Otto's bezahlen uns nicht für ein Ranking, und nichts unten ist gesponsert.

Was sind die grössten Ausgaben in einem Schweizer Haushalt?

Laut BFS (HABE 2023) sind die grössten Posten im Durchschnittshaushalt: Wohnen und Energie mit CHF 1'449 pro Monat (14,0 Prozent des Bruttoeinkommens und damit der grösste einzelne Konsumposten), die obligatorischen Abgaben aus Steuern (CHF 1'245, 12,0 Prozent) plus Sozialversicherungsbeiträgen (CHF 1'062, 10,3 Prozent), und die Krankenkassen-Grundprämie (CHF 689, 6,7 Prozent). Allein die obligatorischen Ausgaben summieren sich auf CHF 3'154 pro Monat oder 30,5 Prozent des Bruttoeinkommens. Erst danach kommt die Ernährung: rund CHF 638 pro Monat für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke, die zu Hause gekauft werden (6,2 Prozent). Rechnet man das Essen auswärts, also Restaurant und Take-away, dazu, kommt nochmals deutlich mehr dazu.
AusgabeØ pro MonatAnteil BruttoKurzfristig senkbar?
Wohnen und EnergieCHF 1'44914,0 % Nein (Miet- und Kündigungsfristen)
SteuernCHF 1'24512,0 % Nein (Veranlagung)
Sozialversicherung (AHV, Pensionskasse)CHF 1'06210,3 % Nein (obligatorisch)
Krankenkasse (Grundversicherung)CHF 6896,7 % Zu festen Terminen (meist per 1. Januar)
Lebensmittel zu Hauserund CHF 6386,2 % Ja, jede Woche

Das ist die Ausgaben-Ansicht von Rappn: Scanne deine Kassenzettel und du siehst genau, wohin deine Lebensmittel-Franken jeden Monat fliessen, die eine grosse Ausgabe, die du jede Woche beeinflusst. Tippe dich durch.

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Deine Ausgaben

AUSGEGEBEN

CHF 609.28

📅 April 2026

WOCHENSCHNITT

CHF 122

CHF 200
CHF 133
CHF 67
1-78-1415-2122-2829-30

Warum sind die Lebensmittel der einzige Wochenhebel?

Miete, Steuern und Sozialversicherung sind vertraglich oder gesetzlich fixiert, daran ändert sich frühestens beim nächsten Termin etwas. Die Krankenkasse lässt sich zu festen Terminen wechseln, meist per 1. Januar mit einer Kündigung, die bis 30. November beim Versicherer eintrifft. Wer im Herbst 2025 über den Wechselservice von AXA gewechselt hat (rund 54'000 Personen), zahlt laut AXA Wechselreport 2026 im Schnitt CHF 426 weniger Prämie pro Jahr. Aber all das passiert nur an wenigen festen Terminen im Jahr. Die Lebensmittel dagegen kaufst du jede Woche neu, und jede Woche entscheidet ein neuer Aktionszyklus, welche Kette welches Produkt in Aktion hat. Genau das macht sie zum einzigen grossen Budgetposten, den du fortlaufend beeinflussen kannst: mit der Wahl des Ladens, des Einkaufstags und der Eigenmarke, Woche für Woche.

Welche Fixkosten kannst du senken, und bis wann?

Fristen und belegte Grössen im Überblick, Stand September 2026.
PostenFristBelegte GrösseHebel
Krankenkasse, GrundversicherungKündigung muss bis 30. November beim Versicherer eintreffen (Eingang zählt), Wechsel per 1. Januar; mit der ordentlichen Franchise von CHF 300 im Standardmodell auch per 30. Juni (Kündigung bis 31. März)Ø CHF 426 pro Jahr bei rund 54'000 Wechseln über den Wechselservice von AXA (AXA Wechselreport 2026) Einmal im Jahr
Franchise und Modell (Hausarzt, HMO, Telmed)Höhere Franchise bis 31. Dezember, tiefere bis 30. November, jeweils per 1. Januar; in ein Hausarzt-, HMO- oder Telmed-Modell jederzeitFranchise CHF 2'500 statt 300: Prämie höchstens rund CHF 1'540 pro Jahr tiefer (KVV Art. 95: höchstens 70 % der zusätzlichen CHF 2'200) Nur wer selten zum Arzt geht
Hausrat und PrivathaftpflichtMeist 3 Monate vor Vertragsablauf (Frist laut Police, VVG Art. 35a)je nach Anbieter Laut Police
Auto-VersicherungMeist 3 Monate vor Vertragsablauf (Frist laut Police)je nach Anbieter Laut Police
Handy und InternetLaut Vertrag (Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist)je nach Tarif Laut Vertrag
ÖV-Abo (Halbtax, GA)Bei Ablauf, jährlichHalbtax CHF 190 im ersten Jahr, ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 für Erwachsene CHF 5 mehr (Alliance SwissPass); es lohnt sich, sobald deine Vollpreis-Billette pro Jahr mehr als das Doppelte des Abopreises kosten würden Je nach Nutzung
StromKein freier LieferantenwechselHaushalte mit weniger als 100'000 kWh Jahresverbrauch bleiben in der Grundversorgung (StromVG Art. 6) Nicht über einen Wechsel
SERAFE-MedienabgabePflichtabgabe, nicht kündbarCHF 335 pro Haushalt (2026), CHF 312 ab 1. Januar 2027 (serafe.ch) Nicht senkbar
Lebensmittel zu HauseJede Wocherund CHF 638 pro Monat (BFS HABE 2023) Jede Woche

Die Reihenfolge, die sich daraus ergibt:

  1. Bis 30. November: die Krankenkasse. Die Prämien fürs nächste Jahr vergleichen (dein Versicherer muss sie bis 31. Oktober mitteilen) und Modell und Franchise im selben Schritt prüfen. Neu in der Schweiz? Dann kommt zuerst die Pflicht, dich innert 3 Monaten nach dem Zuzug zu versichern.
  2. Die Verträge mit 3 Monaten Frist. Hausrat, Haftpflicht und Auto rechtzeitig vor dem Vertragsablauf vergleichen, danach Handy, Internet und das ÖV-Abo bei Ablauf.
  3. Jede Woche: die Lebensmittel. Der einzige grosse Posten, den du laufend neu entscheidest, mit Aktionen, dem Grundpreis pro Kilo oder Liter und Eigenmarken.

Die Jahresentscheide erledigst du einmal und hakst sie ab; die Lebensmittel bleiben dein wöchentlicher Hebel.

Welche Kette ein Produkt diese Woche in Aktion hat, wechselt laufend: mal bei der einen, mal bei der anderen Kette. Diese Recherche nimmt dir der Rappn-Preisvergleich ab. Wie viel ein Durchschnittshaushalt genau ausgibt, liest du in unserer Aufschlüsselung der durchschnittlichen Ausgaben. Rappn zeigt die Aktionen von 7 Ketten, täglich aktualisiert, mit dem Grundpreis pro Kilo, Liter oder Stück; Einkaufsliste, Kundenkarten und beobachtete Produkte sind in derselben App, gratis.

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Häufige Fragen

Was ist die grösste Ausgabe in einem Schweizer Haushalt?

Der grösste einzelne Konsumposten ist Wohnen und Energie mit rund CHF 1'449 pro Monat (14,0 Prozent des Bruttoeinkommens, BFS HABE 2023). Zählt man die obligatorischen Abgaben zusammen, sind Steuern (CHF 1'245) und Sozialversicherung noch grösser: Die Zwangsausgaben machen 30,5 Prozent des Bruttoeinkommens aus.

Wie viel gibt ein Schweizer Haushalt für Lebensmittel aus?

Rund CHF 638 pro Monat für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke, die zu Hause gekauft werden (BFS HABE 2023, 6,2 Prozent des Bruttoeinkommens). Mit dem Essen auswärts (Restaurant, Take-away) kommt nochmals deutlich mehr dazu.

Warum kann ich nur bei den Lebensmitteln jede Woche sparen?

Miete, Steuern und Sozialversicherungsbeiträge sind fix und lassen sich frühestens beim nächsten Kündigungs- oder Veranlagungstermin ändern; die Krankenkasse nur zu festen Terminen, meist per 1. Januar. Lebensmittel kaufst du dagegen wöchentlich, und die Aktionen wechseln laufend, deshalb ist das der einzige grosse Posten, den du fortlaufend beeinflussen kannst.

Wie viel lässt sich beim Lebensmitteleinkauf realistisch sparen?

Eine seriöse Pauschalzahl gibt es nicht: Aus einer Durchschnittsausgabe folgt kein fester Prozentsatz für deinen Haushalt. Was ankommt, hängt davon ab, welche Artikel du ersetzt, ob du sie in einer Aktionswoche kaufst und ob du den Grundpreis pro Kilo oder Liter vergleichst.

Bis wann muss ich die Krankenkasse kündigen?

Die Kündigung der Grundversicherung muss bis 30. November beim Versicherer eintreffen (Eingang zählt, nicht der Poststempel); der Wechsel gilt per 1. Januar. Fällt der 30. November auf ein Wochenende, zählt der letzte Werktag davor. Die neuen Prämien muss dir dein Versicherer bis 31. Oktober mitteilen. Mit der ordentlichen Franchise von CHF 300 im Standardmodell kannst du zusätzlich per 30. Juni wechseln, mit Kündigung bis 31. März. Offene Prämien, die bis 30. November gemahnt wurden und am 31. Dezember noch offen sind, blockieren den Wechsel. Zusatzversicherungen haben eigene Fristen laut Vertrag.

Lohnt sich eine höhere Franchise?

Mit der höchsten Franchise (CHF 2'500 statt CHF 300) sinkt die Jahresprämie um höchstens rund CHF 1'540; das ist die gesetzliche Obergrenze, 70 Prozent der zusätzlichen CHF 2'200 (KVV Art. 95). Dafür zahlst du im Krankheitsfall die ersten CHF 2'500 selbst, danach 10 Prozent Selbstbehalt bis CHF 700 pro Jahr. Wer selten zum Arzt geht und Reserven hat, fährt damit meist günstiger; bei laufender Behandlung ist die tiefe Franchise sicherer. Eine höhere Franchise kannst du bis 31. Dezember für das neue Jahr wählen.

Ich bin neu in der Schweiz: was entscheide ich zuerst?

Zuerst die Grundversicherung: Du musst dich innert 3 Monaten nach dem Zuzug versichern, dann gilt der Schutz rückwirkend ab dem Zuzug. Wer später abschliesst, ist erst ab dem Beitritt versichert und zahlt bei unentschuldbarer Verspätung einen Prämienzuschlag (KVG Art. 5). Dann das ÖV-Abo: Ein Halbtax kostet im ersten Jahr CHF 190 (ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 für Erwachsene CHF 5 mehr) und halbiert den Preis der meisten Billette; es lohnt sich, sobald du sonst mehr als das Doppelte des Abopreises pro Jahr für Vollpreis-Billette ausgeben würdest. Danach bleiben die Lebensmittel der Posten, den du jede Woche neu entscheidest.

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