Ist ChatGPT sicher für persönliche Daten? Was mit deinen Eingaben passiert und was das Schweizer Recht sagt
Das hängt davon ab, was du eingibst und wie du dein Konto einstellst. Die Datenschutzerklärung von OpenAI für den EWR, das Vereinigte Königreich und die Schweiz (24. August 2026) hält fest, dass keine Übertragung über das Internet je ganz sicher ist; auf persönlichen Konten können deine Chats zum Training dienen, ausser du schaltest die Option aus, und gelöschte Chats sind innerhalb von 30 Tagen zur endgültigen Löschung vorgesehen, mit Ausnahmen. Laut dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) gilt das Datenschutzgesetz, in Kraft seit dem 1. September 2023, auch für KI; er rät, auf einen Dienst zu verzichten, dessen Bedingungen du nicht akzeptierst, oder wenn möglich Personendaten vor der Eingabe zu entfernen.
Rappn vergleicht die aktuellen Aktionen von 7 Schweizer Händlern, täglich aktualisiert: gratis, ohne Abo.
Rappn laden, gratisEs gibt kein pauschales Ja oder Nein: Das Risiko hängt davon ab, was du eingibst, welchen Tarif du hast und wie du dein Konto einstellst. Auf persönlichen Konten kann OpenAI deine Chats zum Beispiel für das Training der Modelle nutzen, bis du die Option ausschaltest (Help Center, abgerufen im Oktober 2026). Bevor du Ausgaben- oder Budgetdaten einfügst, lässt du weg, was dich oder andere Personen erkennbar macht, und prüfst die Einstellungen.
Stand Oktober 2026. Quellen: OpenAI, Datenschutzerklärung für den EWR, das Vereinigte Königreich und die Schweiz (24. August 2026), Artikel des Help Centers (auf Englisch) zu Datenkontrollen, temporären Chats, Erinnerung, Löschen von Chats und Anzeigen; EDÖB, «Künstliche Intelligenz (KI) im Alltag», Update vom 8. Mai 2025 und «Auskunftsrecht»; Datenschutzgesetz (DSG), SR 235.1 (abgerufen am 13. Oktober 2026).
Ist ChatGPT sicher für persönliche Daten?
Das hängt von der Art der Daten ab: Je eher sie dich oder andere Personen erkennbar machen, desto mehr Vorsicht ist nötig. Personendaten sind nach dem Schweizer Datenschutzgesetz alle Angaben, die sich auf eine bestimmte oder bestimmbare natürliche Person beziehen (Art. 5 Bst. a DSG): ein Name, aber auch eine Adresse, eine Kartennummer oder eine Kombination von Details, die auf dich führt.
OpenAI beschreibt wirtschaftlich angemessene technische, administrative und organisatorische Schutzmassnahmen, warnt aber, dass keine Übertragung über das Internet je ganz sicher ist. Jeder Online-Dienst kann Sicherheitsvorfälle haben, und die Anbieter informieren darüber auf ihren eigenen Seiten. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) rät, die Bedingungen des Dienstes zu prüfen und, wenn du sie nicht akzeptierst, darauf zu verzichten oder wenn möglich Personendaten vor der Eingabe in ein KI-Programm zu entfernen.
Das ist die Ausgaben-Ansicht von Rappn: Deine Einkäufe sind nach Kategorie und Monat sortiert, eine Basis, die du vor jeder Auswertung als PDF oder CSV exportieren kannst.
Rappn laden, gratisGratis, ohne Abo · iOS & Android
Deine Ausgaben
Was passiert mit den Daten, die du in ChatGPT eingibst?
| Thema | Was OpenAI dokumentiert | Wo du es findest |
|---|---|---|
| Training | Inhalte können zum Training der Modelle dienen. Ist «Das Modell für alle verbessern» ausgeschaltet, werden neue Gespräche nicht mehr verwendet; ein Feedback mit Daumen hoch oder runter kann aber das ganze Gespräch nutzbar machen | Einstellungen > Datenkontrollen, oder «Meine Inhalte nicht zum Trainieren verwenden» im Datenschutz-Portal |
| Temporärer Chat | Solange er temporär bleibt: kein Verlauf, keine neuen oder geänderten Erinnerungen, keine Modellverbesserung; OpenAI kann aus Sicherheitsgründen höchstens 30 Tage eine Kopie behalten | Neuer Chat > Temporär |
| Erinnerung | Wenn sie aktiv ist, kann sich ChatGPT Details aus deinen Chats merken; das Löschen eines Chats löscht eine gespeicherte Erinnerung nicht zwingend | Einstellungen > Personalisierung > Erinnerung |
| Gelöschte Chats | Verschwinden sofort aus deinem Konto; endgültige Löschung innerhalb von 30 Tagen geplant, ausser die Daten sind schon de-identifiziert oder müssen aus Sicherheits- oder Rechtsgründen bleiben | Menü des Chats |
| Verarbeitung | Für Personen in der Schweiz ist OpenAI Ireland Limited verantwortlich; die Daten werden auf Servern ausserhalb der Schweiz, des EWR und des Vereinigten Königreichs bearbeitet, auch in den USA | Datenschutzerklärung, Abschnitte 10 und 12 |
| Werbung | Anzeigen sind in den Tarifen Free und Go möglich, nicht in Plus und Pro; OpenAI schreibt, es teile Gespräche nicht mit Werbetreibenden, und personalisierte Anzeigen seien zunächst im EWR und in der Schweiz nicht verfügbar | Einstellungen > Werbeeinstellungen |
Firmenkonten haben eigene Regeln: Standardmässig nutzt OpenAI Inhalte von Business, Enterprise und Edu nicht für das Training, aber in einem Enterprise- oder Firmenkonto können die Administratoren auf die Inhalte der Mitglieder zugreifen. Wenn du dich mit der E-Mail-Adresse deines Arbeitgebers anmeldest, kann OpenAI der Organisation mitteilen, dass du ein Konto hast. Verbundene Apps (siehe MCP-Server und Connectors) erweitern, was ChatGPT lesen kann, und sie zu trennen löscht vergangene Gespräche nicht.
Welche Daten teilst du nie mit einem KI-Assistenten?
| Angabe | Teilen? | Warum |
|---|---|---|
| Name, Adresse, Telefon, E-Mail, Geburtsdatum, Ausweis, Pass, AHV-Nummer | Nein | Sie machen dich erkennbar, und keine Frage zum Einkauf braucht sie |
| IBAN, Kartennummer und Sicherheitscode, E-Banking, Passwörter, PIN | Nie | Das sind Finanzdaten und Zugangsdaten: Wer sie kennt, kann an deiner Stelle handeln |
| Gesundheit: Diagnosen, Medikamente, Apothekenposten | Nein | Besonders schützenswerte Personendaten (Art. 5 Bst. c Ziff. 2 DSG), wie der EDÖB festhält |
| Daten anderer Personen: Kinder, Verwandte, Kollegen, Kunden | Nicht ohne guten Grund | Sie wurden nicht gefragt; bei der Arbeit können Geheimhaltungspflichten und Regeln des Arbeitgebers gelten |
| Fotos von Kassenzetteln oder Dokumenten | Prüfe, was zu sehen ist | Sie können einen Namen, eine Kundenkarte oder einen Teil der Kartennummer zeigen: zuschneiden oder abdecken |
| Monat, Kategorie und Betrag in CHF, ohne Namen | Geringeres Risiko | Sie machen dich allein nicht erkennbar, aber mit KI lassen sich auch pseudonymisierte oder sogar anonymisierte Daten wieder einer Person zuordnen (EDÖB) |
Bei einem Assistenten, der für dich einkauft, ist noch mehr Vorsicht nötig: Die Checkliste findest du bei den KI-Agenten für den Einkauf.
Was sagt das Schweizer Recht zu Personendaten und KI?
Das Datenschutzgesetz (DSG, SR 235.1), in Kraft seit dem 1. September 2023, gilt auch für KI: Das hat der EDÖB am 9. November 2023 geschrieben und am 8. Mai 2025 bekräftigt. Das DSG gilt für Sachverhalte, die sich in der Schweiz auswirken, auch wenn sie im Ausland veranlasst werden (Art. 3 Abs. 1).
Laut EDÖB ist das Gesetz technologieneutral: Hersteller, Anbieter und Anwender müssen Zweck, Funktionsweise und Datenquellen transparent machen, und wer mit einem Sprachmodell kommuniziert, darf wissen, ob die eigenen Eingaben zur Verbesserung der Programme oder für andere Zwecke verwendet werden. In der Regel kannst du:
- von einem Anbieter wissen wollen, ob er Daten über dich bearbeitet: Das Auskunftsrecht (Art. 25) ist grundsätzlich kostenlos, und die Auskunft ist in der Regel innert 30 Tagen zu erteilen (Seite des EDÖB);
- die Daten, die du bekanntgegeben hast, unter bestimmten Voraussetzungen in einem gängigen elektronischen Format herausverlangen (Art. 28);
- die Berichtigung unrichtiger Daten verlangen (Art. 32 Abs. 1) und mit einer Zivilklage das Verbot einer Bearbeitung oder die Löschung der Daten (Art. 32 Abs. 2);
- einen Verdacht dem EDÖB melden, der eine Untersuchung eröffnet, wenn genügend Anzeichen für einen möglichen Verstoss bestehen (Art. 49 Abs. 1) und den die Datenschutzerklärung von OpenAI als Anlaufstelle für Personen in der Schweiz nennt.
Das sind allgemeine Hinweise, keine Rechtsberatung: Der konkrete Fall hängt von den Umständen ab.
Wie nutzt du KI für Einkauf und Haushaltsbudget, ohne deine Daten preiszugeben?
Bereite eine minimale Tabelle vor, stelle das Konto ein, bevor du etwas einfügst, und prüfe die Ergebnisse.
- Wähle nur die Daten, die du wirklich brauchst. Für Summen reichen Monat, Kategorie und Betrag in CHF, für eine Liste Artikel und Mengen (KI-Einkaufsliste erstellen).
- Entferne, was dich erkennbar macht. Lösche Namen, Adressen, Kartennummern, IBAN, Kundenkartennummern und Apothekenposten; schreibe «Winterthur» und «abends» statt Filiale und Uhrzeit.
- Stelle das Konto ein. Öffne einen temporären Chat oder schalte «Das Modell für alle verbessern» aus, kontrolliere die Erinnerung und nutze für private Fragen ein privates Konto, nicht das der Arbeit.
- Füge nur die Tabelle ein und rechne nach: Die Datenschutzerklärung von OpenAI mahnt, sich nicht auf die inhaltliche Richtigkeit der Modellantworten zu verlassen.
- Lösche am Ende den Chat, allfällige gespeicherte Erinnerungen und separat hochgeladene Dateien.
Fertige Prompts findest du im Ratgeber Kassenzettel mit KI auswerten. Willst du ganz ohne Assistenten auskommen, kannst du deine Ausgaben auch festhalten, ohne dein Bankkonto zu verknüpfen.
Wie gehst du heute mit deinen Kassenzetteln vor?
Erster Schritt für heute: Übertrage die Kassenzettel eines Monats in eine Tabelle mit Datum, Kategorie und Betrag. Wenn du weniger rechnen willst, hilft Rappn, eine kostenlose Schweizer App (iOS und Android). Sie vergleicht die aktuellen Aktionen von sieben Schweizer Detailhändlern und macht aus Kassenzetteln eine Ausgabenübersicht. Du fotografierst einen Kassenzettel, lädst ihn aus der Galerie hoch oder erfasst einen Einkauf von Hand; die App sortiert deine Einkäufe in Kategorien und zeigt deine Ausgaben nach Monat, neben deinem eigenen Monatsdurchschnitt. Die Kassenzettel exportierst du als PDF oder CSV und löschst die Spalten, die du nicht brauchst, bevor du etwas in einen Assistenten einfügst. Rappn deckt die Lebensmittel ab, nicht Miete, Versicherungen oder Steuern. Rappn baut gerade einen KI-Assistenten für den Einkauf: Du kannst dich auf die Warteliste setzen.
Aktualisiert: .
Warum Rappn?
Rappn ist eine unabhängige Preisvergleichs-App in der Schweiz, ohne kommerzielle Vereinbarungen mit Detailhändlern. Das bedeutet: Unsere Vergleiche sind wirklich unabhängig.
- 100% kostenlos: kein Abo, keine versteckten Kosten
- Neutral: keine kommerziellen Vereinbarungen mit Migros, Coop, Aldi, Lidl, Denner, Aligro oder Otto’s
- Täglich aktualisiert, sobald die Ketten ihre Aktionen veröffentlichen
- Die Aktionen der Ketten an einem Ort: suchen, filtern, vergleichen, ohne Abo
- Menüplaner in der Küche: Woche planen, Zutaten auf die Einkaufsliste schicken
Bereit zu sparen?
Installiere Rappn und vergleiche diese Woche selbst. Kein Konto erforderlich.Scanne den Code, installiere Rappn und vergleiche aktuelle Angebote. Kein Konto nötig.
Häufige Fragen
Ist ChatGPT sicher für meine persönlichen Daten?
Das hängt davon ab, was du eingibst und wie du dein Konto einstellst. Die Datenschutzerklärung von OpenAI für den EWR, das Vereinigte Königreich und die Schweiz (24. August 2026) hält fest, dass keine Übertragung über das Internet je ganz sicher ist; der EDÖB rät, die Bedingungen des Dienstes zu prüfen und, wenn du sie nicht akzeptierst, darauf zu verzichten oder wenn möglich Personendaten vor der Eingabe zu entfernen.
Verwendet ChatGPT meine Chats zum Training?
Auf persönlichen Konten ist das möglich: Laut Help Center von OpenAI (abgerufen im Oktober 2026) können deine Inhalte zum Training dienen, solange «Das Modell für alle verbessern» unter Einstellungen > Datenkontrollen eingeschaltet ist. Schaltest du es aus, werden neue Gespräche nicht mehr verwendet, ein Feedback mit Daumen hoch oder runter kann aber das ganze Gespräch nutzbar machen; ein temporärer Chat dient nicht zur Modellverbesserung, solange er temporär bleibt.
Kann ich meine ChatGPT-Chats löschen?
Ja: Du löschst einen Chat über sein Menü oder alle Chats unter Einstellungen > Datenkontrollen. Laut Help Center von OpenAI (abgerufen im Oktober 2026) verschwindet der Chat sofort aus deinem Konto und ist innerhalb von 30 Tagen zur endgültigen Löschung vorgesehen, ausser die Daten sind schon de-identifiziert oder müssen aus Sicherheits- oder Rechtsgründen länger bleiben; gespeicherte Erinnerungen und separat hochgeladene Dateien löschst du getrennt.
Was sagt das Schweizer Recht zu KI und Personendaten?
Das Datenschutzgesetz (DSG), in Kraft seit dem 1. September 2023, gilt laut EDÖB auch für KI-gestützte Bearbeitungen (Mitteilung vom 9. November 2023, am 8. Mai 2025 bekräftigt). In der Regel kannst du von einem Anbieter wissen wollen, ob er Daten über dich bearbeitet: Das Auskunftsrecht (Art. 25 DSG) ist grundsätzlich kostenlos, und die Auskunft ist in der Regel innert 30 Tagen zu erteilen.
Kann ich meine Kassenzettel mit KI auswerten?
Ja, wenn du eine Tabelle mit Monat, Kategorie und Betrag vorbereitest und Namen, Adressen, Karten- und Kundenkartennummern sowie Apothekenposten entfernst. Prompts und Kontrollen für die Summen findest du im Ratgeber «Kassenzettel mit KI auswerten».
