Was kostet die Wohnung pro Monat in der Schweiz? Miete, Nebenkosten, Strom und Versicherungen
Ein Schweizer Haushalt hat 2023 im Schnitt CHF 1'449 pro Monat für Wohnen und Energie ausgegeben, 14,0 Prozent des Bruttoeinkommens, davon CHF 1'082 für Nettomiete oder Hypothekarzinsen, CHF 145 für Nebenkosten und CHF 127 für Energie (Bundesamt für Statistik, BFS). Für 2027 nennt die ElCom, die Eidgenössische Elektrizitätskommission, einen mittleren Gesamttarif von 26.5 Rp./kWh bei einem Verbrauch von 4'500 kWh pro Jahr (Profil H4), also CHF 1'194 pro Jahr (Medienmitteilung vom 8. September 2026), und der Referenzzinssatz für Mieten liegt seit dem 2. September 2025 bei 1,25 Prozent (Bundesamt für Wohnungswesen, BWO). Der Ratgeber zeigt, wie du das Total für deine Wohnung schätzt.
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Einkäufe in Rappn im Blick behalten, gratisLaut dem Bundesamt für Statistik (BFS) hat ein Schweizer Haushalt 2023 im Schnitt CHF 1'449 pro Monat für Wohnen und Energie ausgegeben, 14,0 Prozent des Bruttoeinkommens, davon CHF 1'082 für Nettomiete oder Hypothekarzinsen, CHF 145 für Nebenkosten und CHF 127 für Energie. Dein Total hängt aber vom Mietvertrag und von deinen Rechnungen ab. Für 2027 nennt die ElCom einen mittleren Gesamttarif von 26.5 Rp./kWh bei 4'500 kWh Verbrauch pro Jahr (Profil H4), und der Referenzzinssatz für Mieten liegt bei 1,25 Prozent.
Stand Oktober 2026. Quellen: BFS, Haushaltsbudgeterhebung 2023; Bundesamt für Wohnungswesen (BWO), Referenzzinssatz und Nebenkosten; ElCom, Medienmitteilung vom 8. September 2026; Fedlex, OR und VMWG; ch.ch; Serafe AG; Budgetberatung Schweiz (abgerufen am 20. Oktober 2026).
Was kostet die Wohnung wirklich pro Monat?
| Posten (Durchschnitt BFS 2023) | CHF pro Monat und Haushalt | % des Bruttoeinkommens |
|---|---|---|
| Wohnen und Energie | 1'449 | 14,0 % |
| davon Nettomiete oder Hypothekarzinsen | 1'082 | 10,5 % |
| davon Nebenkosten | 145 | 1,4 % |
| davon Energie | 127 | 1,2 % |
Das sind Durchschnitte aller Haushalte (2,07 Personen), Miet- und Eigentümerhaushalte zusammen: Deine Wohnung kann viel mehr oder weniger kosten, zum Beispiel je nach Kanton (siehe Lebenskosten nach Kanton). Die vollständige Liste der Fixkosten steht unter Fixkosten in der Schweiz.
So sieht die Ausgabenansicht von Rappn aus: deine Lebensmittel nach Kategorie und Monat, neben deinem eigenen Monatsdurchschnitt, als Ergänzung zu den Fixkosten der Wohnung.
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Deine Ausgaben
Miete und Nebenkosten: Was darf die Vermieterschaft verrechnen?
| Form | So funktioniert es | Das prüfst du |
|---|---|---|
| Akonto und Jahresabrechnung | Die häufigste Form: monatliches Akonto, dann Abrechnung der tatsächlichen Kosten mit einem Saldo zugunsten der einen oder der anderen Seite | Abrechnung mindestens einmal jährlich (Art. 4 Abs. 1 VMWG, der Mietverordnung); Einsicht in die Belege auf Verlangen (Art. 257b Abs. 2 OR) |
| Pauschale | Fester, vereinbarter Betrag | Beruht auf dem Durchschnitt von drei Jahren (Art. 4 Abs. 2 VMWG) |
Bei Heizung und Warmwasser läuft die Abrechnungsperiode meist von Juli bis Juni des Folgejahres, die Abrechnung kommt also nach der Jahresmitte (BWO). Verrechnet werden dürfen die tatsächlichen Betriebskosten der Anlage, etwa Brennstoffe, Energie, Strom für Brenner und Pumpen, Reinigung und Wartung, nicht aber Reparatur und Erneuerung, Verzinsung und Abschreibung (Art. 5 und 6 VMWG).
Laut BWO ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts eine Nachzahlung wegen zu tiefer Akontozahlungen in der Regel voll geschuldet, ausser bei besonderen Umständen; das BWO empfiehlt, die Akonti der Kostenentwicklung anzupassen.
Referenzzinssatz: Wann kann die Miete sinken?
Die Miete kann sinken, wenn der hypothekarische Referenzzinssatz (der Durchschnittszinssatz der Hypothekarforderungen der Banken in der Schweiz, auf den nächsten Viertelprozentwert gerundet) tiefer liegt als der Satz, auf dem deine Miete beruht. Er liegt seit dem 2. September 2025 bei 1,25 Prozent und blieb bei der Publikation vom 1. September 2026 unverändert; die nächste ist am 1. Dezember 2026, dann am 1. März, 1. Juni, 1. September und 1. Dezember 2027 (BWO).
| Gültig ab | Referenzzinssatz |
|---|---|
| 2. September 2025 | 1,25 % |
| 4. März 2025 | 1,5 % |
| 2. Dezember 2023 | 1,75 % |
| 2. Juni 2023 | 1,5 % |
| 3. März 2020 | 1,25 % |
Im Grundsatz gibt ein Rückgang um 0,25 Prozentpunkte Anspruch auf eine Senkung der Nettomiete um 2,91 Prozent; Heiz- und Nebenkosten bleiben gleich, und bei einem Referenzzinssatz über 5 Prozent gelten tiefere Sätze (BWO, Art. 13 VMWG). Die Vermieterschaft kann die Senkung mit anderen Faktoren wie Kosten oder Teuerung verrechnen, und für Index- und Staffelmieten sowie subventionierte und luxuriöse Wohnungen gilt die Regel nicht. Das Begehren stellst du schriftlich (Art. 270a OR): Schritte und Fristen stehen im Ratgeber Fixkosten senken, weitere Daten im Fristen-Kalender.
Strompreise 2027: Was sagt die ElCom?
| Posten (Median, Profil H4, 4'500 kWh pro Jahr) | 2027 | Gegenüber 2026 |
|---|---|---|
| Energietarif | 11.35 Rp./kWh | von 12.11, Rückgang um 6,28 % |
| Netztarif | 10.94 Rp./kWh | von 10.73 |
| Messtarif | CHF 78.48 pro Jahr (1.74 Rp./kWh) | von CHF 74.40 (1.65 Rp./kWh) |
| Stromreserve und Tarifzuschlag für solidarisierte Kosten | 0.17 und 0.19 Rp./kWh | von 0.41 und 0.05 |
| Netzzuschlag und Abgaben an das Gemeinwesen | 2.3 und 1 Rp./kWh | unverändert |
Das sind Medianwerte über rund 580 Netzbetreiber, jeder Posten einzeln berechnet: Die Zeilen ergeben nicht das Total. Die Tarife unterscheiden sich zum Teil erheblich (der Messtarif liegt zwischen 0 und 180 Franken pro Jahr), und dein Verbrauch kann abweichen. Mit dem Median sind CHF 1'194 ÷ 12 gleich CHF 99.50 pro Monat (eigene Berechnung).
Haushalte mit weniger als 100 MWh Jahresverbrauch sind in der Grundversorgung und können ihren Lieferanten heute nicht wählen (ElCom). Den Tarif 2027 deiner Gemeinde und deines Netzbetreibers findest du auf der Strompreis-Webseite der ElCom; erscheint dir ein Preis zu hoch, kannst du ihn der ElCom über das Kontaktformular melden, auch wenn sie die Tarife nicht genehmigt.
Internet, Handy, Serafe und Versicherungen: Was kommt dazu?
Für Telefon, Internet und Post misst das BFS im Schnitt CHF 162 pro Monat und Haushalt (1,6 Prozent des Bruttoeinkommens), für die Hausrat- und Privathaftpflichtversicherung CHF 39 (2023). Bei Internet und Handy prüfst du Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist.
Serafe-Gebühr. Es gilt eine einzige Gebühr pro Privathaushalt, nicht pro Person: CHF 335 im Jahr 2026 und CHF 312 ab 1. Januar 2027 (Serafe AG), also 335 ÷ 12 = CHF 27.92 und 312 ÷ 12 = CHF 26.00 pro Monat (eigene Berechnung). Befreiungen und Rechnung: Serafe-Gebühr.
Privathaftpflicht und Hausrat. Die Privathaftpflicht deckt Schäden, die du anderen zufügst, und ist grundsätzlich freiwillig, wird bei Mietwohnungen aber oft verlangt. Die Hausratversicherung deckt Möbel, Kleider und Geräte bei Feuer, Naturereignissen, Wasserschäden und Einbruchdiebstahl, nicht aber Schäden an Dritten (ch.ch).
Wie schätzt du die monatlichen Kosten deiner Wohnung?
Geh von deinen Unterlagen aus, nicht von Durchschnitten: Zähl diese sechs Posten zusammen und teile die jährlichen durch 12.
- Nettomiete und Akonto für die Nebenkosten, aus dem Mietvertrag.
- Strom (wenn nicht in den Nebenkosten): letzte Jahresrechnung ÷ 12.
- Internet und Handy: Monatsbeträge der Verträge.
- Serafe: Jahresbetrag ÷ 12.
- Versicherungen: Jahresprämien für Hausrat und Privathaftpflicht ÷ 12.
- Nachzahlung: Wenn die letzte Nebenkostenabrechnung mit einem Betrag zu deinen Lasten endete, teile ihn durch 12 und leg ihn zur Seite.
Vergleiche das Total mit dem gemessenen Durchschnitt des BFS (Tabelle am Anfang) und mit den Budgetbeispielen 2025/26 der Budgetberatung Schweiz: Dort macht Wohnen rund ein Viertel des Nettoeinkommens aus, mit Nebenkosten kann es ein Drittel erreichen.
Nur für die Lebensmittel, variabel und nicht Teil der Fixkosten der Wohnung, kannst du Rappn nutzen, eine kostenlose Schweizer App (iOS und Android): Sie vergleicht die aktuellen Aktionen von sieben Schweizer Detailhändlern und verwandelt Kassenzettel in eine Ausgabenübersicht. Du fotografierst einen Kassenzettel, lädst ihn aus der Galerie hoch oder erfasst einen Einkauf von Hand; die App sortiert deine Einkäufe nach Kategorien und zeigt deine Ausgaben pro Monat neben deinem eigenen Monatsdurchschnitt. Miete, Nebenkosten, Strom, Internet und Versicherungen deckt Rappn nicht ab. Rappn baut gerade einen KI-Assistenten für den Einkauf: Du kannst dich auf die Warteliste setzen.
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Häufige Fragen
Wie viel machen die Nebenkosten aus?
Im Schnitt CHF 145 pro Monat und Haushalt, 1,4 Prozent des Bruttoeinkommens (BFS 2023); dein Betrag hängt vom Vertrag ab. Du zahlst Nebenkosten nur, wenn der Mietvertrag sie vorsieht, meist als Akonto mit einer Abrechnung mindestens einmal pro Jahr (Art. 257a OR, Art. 4 VMWG).
Wann kann ich eine Mietzinssenkung verlangen?
Im Grundsatz, wenn der hypothekarische Referenzzinssatz tiefer liegt als der Satz, auf dem deine Miete beruht. Er liegt seit dem 2. September 2025 bei 1,25 Prozent, die nächste Publikation ist am 1. Dezember 2026. Das Begehren stellst du schriftlich, am besten per Einschreiben, und die Vermieterschaft muss innert 30 Tagen antworten (Art. 270a OR, BWO); für deinen Fall gilt, was in deinem Vertrag steht.
Wie viel kostet der Strom 2027?
Für einen typischen Haushalt mit 4'500 kWh pro Jahr (Profil H4) nennt die ElCom einen mittleren Gesamttarif von 26.5 Rp./kWh, also CHF 1'194 pro Jahr (Medienmitteilung vom 8. September 2026). Dein Tarif kann stark abweichen: Du findest ihn auf der Strompreis-Webseite der ElCom.
Zahlt man die Serafe-Gebühr pro Person oder pro Haushalt?
Pro Privathaushalt, nicht pro Person: CHF 335 im Jahr 2026 und CHF 312 ab 1. Januar 2027 (Serafe AG). Im Monatsbudget sind das CHF 27.92 und CHF 26.00 (eigene Berechnung).
Berücksichtigt Rappn die Wohnkosten?
Nein: Rappn hilft dir nur bei den Lebensmitteln, nicht bei Miete, Nebenkosten, Strom, Internet und Versicherungen. Rappn baut gerade einen KI-Assistenten für den Einkauf: Du kannst dich auf die Warteliste setzen.
