Die 3 grössten Ausgaben im Schweizer Haushalt, und die einzige, die du jede Woche senken kannst
Die drei grössten Brocken im Schweizer Haushaltsbudget sind Wohnen (rund CHF 1'449/Monat), die obligatorischen Abgaben (Steuern CHF 1'245 plus Sozialversicherung) und die Krankenkasse (rund CHF 690), zusammen über die Hälfte des Bruttoeinkommens (BFS HABE 2023). An diese drei kommst du kurzfristig kaum ran. Die grösste Ausgabe, die du jede Woche neu beeinflussen kannst, sind die Lebensmittel: rund CHF 632 im Monat.

Laufend aktualisiert. Wer in der Schweiz sparen will, sollte zuerst wissen, wohin das Geld überhaupt fliesst. Das Bundesamt für Statistik (BFS) misst das in der Haushaltsbudgeterhebung (HABE); die neuste Ausgabe (Berichtsjahr 2023, veröffentlicht im November 2025) zeigt drei grosse Brocken, die zusammen über die Hälfte des Bruttoeinkommens verschlingen. Die unbequeme Wahrheit: An die drei grössten kommst du kurzfristig kaum ran. Die eine grosse Ausgabe, die du jede Woche neu beeinflussen kannst, sind die Lebensmittel.
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Was sind die grössten Ausgaben in einem Schweizer Haushalt?
Laut BFS (HABE 2023) sind die grössten Posten im Durchschnittshaushalt: Wohnen und Energie mit CHF 1'449 pro Monat (14,0 Prozent des Bruttoeinkommens und damit der grösste einzelne Konsumposten), die obligatorischen Abgaben aus Steuern (CHF 1'245, 12,0 Prozent) plus Sozialversicherungsbeiträgen (rund 10,3 Prozent), und die Krankenkassen-Grundprämie (rund CHF 690, 6,7 Prozent). Allein die obligatorischen Ausgaben summieren sich auf CHF 3'154 pro Monat oder 30,5 Prozent des Bruttoeinkommens. Erst danach kommt die Ernährung: rund CHF 632 pro Monat für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke, die zu Hause gekauft werden (rund 6,3 Prozent). Rechnet man das Essen auswärts, also Restaurant und Take-away, dazu, kommt nochmals deutlich mehr dazu.
| Ausgabe | Ø pro Monat | Anteil Brutto | Kurzfristig senkbar? |
|---|---|---|---|
| Wohnen und Energie | CHF 1'449 | 14,0 % | Nein (Miet- und Kündigungsfristen) |
| Steuern | CHF 1'245 | 12,0 % | Nein (Veranlagung) |
| Sozialversicherung (AHV, Pensionskasse) | rund CHF 1'065 | 10,3 % | Nein (obligatorisch) |
| Krankenkasse (Grundversicherung) | rund CHF 690 | 6,7 % | Nur 1x pro Jahr (bis 30. Nov.) |
| Lebensmittel zu Hause | rund CHF 632 | 6,3 % | Ja, jede Woche |
Warum sind die Lebensmittel der einzige Wochenhebel?
Miete, Steuern und Sozialversicherung sind vertraglich oder gesetzlich fixiert, daran ändert sich frühestens beim nächsten Termin etwas. Die Krankenkasse lässt sich immerhin einmal im Jahr wechseln (Kündigung bis 30. November für den Wechsel per 1. Januar); laut AXA Wechselreport 2026 sparen aktive Wechsler im Schnitt CHF 426 pro Jahr. Aber all das passiert höchstens einmal jährlich. Die Lebensmittel dagegen kaufst du jede Woche neu, und jede Woche entscheidet ein anderer Aktionszyklus darüber, wo dein Korb am günstigsten ist. Genau das macht sie zum einzigen grossen Budgetposten, den du fortlaufend beeinflussen kannst: Kassensturz (SRF) und K-Tipp haben wiederholt gezeigt, dass ein Wechsel von Markenware auf Budget-Eigenmarken 30 bis 50 Prozent spart und dass die günstigste Kette je nach Woche und Kategorie wechselt.
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Quellen geprüft: .
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Häufige Fragen
Was ist die grösste Ausgabe in einem Schweizer Haushalt?
Der grösste einzelne Konsumposten ist Wohnen und Energie mit rund CHF 1'449 pro Monat (14,0 Prozent des Bruttoeinkommens, BFS HABE 2023). Zählt man die obligatorischen Abgaben zusammen, sind Steuern (CHF 1'245) und Sozialversicherung noch grösser: Die Zwangsausgaben machen 30,5 Prozent des Bruttoeinkommens aus.
Wie viel gibt ein Schweizer Haushalt für Lebensmittel aus?
Rund CHF 632 pro Monat für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke, die zu Hause gekauft werden (BFS HABE 2023, rund 6,3 Prozent des Bruttoeinkommens). Mit dem Essen auswärts (Restaurant, Take-away) kommt nochmals deutlich mehr dazu.
Warum kann ich nur bei den Lebensmitteln jede Woche sparen?
Miete, Steuern und Sozialversicherungsbeiträge sind fix und lassen sich frühestens beim nächsten Kündigungs- oder Veranlagungstermin ändern; die Krankenkasse nur einmal im Jahr. Lebensmittel kaufst du dagegen wöchentlich, und die Aktionen wechseln laufend, deshalb ist das der einzige grosse Posten, den du fortlaufend beeinflussen kannst.
Wie viel lässt sich beim Lebensmitteleinkauf realistisch sparen?
Kassensturz (SRF) und K-Tipp haben gezeigt, dass der Wechsel von Markenware auf Budget-Eigenmarken 30 bis 50 Prozent auf den betroffenen Artikeln spart. Bei rund CHF 632 Monatsausgaben sind zehn bis zwanzig Prozent über das Jahr mehrere Hundert Franken, ganz ohne Verzicht.
