Einkaufen in der Schweiz: ein Ratgeber für Neuzuzüger
Lebensmittel gehören in der Schweiz zu den teuersten Europas: 2025 lag das Preisniveau für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke bei 155,9, der EU-Durchschnitt bei 100 (Eurostat). Gewöhnliche Supermärkte sind sonntags und an Feiertagen zu, zwei Vollsortiment-Gruppen prägen den Markt neben drei Discountern, und die klassischen Filialen einer der beiden Gruppen führen weder Alkohol noch Tabak. Für Neuzuzüger lohnt es sich, vor dem Wocheneinkauf den Preis pro Kilo oder Liter zu vergleichen.
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Wie funktioniert das Einkaufen in der Schweiz für Neuzuzüger?
Für den ersten Einkauf suchst du die Läden in deiner Nähe: Zwei grosse Gruppen führen das ganze Sortiment, drei Discounter haben kleinere, fokussierte Sortimente für die Grundprodukte. Die klassischen Supermärkte einer der beiden Gruppen verkaufen weder Alkohol noch Tabak. Gewöhnliche Supermärkte sind sonntags und an Feiertagen zu, Ausnahmen gibt es in grossen Bahnhöfen, Flughäfen und Tourismusorten. Die Kundenkarten beider Gruppen sind gratis. Vergleiche vor dem Kauf den Preis pro Kilo oder Liter, nicht pro Packung.
Stand Oktober 2026. Quellen: Eurostat (Preisniveauindizes, Tabelle prc_ppp_ind_1, Stand 9. Juli 2026), SECO (FAQ Ladenöffnung am Sonntag), Fedlex (Verordnung über Getränkeverpackungen, SR 814.621, und Verpackungsverordnung, AS 2026 358), PET-Recycling Schweiz (Geschäftsbericht 2025), abgerufen am 9. Oktober 2026.
Rappn ist eine unabhängige Preisvergleichs-App für Lebensmittel in der Schweiz, ohne kommerzielle Vereinbarung mit einem Detailhändler, und nichts auf dieser Seite ist gesponsert.
Neu in der Schweiz brauchen die Ketten, Eigenmarken-Stufen und Treuekarten etwas Eingewöhnung. Rappn gibt dir einen Ort, um Angebote von Migros, Coop, Aldi, Lidl und Denner zu sehen, damit du ab der ersten Woche sicher einkaufst.
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Welche Supermärkte gibt es in der Schweiz?
Der Schweizer Lebensmittelhandel wird von zwei Vollsortiment-Gruppen geprägt. Bei ihnen findest du alles unter einem Dach: ein grosses Sortiment, Frischware, Fleisch- und Käsetheke, Bäckerei, Markenartikel und eigene Budgetlinien. Neben den beiden Gruppen gibt es drei Discounter: zwei internationale Ketten mit kleineren Sortimenten und weniger Marken und einen seit Langem etablierten Schweizer Discounter, bekannt für Markenartikel, Wein und Kaffee, der zu einer der beiden grossen Gruppen gehört und damit keine unabhängige dritte Kraft ist.
Welcher Ladentyp eignet sich wofür?
| Ladentyp | Sortiment und was Neuzuzüger wissen sollten |
|---|---|
| Vollsortiment-Supermarkt (zwei grosse Gruppen) | Grosses Sortiment, Frischtheken, Eigenmarken und Budgetlinien; klassische Filialen einer Gruppe ohne Alkohol und Tabak; Kundenkarte gratis |
| Discounter (drei Ketten) | Kleineres, fokussiertes Sortiment; weniger Marken; gut für Grundprodukte |
| Läden in Bahnhöfen, Flughäfen und an Tankstellen | Kleines Sortiment, lange Öffnungszeiten, viele sonntags offen; für Zusatzeinkäufe, nicht für den Wocheneinkauf |
Warum sind Lebensmittel in der Schweiz so teuer?
Dein Gefühl trügt nicht. 2025 lag das Preisniveau für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke in der Schweiz bei 155,9, im EU-Durchschnitt bei 100, in Deutschland bei 102,4, in Frankreich bei 106,8, in Italien bei 101,1 und in Österreich bei 109,5 (Eurostat, prc_ppp_ind_1). Das Preisniveau kannst du nicht ändern, deine Rechnung aber schon: Zwischen zwei Angeboten für denselben Artikel kann der Abstand gross sein, und er verschiebt sich jede Woche mit den Aktionen. Wie sich die Preise zuletzt entwickelt haben, zeigt unser Ratgeber zur Lebensmittel-Teuerung in der Schweiz.
Sind die Supermärkte in der Schweiz am Sonntag offen?
In der Regel nein. Gewöhnliche Supermärkte sind sonntags und an Feiertagen geschlossen; die Ladenöffnungszeiten und die meisten Feiertage legen die Kantone fest, beides unterscheidet sich also von Kanton zu Kanton. Werktags öffnen die meisten Supermärkte am Morgen und schliessen am frühen Abend, oft an einem Abend pro Woche etwas später, am Samstag gelten kürzere Zeiten. Ausnahmen am Sonntag sind Läden in den vom Bund bezeichneten grossen Bahnhöfen und Flughäfen, Läden für Reisende wie Tankstellenshops an Autobahnen und Hauptverkehrswegen sowie Läden in Tourismusorten während der Saison (SECO).
Wie funktionieren Kundenkarten, Flaschenrückgabe und Self-Checkout?
Die Kundenprogramme der beiden grossen Gruppen sind gratis: Sie sammeln beim Einkaufen Punkte und verwandeln sie mit der Zeit in Bons oder Rabatte, und die Discounter haben eigene Angebote in ihren Apps. Leere PET-Flaschen und Dosen bringst du an die Sammelstellen in den Läden, Glas zur Quartier-Sammelstelle. Auf Einweg-PET und Dosen gibt es kein Pfand; Mehrweggebinde wie manche Bierflaschen samt Harasse tragen dagegen von Gesetzes wegen ein Pfand von mindestens 30 Rappen, wie unser Ratgeber zum Pfand in der Schweiz erklärt. In grösseren Filialen ist Self-Checkout verbreitet: Die beiden Vollsortiment-Gruppen bieten Selbstscan-Kassen und das Scannen per App während des Einkaufs, neben den bedienten Kassen. An welcher Kasse du auch zahlst: Der Kassenzettel kommt in der Sprache der Region, mit Abkürzungen und MWST-Codes neben den Preisen; wie du ihn liest, erklärt unser Ratgeber Kassenzettel lesen.
Wie planst du das Budget für die erste Woche?
Erstens: Geh nicht davon aus, dass eine Kette immer günstiger ist, es kommt auf Korb und Woche an. Zweitens: Schau dir die Eigenmarken-Budgetlinien der beiden grossen Gruppen an. Konsumentenmagazine wie K-Tipp und Kassensturz testen Eigenmarken und Budgetlinien regelmässig, und die Ergebnisse unterscheiden sich von Produkt zu Produkt: Prüfe den aktuellen Test für den Artikel, den du kaufst, bevor du wechselst. Drittens: Vergleiche pro Einheit, nicht pro Packung, denn nur der Preis pro Kilo oder Liter macht zwei Grössen fair vergleichbar. Viertens: Vergleiche vor dem Wocheneinkauf die aktuellen Angebote mehrerer Ketten an einem Ort; unsere Ratgeber zu den Supermarktpreisen in der Schweiz und zum Preis-Leistungs-Verhältnis der Supermärkte gehen tiefer. Was ein Wocheneinkauf einen Haushalt im Durchschnitt kostet, mit amtlicher Quelle und Rechenweg, steht im Ratgeber Was ein Wocheneinkauf in der Schweiz kostet. Ausserhalb des Ladens stehen zuerst die Grundversicherung der Krankenkasse, die innert drei Monaten nach der Wohnsitznahme abzuschliessen ist (KVG Art. 3), und das ÖV-Abo an; die Fristen dazu stehen unter welche Fixkosten bis wann senkbar sind.
Wie vergleichst du die Angebote in den ersten Wochen?
Rappn, eine kostenlose Schweizer App (iOS und Android), die die aktuellen Aktionen von sieben Schweizer Detailhändlern vergleicht und Kassenzettel in eine Ausgabenübersicht verwandelt, stellt die Angebote nebeneinander. Du suchst ein Produkt, zum Beispiel Kaffee oder Olivenöl, und siehst die laufenden Aktionen mit Preis, Rabatt und Filiale; der Preis pro Kilo oder Liter steht neben dem Aktionspreis, du kannst nach Kanton filtern, und ein Produkt, das du regelmässig kaufst, kannst du verfolgen: Rappn meldet sich, wenn es in Aktion ist. Ein erster Schritt für diese Woche: Such die drei Grundprodukte, die du am häufigsten kaufst, und notiere, wo sie gerade in Aktion sind. Zur App selbst siehe unsere Seite zur Preisvergleichs-App für Lebensmittel.
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Warum Rappn?
Rappn ist eine unabhängige Preisvergleichs-App in der Schweiz, ohne kommerzielle Vereinbarungen mit Detailhändlern. Das bedeutet: Unsere Vergleiche sind wirklich unabhängig.
- 100% kostenlos: kein Abo, keine versteckten Kosten
- Neutral: keine kommerziellen Vereinbarungen mit Migros, Coop, Aldi, Lidl, Denner, Aligro oder Otto’s
- Täglich aktualisiert, sobald die Ketten ihre Aktionen veröffentlichen
- Die Aktionen der Ketten an einem Ort: suchen, filtern, vergleichen, ohne Abo
- Menüplaner in der Küche: Woche planen, Zutaten auf die Einkaufsliste schicken
Bereit zu sparen?
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Häufige Fragen
Welcher Supermarkt ist für Neuzuzüger in der Schweiz am besten?
Es gibt nicht den einen: Es kommt auf den Korb und die Woche an. Die beiden Vollsortiment-Gruppen eignen sich für einen kompletten Wocheneinkauf mit Frischware und Theken, die drei Discounter haben kleinere, fokussierte Sortimente für Grundprodukte. Vergleiche vor dem Einkauf die aktuellen Angebote, statt anzunehmen, eine Kette sei immer günstiger.
Warum sind Lebensmittel in der Schweiz so teuer?
Die Schweiz hat eines der höchsten Preisniveaus Europas für Lebensmittel: 2025 lag es für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke bei 155,9, im EU-Durchschnitt bei 100, in Deutschland bei 102,4, in Frankreich bei 106,8, in Italien bei 101,1 und in Österreich bei 109,5 (Eurostat). Das Preisniveau kannst du nicht ändern, deine eigene Rechnung aber senken, indem du den Preis pro Kilo oder Liter vergleichst, Eigenmarken-Budgetlinien nutzt und die Wochenaktionen verfolgst.
Sind die Supermärkte in der Schweiz am Sonntag offen?
In der Regel nein: Gewöhnliche Supermärkte sind sonntags und an Feiertagen geschlossen, und die Ladenöffnungszeiten legen die Kantone fest. Ausnahmen sind Läden in den vom Bund bezeichneten grossen Bahnhöfen und Flughäfen, Läden für Reisende wie Tankstellenshops an Autobahnen und Hauptverkehrswegen sowie Läden in Tourismusorten während der Saison (SECO). Für einen vergessenen Artikel reicht das, den Haupteinkauf planst du besser werktags oder am Samstag.
Soll ich eine Kundenkarte der Supermärkte holen?
Wenn du länger als ein paar Wochen in der Schweiz bist, lohnt es sich. Die Kundenkarten der beiden grossen Gruppen sind gratis und verwandeln Punkte mit der Zeit in Bons oder Rabatte; die Discounter veröffentlichen ihre Angebote in eigenen Apps.
Wie funktioniert das Flaschen- und Dosenpfand in der Schweiz?
Auf Einweg-PET-Flaschen und Aludosen gibt es in der Schweiz kein Pfand: Die Rückgabe kostet nichts und bringt nichts. Mehrweggebinde wie manche Glas-Bierflaschen samt Harasse tragen dagegen ein Pfand, und das Gesetz verlangt dort mindestens 30 Rappen pro Gebinde (Verordnung über Getränkeverpackungen, Art. 5 Abs. 3; ab 1. Januar 2027 Art. 18 Abs. 2 der Verpackungsverordnung). Leere PET-Flaschen gibst du gratis an einer der rund 70'000 Sammelstellen ab (PET-Recycling Schweiz, Ende 2025), Dosen an den Sammelstellen im Handel und der Gemeinde, und Glas bringst du nach Farbe getrennt zur Quartier-Sammelstelle.
