M-Budget vs Aldi-Eigenmarken: wer spart dir 2026 wirklich mehr?
Im K-Tipp-Korb mit 100 Alltagsprodukten (August 2025) lag Aldi mit CHF 230.94 rund 5 Prozent unter der Migros mit CHF 243.54. Auch im Qualitätsschnitt lag Aldi vorne (Kassensturz-Auswertung vom März 2009: Aldi 4.7, M-Budget 4.4). Und seit 2025 verschiebt Migros die meisten M-Budget-Linien in die Migros-Marke, den Namen M-Budget behalte man aber.
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Allgemein nein. Im unabhängigen K-Tipp-Korb mit 100 Alltagsprodukten (August 2025) kostete der Einkauf bei Aldi CHF 230.94, bei der Migros CHF 243.54, rund 5 Prozent mehr, und Aldi schnitt zudem im Qualitätsschnitt besser ab als M-Budget (Kassensturz/K-Tipp/Saldo-Auswertung von 22 Tests, publiziert am 24. März 2009: Aldi 4.7, M-Budget 4.4). M-Budget hat einen praktischen Vorteil: Man muss den Laden nicht wechseln. Zusätzliche Wendung: Seit 2025 verschiebt Migros die meisten M-Budget-Produkte in die schlichte Migros-Marke, der Name M-Budget selbst bleibe aber im Sortiment, sagt Migros.
Quellen laufend geprüft. K-Tipp-Korbtests 2022 bis 2024, Bon à Savoir 53-Artikel-Westschweiz-Vergleich, Kassensturz / SRF 22-Produkt-Qualitätsdurchschnitt, NZZ, Der Bund, Luzerner Zeitung und Blick zur M-Budget-Markenumstellung Oktober bis November 2025, Tages-Anzeiger und Infosperber zum Eigenmarken-Abbau (Januar 2026) und nau.ch (Mai 2026) mit Migros-Sprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir, dass die Marke M-Budget bleibt, plus das neue Tiefpreis-Label auf 1'000+ Produkten; Migros- und Aldi-Suisse-Unternehmenswebsites. M-Budget-Status nachgeprüft Juli 2026.
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Zwei Kostenphilosophien
Migros und Aldi Suisse konkurrieren preislich mit völlig unterschiedlichen Architekturen. Migros führt ein Stufen-im-Laden-Modell: in jeder Migros-Filiale stehen drei Preisstufen nebeneinander. M-Budget zuunterst, M-Classic in der Mitte, Premium und Spezialitäten (Sélection, Bio, Demeter) zuoberst. Die Kundschaft wählt die Stufe Produkt für Produkt.
Aldi Suisse führt ein ganzer-Laden-ist-die-Stufe-Modell. Kein Premium-Gang. Jedes Produkt ist auf Discounter-Niveau bepreist. Aldi verwendet auch keine einzelne Dachmarke wie M-Budget; stattdessen Dutzende Phantasienamen pro Kategorie: retour aux sources (Bio), Natures Gold (Konserven), Knusperone (Cerealien), Westcliff (Kaffee), GUT BIO (Bio-Überschneidung), MY VAY (pflanzlich), JUST VEG! (vegetarisch), Goldähren (Backwaren), Choceur (Schokolade), Cucina (italienisch), Le Gusto (international). Jeder Name ahmt eine echte Markenkonvention nach. Die Kundschaft merkt selten, dass ein Produkt überhaupt eine Aldi-Eigenmarke ist.
Beide Modelle funktionieren. Sie optimieren auf Verschiedenes. M-Budget hält die preisbewusste Kundschaft innerhalb der Migros. Aldi-Eigenmarken halten sie innerhalb von Aldi für alles.
M-Budget vs Aldi-Eigenmarken sind 10 bis 20 Prozent Preisabstand bei den meisten Grundnahrungsmitteln plus Qualitätsvorsprung für Aldi, und Migros baut M-Budget 2025 aktiv ab. Beide Ketten live unten.
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Warum es M-Budget überhaupt gibt: die Ursprungsgeschichte 1996
1996 kam Gianni Lutz, Marketingprojektleiter der Migros, mit einer Souvenir-Idee aus Australien zurück. Ihm war eine sehr billige Zahnpasta mit ganz einfacher Verpackung aufgefallen: schockierend günstig, fast trotzig hässlich. Als ihn der Auftrag erreichte, Migros gegen den drohenden Markteintritt deutscher Harddiscounter aufzustellen, machte Lutz aus dem Zahnpasta-Eindruck ein Briefing. Die neue Linie sollte, in seinen Worten, "sämtlichen Vorstellungen von gutem Geschmack widersprechen". Sechs Produkte starteten in grün-weisser Verpackung, bewusst als billig konstruiert.
Das war 1996. Aldi Suisse eröffnete seine ersten Schweizer Filialen erst 2005, neun Jahre später. Lidl Schweiz kam im März 2009. Coop lancierte Prix Garantie im Januar 2005, im gleichen Jahr wie Aldis Markteintritt. M-Budget war die einzige der vier grossen Billiglinien, die vor dem tatsächlichen Eintreffen der Bedrohung aufgebaut wurde.
Die Verteidigungsstrategie funktionierte. M-Budget wurde zur echten Kultmarke des Schweizer Detailhandels: eine TV-Reality-Show ("M-Budget-WG", 2011), Musikfestival-Sponsoring, Merchandise (T-Shirts, Jacken, Badetücher, Flip-Flops, Miniröcke). Auf dem Höhepunkt umfasste das Sortiment über 700 Produkte. Die eigene Geschichtsschreibung der Migros bezeichnet M-Budget als "erfolgreichste Marke" jener Zeit.
Der 30-Produkte-Vergleich Eigenmarke gegen Eigenmarke
| Detailhändler | 100-Artikel-Korb | Abstand zur Spitze |
|---|---|---|
| Aldi Suisse | CHF 230.94 | Referenz |
| Lidl Schweiz | CHF 232.83 | +0.8% |
| Migros (M-Budget wo geführt) | CHF 243.54 | +5.5% |
| Coop (Prix Garantie wo geführt) | CHF 250.70 | +8.6% |
Die welsche K-Tipp-Schwesterzeitung Bon à Savoir kam mit einem 53-Artikel-Korb zu vergleichbarem Ergebnis: Aldi CHF 124.60, Lidl CHF 126.75, Migros CHF 140.25, Coop CHF 157.35. Der strukturelle Abstand liegt bei rund 12 Prozent gegenüber Migros und 25 Prozent gegenüber Coop.
M-Budget vs Aldi-Eigenmarken, Kategorie für Kategorie (typischer Normalpreis, Mai 2026)
| Kategorie | M-Budget ca. | Aldi-Eigenmarke ca. | Abstand |
|---|---|---|---|
| Teigwaren (500g Spaghetti) | CHF 0.95 | CHF 0.85 (Cucina) | Aldi ~10% günstiger |
| Langkornreis (1kg) | CHF 1.95 | CHF 1.65 | Aldi ~15% günstiger |
| UHT-Milch (1L) | CHF 1.25 | CHF 1.15 | Aldi ~8% günstiger |
| Naturjoghurt (500g) | CHF 1.30 | CHF 1.10 | Aldi ~15% günstiger |
| Toastbrot (500g) | CHF 1.95 | CHF 1.65 (Goldähren) | Aldi ~15% günstiger |
| Bohnenkaffee (500g) | CHF 5.50 | CHF 4.50 (Westcliff) | Aldi ~18% günstiger |
| Cornflakes (500g) | CHF 2.80 | CHF 2.20 (Knusperone) | Aldi ~21% günstiger |
| Tofu nature (200g) | CHF 2.50 | CHF 1.80 | Aldi ~28% günstiger |
Preise sind typische Normalpreise, keine Aktionspreise. Aldi-Eigenmarken erscheinen unter mehreren Namen (Cucina, Goldähren, Westcliff, Knusperone, Natures Gold, retour aux sources, MY VAY u.a.). M-Budget ist im Umbau (siehe Abschnitt zur Marken-Umstellung unten).
K-Tipp identifizierte zudem einen stillen Haken: in vielen kleineren Migros- und Coop-Filialen ist das M-Budget- bzw. Prix-Garantie-Produkt für eine bestimmte Kategorie schlicht nicht im Sortiment. K-Tipp fand, dass in einer Korbrunde 5 der 40 Artikel das M-Budget-Produkt bei Migros fehlten und 6 Artikel das Prix-Garantie-Pendant bei Coop. Das günstigere Produkt existiert im Katalog, aber nicht im Laden, in dem du wirklich einkaufst. Eine Migros ohne M-Budget-Version zwingt dich auf M-Classic und schliesst den Abstand zu Aldi auf nahezu null.
Qualität: wo M-Budget zu wenig spart, wo Aldi nicht genug
Preis ist die halbe Geschichte. Kassensturz wertete über drei Jahre 22 Produkttests von Kassensturz, K-Tipp und Saldo aus, jeweils die günstigste Linie pro Detailhändler:
- Aldi-Eigenmarke: 4.7 / 6
- M-Budget: 4.4 / 6
- Prix Garantie: 4.3 / 6
Diese drei Werte stammen aus einer Auswertung von 22 Produkttests von Kassensturz, K-Tipp und Saldo, publiziert am 24. März 2009 und aus den drei Jahren davor. Sie sind historisch, keine aktuelle Qualitätsaussage.
Im Qualitätsdurchschnitt schnitt die Discounter-Basis von Aldi besser ab als beide Schweizer Dachmarken. Coop-Sprecherin Susanne Erdös ordnete das damals nüchtern ein: "Prix Garantie sind gute Produkte. Artikel, die teurer sind, haben andere Wertigkeiten (Bio, Schweizer Herkunft, Fairtrade). So hat jede Eigenmarke ihren Mehrwert." Die Einordnung ist ehrlich, sie trägt aber stärker bei Produkten, wo Herkunft und Handwerk wirklich zählen, weniger bei Items, wo das Discounter-Pendant einfach gleich schmeckt.
Kategorien-Lesart: Aldi liegt vorne bei haltbaren Grundnahrungsmitteln (Teigwaren, Reis, Cerealien, Konserven), Kaffee, Tiefkühlgemüse, Reinigungs- und Körperpflegeprodukten. M-Budget hält sich bei Milchprodukten, Frischbrot und Schweizer Herkunfts-Artikeln, wo Migros-Industrie-Produktionsvolumen zählt. Aldi verliert gelegentlich bei Schokolade und Confiserie (der Fall Moser-Roth-Lindor-Lookalike ist bekannt, in einem Aargauer Urteil 2025 wurde der zu nahe Verpackungsschnitt in der Schweiz verboten).
Die versteckte Steuer: M-Budget bei Migros vs Aldi-Eigenmarke ausserhalb Migros
Der Preisabstand sieht auf dem Papier überzeugend aus. Drei Faktoren machen den Abstand in der Praxis kleiner.
Filialverfügbarkeit. Aldi Suisse hat rund 220 Schweizer Filialen, Migros über 600. Für einen erheblichen Teil der Schweizer Haushalte liegt Aldi nicht am Arbeitsweg. Ein zusätzlicher Aldi-Trip kostet Zeit (typischerweise 30 bis 60 Minuten Hin und zurück) und allenfalls Treibstoff. Bei einem CHF 80 Wocheneinkauf entspricht ein 15-Prozent-Preisabstand etwa CHF 12. Wenn der Aldi-Run dafür eine zusätzliche Stunde kostet gegenüber dem Migros-Weg, ist der implizite Stundensatz tief. Wer monatlich Aldi-Batch-Einkäufe macht, profitiert klar. Wer eine dedizierte Extra-Fahrt einplanen müsste, oft nicht.
Sortimentslücken. Aldi führt schlicht gewisse Artikel nicht, die Schweizer Haushalte erwarten. Bestimmte Käsesorten, gewisse Schweizer Fleischherkünfte, regionale Spezialitäten, Nischen-Diätlinien und viele Frischprodukte haben dort kleinere Auswahl. Wer versucht, zu 100 Prozent bei Aldi einzukaufen, macht oft trotzdem einen Migros-Stopp, was bedeutet, dass die Komfortmarge auf einem kleineren ergänzenden Korb fällig wird.
Treueprogramme. Migros hat Cumulus, Coop hat Supercard, Lidl hat Lidl Plus. Aldi hat kein Treueprogramm. Die Philosophie: täglich tiefe Preise für alle, keine Karten, keine Apps. Für Kundschaft, die Treuepunkte und Coupons aktiv nutzt (effektive Wertschöpfung CHF 100 bis 250 pro Jahr bei aktiver Nutzung), ist das fehlende Aldi-Programm eine kleine, aber reale Gegenrechnung.
Die Umstellung: M-Budget wird ausgedünnt
Die wichtigste Entwicklung für diesen Vergleich ist auch die neueste. Ende 2025 hat Migros begonnen, die Marke M-Budget aktiv auszudünnen. K-Tipp meldete im Oktober 2025, das Sortiment sei innert Jahresfrist von rund 700 auf etwa 500 Produkte geschrumpft, also um rund 29 Prozent oder 200 Linien; Migros selbst äussert sich nicht zu genauen Zahlen. Gestrichene M-Budget-Artikel wandern nicht in eine Tiefpreis-Linie. Sie werden im schlichten Migros-Eigenmarkendesign neu verpackt, zu unveränderten Preisen, und das grün-weisse M-Budget-Kleid verschwindet mit ihnen: genannt werden etwa Oliven, Citro, Handseife und Mayonnaise. Einen Übergangs-Aufkleber «Ehemals M-Budget» belegt keine Quelle, wir behaupten ihn deshalb nicht mehr. M-Budget Mobile wurde im August 2025 in Migros Mobile umbenannt. Die offizielle Begründung von Marketingchef Rémy Müller: Kundschaft habe sich teilweise geschämt, etwa eine M-Budget-Mayonnaise auf den Tisch zu stellen, wenn Gäste da seien. Das neue Design solle das Produkt salonfähig machen, die Preise sollen gleich bleiben.
Stand Juli 2026. Die Umstellung läuft weiter, und Migros hat den Namen nicht abgeschafft. Eine Sprecherin sagte im Mai 2026, M-Budget bleibe die bekannte Marke der Migros für besonders günstige Produkte mit klarer Präsenz, Standardbeispiel ist der Energydrink für 40 Rappen. Parallel hat Migros ein separates Tiefpreis-Label eingeführt, das über 1'000 Alltagsprodukte im ganzen Sortiment markiert, von Bio-Linien bis zu Markenartikeln. Die ehrliche Lesart für dich als Kundin oder Kunde: Das M-Budget-Logo verschwindet von vielen Produkten, die tiefen Preise nicht, und die praktische Folge ist: Die günstigen Linien verlieren ihr eigenes Kleid, die optische Abkürzung zum billigsten Regalartikel fällt weg, und du vergleichst besser den Grundpreis pro 100 g oder Liter, statt nach einer Verpackung zu suchen. Coop geht den umgekehrten Weg und baut Prix Garantie Richtung 1'800 bis 2'000 Artikel aus, während Migros M-Budget ausdünnt. Das Tiefpreis-Signal wandert vom Markennamen aufs Regal-Etikett.
Migros stellt 80 ihrer rund 250 Eigenmarken ein, Marketingchef Rémy Müller nannte die Zahl im Migros-Magazin, und bezeichnet den Schritt als Verpackungswechsel, nicht als Sortimentsabbau: gleicher Inhalt, gleicher Preis, das schlichte Migros-Logo ersetzt Namen wie «Oh!» und «M-Classic». Etablierte Marken wie Frey, Farmer oder Blévita bleiben. Die Umstellung dauert laut Migros rund zwei Jahre. Coop ist parallel daran: Die ältere Linie "Coop Qualité & Prix" wird ab 2024 in die einfache Coop-Marke integriert. Beide Detailhändler sagen klar: die günstigen Produkte bleiben, aber die Markennamen, die "das ist der billige Tarif" signalisierten, verschwinden.
Für die Kundschaft, die 2026 die M-Budget-vs-Aldi-Rechnung macht, heisst das praktisch: M-Budget selbst wird zum beweglichen Ziel. Manche Linien behalten das Logo, andere werden zu blossem Migros. Die zugrunde liegenden Produkte und Preise bleiben (bisher), aber das visuelle Erkennungssignal löst sich auf.
Kategorie für Kategorie
- Teigwaren, Reis, Cerealien, Kaffee, Reinigung: Aldi lag in den K-Tipp-Tests beim Preis tiefer und in der Kassensturz-Auswertung von 2009 beim Qualitätsschnitt höher. Lohnt sich, wenn ein Aldi auf dem Weg liegt.
- Milchprodukte (UHT-Milch, Joghurt): Aldi oft günstiger bei vergleichbarer Qualität. M-Budget akzeptabel, wenn Aldi nicht praktisch erreichbar.
- Frischbrot: Unentschieden. Lidl-Bäckerei oft hervorgehoben, Aldi akzeptabel, Migros-Bäckereien breiter im Sortiment.
- Pflanzlich / vegetarisch: Aldis MY VAY und JUST VEG! deutlich günstiger als Migros V-Love / Cornatur zum Normalpreis.
- Schokolade, Confiserie, Schweizer Spezialitäten: Migros behält Qualitäts- und Herkunftsvorteil.
- Komfort: M-Budget hat den Vorteil, dass es im Laden ist, wo du sowieso einkaufst.
Für den breiteren Detailhändlervergleich siehe das Ranking zum günstigsten Supermarkt der Schweiz und die Aldi Schweiz Sortiment- und Preisseite. Das Migros-Sortiment und die M-Budget vs Prix Garantie Vergleichsseite ergänzen das Bild.
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Häufige Fragen
Ist M-Budget günstiger als die Aldi-Eigenmarken?
In der Regel nein. Im unabhängigen 100-Artikel-Korb des K-Tipp vom August 2025 (jeweils das günstigste verfügbare Produkt im Laden) lag Aldi Suisse rund 5 Prozent unter Migros (Aldi CHF 230.94 vs Migros CHF 243.54). Bei einzelnen Artikeln ist der Abstand bei haltbaren Grundnahrungsmitteln am grössten, bei Milchprodukten und Frischbrot am kleinsten.
Wann wurde M-Budget lanciert?
1996. Migros startete M-Budget mit sechs Produkten als vorbeugende Verteidigung gegen den erwarteten Markteintritt der deutschen Harddiscounter Aldi und Lidl. Aldi Suisse eröffnete erst 2005 die ersten Schweizer Filialen, neun Jahre später; Lidl Schweiz folgte im März 2009. M-Budget zählte zwischenzeitlich über 700 Produkte und wird seit 2025 schrittweise abgebaut.
Hat M-Budget die gleiche Qualität wie Aldi-Eigenmarken?
Im Durchschnitt leicht tiefer. Kassensturz wertete im März 2009 22 Produkttests von Kassensturz, K-Tipp und Saldo aus: Aldi-Eigenmarke schnitt im Schnitt mit 4.7 von 6 ab, M-Budget mit 4.4 (Prix Garantie 4.3). Aldi liegt vor allem bei haltbaren Grundnahrungsmitteln vorne, M-Budget hält sich bei Milchprodukten und Schweizer-Herkunfts-Artikeln.
Kann ich den ganzen Wocheneinkauf nur mit M-Budget machen?
Nicht leicht. M-Budget umfasst per 2025 noch rund 500 Artikel (von 700 im Vorjahr). Einige Kategorien haben keine M-Budget-Option, und K-Tipp fand, dass viele kleinere Migros-Filialen die M-Budget-Version eines Produkts nicht führen, selbst wenn der Katalog sie listet. Ein reiner M-Budget-Einkauf ist eher in grösseren Vorort-Migros möglich.
Warum hat Aldi keine einzelne Hausmarke wie M-Budget?
Aldis ganzer-Laden-ist-Discounter-Modell heisst, es muss kein «das ist der billige Tarif» signalisiert werden. Jedes Aldi-Produkt ist der billige Tarif. Aldi nutzt stattdessen Dutzende kategorie-spezifische Phantasienamen (Natures Gold, Knusperone, Westcliff, Cucina, Goldähren, MY VAY, JUST VEG!, GUT BIO u.a.), einige bewusst in einem Design, das an echte Markenkonventionen erinnert.
Werden Aldi-Eigenmarken-Produkte von Markenherstellern produziert?
Oft ja, manchmal in denselben Fabriken. Aldi bezieht von einer Mischung aus Vertragsproduzenten, darunter solche, die auch Markenprodukte herstellen. Die vertraglichen Beziehungen sind nicht öffentlich auf SKU-Ebene, aber Qualitätstests haben Aldi-Eigenmarken konstant auf oder nahe Marken-Niveau gefunden. Der Discounter-Preis kommt vor allem aus Lieferketten-Effizienz, schmaler SKU-Auswahl und fehlenden Marketingausgaben.
