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Kann man im Supermarkt in der Schweiz mit Euro bezahlen?

Ob ein Supermarkt Euro annimmt, entscheidet er selbst: In der Schweiz ist der Franken die Währung, und der Euro ist kein gesetzliches Zahlungsmittel. Coop und Coop Pronto schreiben, dass man mit Euro bezahlen kann und das Rückgeld in Franken erhält; bei Coop gilt das an allen Kassen für Euro-Noten, ausgenommen 200- und 500-Euro-Noten. Für Migros, Aldi, Lidl und Denner haben wir keine aktuelle schriftliche Regel gefunden. Den Kurs legt das Geschäft fest: Am 27. Oktober 2026 lag der EZB-Referenzkurs bei 1 Euro = 0.9239 Franken, also bei CHF 92.39 für 100 Euro. Mit der Karte zahlst du in Franken: Schlägt das Terminal Euro vor, wähle CHF.

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Papierhände tauschen leere Papierstreifen über einer Theke, mit roter Schnur und gelben Stecknadeln.

Wer mit Euro in der Tasche in der Schweiz einkaufen will, etwa auf der Durchreise, als Grenzgängerin oder Grenzgänger oder frisch zugezogen, fragt sich, ob die Euro an der Kasse reichen. Die Antwort hängt vom Geschäft ab, und unter den grossen Detailhändlern haben wir eine aktuelle schriftliche Regel nur für Coop und Coop Pronto gefunden. Hier steht, was die Quellen sagen, was deine Euro in Franken wert sind und worauf du beim Bezahlen achten solltest.

Geprüft am 28. Oktober 2026. Quellen: Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) zu den gesetzlichen Zahlungsmitteln; Schweiz Tourismus; Fragen und Antworten von Coop zu den Verkaufsstellen; Kundendienst von Coop Pronto; EZB-Referenzkurs vom 27. Oktober und vom 31. August 2026; Visa, BEUC und Moneyland zur dynamischen Währungsumrechnung; Zahlungs- und Hilfeseiten von Lidl Schweiz, Migros, Denner, Aligro, Manor, Aldi Suisse und Otto's; Test von Bon à Savoir vom 22. Oktober 2014. Die Ketten können ihre Regeln jederzeit ändern.

Rappn ist eine unabhängige Schweizer App zum Vergleich von Lebensmittelpreisen, ohne kommerzielle Vereinbarungen mit Detailhändlern.

Welche Supermärkte akzeptieren Euro-Bargeld?

Das entscheidet das einzelne Geschäft. Laut der Eidgenössischen Finanzverwaltung (EFV) definiert das Bundesgesetz über die Währung und die Zahlungsmittel (WZG) den Franken als schweizerische Währung, und gesetzliche Zahlungsmittel sind Banknoten, Münzen und Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank: Der Euro gehört nicht dazu. Ob ein Geschäft ihn annimmt, ist deshalb seine Entscheidung, kein Anspruch der Kundschaft.
QuelleWas sie zum Euro an der Kasse schreibtWann
Coop, Fragen zu den Verkaufsstellen«Ja, die Bezahlung mit Euro-Noten ist an allen Kassen möglich. Bitte beachten Sie, dass 200- und 500-Euro-Noten nicht angenommen werden. Das Rückgeld erhalten Sie in Schweizer Franken (CHF).»Gelesen am 28. Oktober 2026
Coop Pronto, Kundendienst«In den Coop Pronto Shops können Sie mit Euro bezahlen. Das Wechselgeld erhalten Sie jedoch in Schweizer Franken.»Gelesen am 27. Oktober 2026
Schweiz Tourismus, Seite «Währung»«Sehr oft ist es auch möglich, in Euro zu bezahlen (Wechselgeld in CHF).»Ohne Datum, gelesen am 27. Oktober 2026
Schweiz Tourismus, Help Center (englische Version)Alle grossen Warenhäuser und viele Geschäfte, Hotels, Restaurants und Souvenirläden akzeptieren Euro als Zahlungsmittel; das Rückgeld gibt es jedoch in Schweizer FrankenSeite 2016 erstellt, gelesen am 27. Oktober 2026
Bon à Savoir, Test vom 22. Oktober 2014Migros, Coop, Aldi, Denner, Globus, Lidl und Manor nahmen Euro ganz oder teilweise an: nur Banknoten, ab 5 Euro, mit Rückgeld in Schweizer FrankenAusgabe November 2014

Für die übrigen Ketten haben wir keine aktuelle schriftliche Regel gefunden. Auf den Seiten von Lidl Schweiz, Migros, Denner, Aligro und Manor, die wir gelesen haben, kommt der Euro nicht vor. Im Hilfecenter von Aldi Suisse findet die Suche nach «Euro» keine Ergebnisse (gelesen am 28. Oktober 2026). Die Zahlungsarten-Seite von Otto's gilt für den Onlineshop und nennt für Bestellungen nur Franken. Der Test von 2014 reicht nicht, um zu sagen, was heute an deiner Kasse gilt: Frag nach, bevor du den Einkauf aufs Band legst.

Drei Fragen helfen an der Kasse: «Nehmen Sie Euro-Noten an?», «Zu welchem Kurs?» und «Gibt es das Rückgeld in Franken?». Hast du nur Münzen, frag zuerst: Coop nennt nur Euro-Noten, im Test von 2014 nahmen die Ketten nur Banknoten ab 5 Euro an, und zu Münzen haben wir bei keiner Kette eine Aussage gefunden.

Du fragst dich, ob Euro funktionieren? Rappn zeigt dir die Aktionen der sieben Ketten in CHF, gefiltert auf deinen Kanton, damit du den Aktionspreis schon vor der Kasse kennst. Tippe auf die Tabs.

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Welchen Kurs wenden die Supermärkte an?

Den Kurs legt das Geschäft fest, und wir haben ihn bei keiner Kette veröffentlicht gefunden. Als Vergleichswert dient der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank (EZB): Am 27. Oktober 2026 lag er bei 1 Euro = 0.9239 Franken, 1 Franken war also etwa 1.08 Euro wert. Er bewegt sich täglich: Am 31. August 2026 waren es 0.9376 Franken, 100 Euro entsprachen damals CHF 93.76, am 27. Oktober CHF 92.39.
Euro-BanknoteFranken zum EZB-Kurs vom 27. Oktober 2026
10 EuroCHF 9.24
20 EuroCHF 18.48
50 EuroCHF 46.20
100 EuroCHF 92.39
200 EuroCHF 184.78

Berechnung von Rappn: Betrag × 0.9239, auf den Rappen gerundet. Der EZB-Kurs ist ein Marktreferenzkurs, nicht der Kurs an der Kasse. Coop schreibt, dass 200- und 500-Euro-Noten nicht angenommen werden.

Bevor du die Note abgibst, frag, wie viele Franken du dafür bekommst, und vergleiche mit der Tabelle: Jeder Prozentpunkt, den die Kasse unter dem EZB-Kurs liegt, kostet rund 92 Rappen pro 100 Euro. Gibt dir die Kasse für 100 Euro zum Beispiel CHF 90.00, sind das CHF 2.39 weniger als zum EZB-Kurs (Rechenbeispiel, kein gemessener Kurs).

Der einzige unabhängige Vergleich der Ketten, den wir kennen, stammt vom 22. Oktober 2014: Das Konsumentenmagazin Bon à Savoir stellte fest, dass jede der sieben getesteten Ketten mit ihrem eigenen Kurs rechnete. Die Kurse lagen zwischen 1.16 und 1.20 Franken pro Euro, bei 1.1795 der UBS und 1.1815 der Credit Suisse am selben Tag. Die Tabelle trug den Titel «Les euros sont repris à un taux honorable dans les grandes surfaces» (sinngemäss: Euro werden in den Grossverteilern zu einem anständigen Kurs zurückgenommen). Damals war ein Euro deutlich mehr wert als heute: Diese Zahlen zeigen, wie gerechnet wurde, nicht, was du jetzt bekommst.

Karte oder Bargeld: Was raten die Quellen?

Schweiz Tourismus empfiehlt in seinem Help Center, Schweizer Franken an einem Bancomaten abzuheben oder mit Karte zu zahlen. Mit der Karte in Franken rechnet dein Kartenanbieter den Betrag zu seinem Kurs um: Prüfe, was deine Bank für Zahlungen in Fremdwährung verrechnet. Bei Euro-Bargeld bestimmt das Geschäft den Kurs. Eine Quelle, die Karte und Euro-Bargeld an einer Schweizer Supermarktkasse vergleicht, haben wir nicht gefunden.
Wie du zahlstWer die Euro in Franken umrechnetWas die Quellen sagen
Euro-Banknoten an der KasseDas Geschäft, zu seinem KursKurs bei den gelesenen Ketten nicht veröffentlicht; Rückgeld laut Coop, Coop Pronto und Schweiz Tourismus in Franken; Coop nimmt keine 200- und 500-Euro-Noten an
Karte, Belastung in Franken (CHF)Dein Kartenanbieter, zu seinem KursBEUC und Moneyland raten zur Landeswährung; die Kosten hängen von deiner Bank ab
Karte, Belastung in Euro (dynamische Währungsumrechnung)Das Terminal, zum Kurs der Bank des GeschäftsVisa: Der Preis beinhaltet Wechselkurse und zusätzliche Gebühren. Moneyland: Aufschläge von mehr als 10 Prozent auf den Interbankenkurs sind «keine Seltenheit»
Franken in barDu, vorher, an einem Bancomaten oder WechselschalterSchweiz Tourismus empfiehlt, Franken an einem Bancomaten abzuheben

Der Fall, den du kennen solltest, ist die dynamische Währungsumrechnung (englisch Dynamic Currency Conversion, DCC): Das Terminal fragt, ob der Betrag in Franken oder in Euro belastet werden soll. Visa schreibt auf seiner Schweizer Seite, bei der Umrechnung durch den Händler beinhalte der Preis «die Wechselkurse und zusätzliche Gebühren», und die Wahl liege bei dir. Visa verlangt von den Händlern, auf dem Bildschirm und dem Beleg die Beträge in beiden Währungen, den Wechselkurs und die zusätzlichen Gebühren anzuzeigen, und empfiehlt, die Umrechnung abzulehnen, wenn du diese Angaben nicht siehst oder dich unter Druck gesetzt fühlst.

BEUC, der europäische Verbraucherverband (2016), und Moneyland, ein Schweizer Vergleichsportal (Juni 2026), raten, immer in der Landeswährung zu zahlen, hier also in Franken. Laut BEUC erfolgt die Umrechnung bei der Belastung in der eigenen Währung zum Kurs der Bank des Geschäfts, der oft teurer ist als der Kurs des eigenen Kartenanbieters. Moneyland schreibt für Schweizer Karten im Ausland, Aufschläge von mehr als 10 Prozent auf den Interbankenkurs seien bei der dynamischen Währungsumrechnung «keine Seltenheit».

Kommt dein Lohn in Franken, etwa als Grenzgängerin oder Grenzgänger, ist eine Karte auf einem Franken-Konto der einfachste Weg: Beim Bezahlen in CHF gibt es keine Umrechnung.

Mehr zum Bezahlen im Supermarkt, Kette für Kette, mit Twint und Karten, steht im Ratgeber Bezahlmethoden im Supermarkt. Wenn du nur kurz in der Schweiz bist, hilft Einkaufen in der Schweiz als Tourist, und wann die Läden offen sind, steht in den Öffnungszeiten der Supermärkte.

So siehst du es in Rappn

Der Wechselkurs an der Kasse ist nur ein Teil der Rechnung: Was dein Einkauf kostet, hängt von der Woche und vom Produkt ab, und in Rappn siehst du die Aktionen, täglich aktualisiert.
Rappn ist kostenlos und unabhängig, ohne kommerzielle Vereinbarungen mit einem Detailhändler, und zeigt die Aktionen von 7 Schweizer Ketten für alle 26 Kantone, mit einem Hinweis, wenn ein Produkt, dem du folgst, in Aktion geht. Die Aktionen findest du im Preisvergleich.

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Rappn ist eine unabhängige Preisvergleichs-App in der Schweiz, ohne kommerzielle Vereinbarungen mit Detailhändlern. Das bedeutet: Unsere Vergleiche sind wirklich unabhängig.

  • 100% kostenlos: kein Abo, keine versteckten Kosten
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Häufige Fragen

Kann man in der Schweiz im Supermarkt mit Euro bezahlen?

Oft ist es möglich, aber das Geschäft entscheidet: Der Euro ist in der Schweiz kein gesetzliches Zahlungsmittel. Schweiz Tourismus schreibt: «Sehr oft ist es auch möglich, in Euro zu bezahlen (Wechselgeld in CHF).» Frag an der Kasse, bevor du den Einkauf aufs Band legst.

Nehmen Migros, Coop, Aldi, Lidl und Denner Euro an?

Coop schreibt, dass die Bezahlung mit Euro-Noten an allen Kassen möglich ist, ausgenommen 200- und 500-Euro-Noten, und dass das Rückgeld in Franken kommt. Coop Pronto schreibt für seine Shops, dass man mit Euro bezahlen kann und das Rückgeld in Franken erhält. Für Migros, Aldi, Lidl und Denner haben wir keine aktuelle schriftliche Regel gefunden (geprüft am 28. Oktober 2026). 2014 stellte Bon à Savoir fest, dass Migros, Coop, Aldi, Denner, Lidl und Manor Euro annahmen, nur als Banknoten. Frag an der Kasse deines Geschäfts.

Welchen Euro-Kurs geben die Supermärkte?

Das Geschäft wählt den Kurs, und wir haben ihn bei keiner Kette veröffentlicht gefunden: Frag, bevor du die Note abgibst. Zum Vergleich: Am 27. Oktober 2026 lag der EZB-Referenzkurs bei 1 Euro = 0.9239 Franken, also sind 100 Euro CHF 92.39 wert. Im Vergleich von Bon à Savoir vom 22. Oktober 2014 rechneten die sieben getesteten Ketten mit 1.16 bis 1.20 Franken pro Euro, bei 1.1795 der UBS: ein historischer Wert, er gilt nicht für heute.

Gibt es das Rückgeld in Franken, und werden Euro-Münzen angenommen?

Laut Coop, Coop Pronto und Schweiz Tourismus kommt das Rückgeld in Franken zurück. Coop nennt nur Euro-Noten, und zu Münzen haben wir bei keiner Kette eine Aussage gefunden: Im Test von Bon à Savoir 2014 nahmen die Ketten nur Banknoten ab 5 Euro an. Hast du nur Kleingeld, frag vorher.

Zahle ich besser mit Karte oder mit Euro-Bargeld?

Schweiz Tourismus empfiehlt, Franken an einem Bancomaten abzuheben oder mit Karte zu zahlen. Mit der Karte in Franken rechnet dein Kartenanbieter zu seinem Kurs um: Prüfe, was deine Bank für Zahlungen in Fremdwährung verrechnet. Bei Euro-Bargeld bestimmt das Geschäft den Kurs, und wir haben ihn bei keiner Kette veröffentlicht gefunden.

Das Terminal fragt nach Franken oder Euro: Was wähle ich?

Franken (CHF). Visa schreibt, dass die Wahl bei dir liegt und dass bei der Umrechnung durch den Händler der Preis «die Wechselkurse und zusätzliche Gebühren» beinhaltet; BEUC und Moneyland raten zur Landeswährung, und Moneyland nennt Aufschläge von mehr als 10 Prozent auf den Interbankenkurs «keine Seltenheit». Siehst du den Kurs nicht oder fühlst du dich unter Druck gesetzt, empfiehlt Visa, die Umrechnung abzulehnen.

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