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Einkaufen in der Schweiz als Tourist: Sonntag, Zeiten, Preise

Der Sonntag ist kein Ladenentscheid, sondern Art. 18 ArG: Beschäftigung ist von Samstag 23 Uhr bis Sonntag 23 Uhr verboten. Offen sind Bahnhöfe und Flughäfen der Bundesliste (Art. 26a ArGV 2), Tankstellenshops an Hauptachsen (Art. 26 ArGV 2) und Betriebe in Fremdenverkehrsgebieten während der Saison (Art. 25 ArGV 2). Die Zeiten von Montag bis Samstag regeln die Kantone. Preisniveau Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke 2024 laut Eurostat: 158,5 gegenüber EU-27 = 100.

Beleuchteter Schweizer Bahnhofsladen am Abend, im Vordergrund ein Reisender mit Rucksack und Einkaufstasche

Fast jeder Schweizer Supermarkt bleibt am Sonntag zu, und das ist Bundesrecht und nicht die Laune eines Filialleiters: Zwischen Samstag 23 Uhr und Sonntag 23 Uhr ist die Beschäftigung von Arbeitnehmenden nach Art. 18 des Arbeitsgesetzes (ArG) verboten, wie das SECO in seinem FAQ zur Ladenöffnung am Sonntag festhält. Die Ausnahmen, die dir als Gast wirklich nützen, sind Läden in den grossen Bahnhöfen und Flughäfen auf der Bundesliste (Art. 26a ArGV 2), Reisebedarfs- und Tankstellenshops an Autobahnen und Hauptverkehrswegen (Art. 26 ArGV 2), Bäckereien mit überwiegend eigenen Produkten (Art. 27 ArGV 2) sowie Betriebe in Fremdenverkehrsgebieten während der Saison (Art. 25 ArGV 2). Für den Rest der Woche gibt es gar kein Bundesgesetz: Die Zeiten von Montag bis Samstag schreiben die Kantone, deshalb tickt Zürich anders als Genf. Und das Essen selbst ist teuer — im Preisniveauvergleich von Eurostat für 2024 lag die Schweiz bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken bei 158,5 gegenüber einem EU-27-Durchschnitt von 100.

Stand: August 2026.

Quellen laufend geprüft. SECO, FAQ zur Ladenöffnung am Sonntag (Art. 18 ArG; Art. 25, 26, 26a, 27 und 29 ArGV 2), abgerufen am 3. August 2026. Kanton Zürich, Ruhetags- und Ladenöffnungsgesetz (RLG) vom 26. Juni 2000, § 4 und § 5. Kanton Genf, Loi sur les heures d'ouverture des magasins (LHOM, RSG I 1 05), Art. 9, 14 und 16, gelesen auf silgeneve.ch. Eurostat, Datensatz prc_ppp_ind, Preisniveauindizes EU27_2020 = 100, Referenzjahr 2024, direkt abgefragt am 3. August 2026. Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV), geltende Mehrwertsteuersätze. Swiss Payment Monitor 2026, Ausgabe 1/2026 (ZHAW School of Management and Law und Universität St.Gallen), Erhebung Oktober/November 2025, publiziert am 19. Februar 2026. SVGW, FAQ Trinkwasser. Swiss Recycle zu PET-Getränkeflaschen. SVUG zum Pflichtpfand. BauernZeitung, 10. November 2022, zum Depot auf der Mehrweg-Glasflasche. Watson, 7. Februar 2026, zu den Filialzahlen per Ende 2025. Unternehmensseiten von ALIGRO und OTTO'S.

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Warum ist am Sonntag in der Schweiz alles geschlossen?

Weil die Einschränkung im Arbeitsrecht steht, nicht in einer Ladenpolitik. Das SECO formuliert die Regel klar: Zwischen Samstag 23 Uhr und Sonntag 23 Uhr ist die Beschäftigung von Arbeitnehmenden verboten (Art. 18 ArG). Ein Supermarkt, der öffnen wollte, bräuchte zuerst die Bewilligung, Leute arbeiten zu lassen — und für den gewöhnlichen Lebensmittelhandel gibt es sie nicht. Dazu kommt der zweite Teil, der Gäste überrascht: Ob ein Laden am Sonntag überhaupt offen sein darf, regeln laut SECO die kantonalen Ladenöffnungsgesetze. Eine einzige nationale Antwort gibt es also nicht.

Die Ausnahmen sind eng, aber brauchbar. Die Verordnung 2 zum Arbeitsgesetz nimmt Kioske sowie Betriebe für Reisende an Bahnhöfen, Flughäfen und Terminals aus, ebenso Tankstellenshops an Autobahnen und Hauptverkehrswegen, die dem Bedarf der Reisenden dienen (Art. 26 ArGV 2). Eine eigene Bundesliste erfasst die grossen Zentren des öffentlichen Verkehrs — darunter der Zürcher Hauptbahnhof und Genève-Cointrin —, wo die Läden am Sonntag schlicht offen sein dürfen (Art. 26a ArGV 2). Bäckereien mit überwiegend eigener Produktion sind ausgenommen (Art. 27 ArGV 2), Blumenläden ebenfalls (Art. 29 ArGV 2). Und entscheidend für Zermatt oder Interlaken: Betriebe in Fremdenverkehrsgebieten dürfen während der Saison die Kundschaft bedienen (Art. 25 ArGV 2). Deshalb wirkt ein Ferienort offen, während ein Stadtquartier ausgestorben ist.

Praktisch heisst das: Der Sonntagseinkauf findet im Bahnhof oder im Tankstellenshop statt, nicht im Supermarkt, und das Sortiment ist kleiner. Was dort wirklich im Regal steht, steht in unseren Ratgebern zum Einkaufen am Sonntag in der Schweiz und zu avec, Aperto und den Schweizer Bahnhofkiosken. Feiertage folgen derselben Logik wie Sonntage — am 1. August fällt das vielen auf.

Bis wann haben Schweizer Supermärkte offen?

Das hängt vom Kanton ab, und die Unterschiede sind gross. Im Kanton Zürich können die Läden des Detailhandels von Montag bis Samstag grundsätzlich ohne zeitliche Beschränkung offen sein (§ 4 RLG), begrenzt nur durch das eidgenössische Nachtarbeitsverbot von 23 bis 6 Uhr (Art. 16 ArG); an öffentlichen Ruhetagen sind sie geschlossen zu halten (§ 5 RLG), und eine Gemeinde kann bis zu vier Sonntage pro Jahr bezeichnen, einheitlich für das ganze Gemeindegebiet (§ 5 Abs. 3 RLG). Genf schreibt die Uhrzeit dagegen ins Gesetz. Nach Art. 9 des kantonalen Ladenöffnungsgesetzes (LHOM, RSG I 1 05) ist die ordentliche Schliessungszeit 19 Uhr, am Freitag 19.30 Uhr und am Samstag 18 Uhr. Art. 14 erlaubt zusätzlich einen Abend pro Woche bis 21 Uhr — welchen Abend, sagt das Gesetz nicht; in Genf ist es traditionell der Donnerstag. Verlass dich also nicht darauf, sondern schau die Zeiten der konkreten Filiale nach.

FrageKanton ZürichKanton Genf
Ordentliche Schliessung Mo-DoKeine gesetzliche Schliessungszeit (§ 4 RLG)19 Uhr (Art. 9 LHOM)
FreitagKeine gesetzliche Schliessungszeit (§ 4 RLG)19.30 Uhr (Art. 9 LHOM)
SamstagKeine gesetzliche Schliessungszeit (§ 4 RLG)18 Uhr (Art. 9 LHOM)
AbendverkaufNicht nötig — keine gesetzliche GrenzeEin Abend pro Woche bis 21 Uhr (Art. 14 LHOM); der Tag ist gesetzlich nicht festgelegt
Sonntag und RuhetageGeschlossen zu halten (§ 5 RLG)Geschlossen an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen, ausser bei einer Ausnahme nach ArGV 2 (Art. 16 LHOM)
Sonntagsverkäufe pro JahrBis zu vier pro Gemeinde (§ 5 Abs. 3 RLG)Zwei pro Jahr, dazu der 31. Dezember bis 17 Uhr (Art. 16 LHOM)
NachtarbeitLandesweit verboten von 23 bis 6 Uhr (Art. 16 ArG) — 24-Stunden-Supermärkte gibt es nicht

Zwei praktische Folgen. Erstens: Wer am Dienstag nach 19 Uhr in Genf ankommt, landet im Bahnhof- oder Tankstellenshop, nicht im Supermarkt — es sei denn, es ist gerade der Abendverkauf dieses Ladens. Zweitens ist der Donnerstag der Tag, an dem die Aktionswoche kippt: Migros, Coop und Denner starten ihre Wochenaktionen am Donnerstag, während Aldi Suisse und Lidl Schweiz am Montag und am Donnerstag neue Angebote bringen. Die Zeiten pro Filiale bleiben unterschiedlich; die Übersicht nach Kette steht in unserem Ratgeber zu den Öffnungszeiten der Supermärkte in der Schweiz.

Wie teuer ist der Einkauf in der Schweiz wirklich?

Teuer — und der ehrliche Massstab ist die EU, nicht das Heimatland. Das Kaufkraftparitäten-Programm von Eurostat deckt EU, EFTA und Beitrittskandidaten ab, eine vergleichbare Zeile für die USA oder Grossbritannien gibt es also nicht. Gegenüber dem EU-27-Durchschnitt von 100 lag die Schweiz 2024 — dem jüngsten Jahr der Reihe — bei 158,5 für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke, bei 174,4 für den gesamten Konsum der privaten Haushalte und bei 170,8 für Restaurants und Hotels. Im Klartext: Auswärts essen kostet rund sieben Zehntel mehr als im EU-Schnitt, den Kühlschrank füllen knapp sechs Zehntel mehr.

LandPreisniveau Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (2024, EU-27 = 100)Was das heisst
Schweiz158,5Rund 59 Prozent über dem EU-27-Schnitt
Österreich110,5Das teuerste der vier Nachbarländer
Frankreich110,1Praktisch gleichauf mit Österreich
Deutschland102,7Knapp über dem EU-Schnitt
Italien101,7Am nächsten am EU-Schnitt
EU-27-Durchschnitt100Die Referenzlinie

Eurostat, Datensatz prc_ppp_ind, Preisniveauindizes EU27_2020 = 100, Referenzjahr 2024, Kategorie A0101 (Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke), abgefragt am 3. August 2026.

Achte auf den Abstand zwischen dem Lebensmittel- und dem Restaurantwert: Selber kochen ist der grösste Hebel, den du als Gast hast. An der Steuer liegt das hohe Niveau übrigens nicht — die ESTV weist für Lebensmittel im Laden den reduzierten Satz von 2,6 Prozent aus, gegenüber 8,1 Prozent Normalsatz und 3,8 Prozent auf Beherbergung. Essen im Restaurant fällt nicht unter diesen reduzierten Satz, was den höheren Restaurantwert mit erklärt.

Ob derselbe Warenkorb diese Woche bei der einen oder der anderen Kette günstiger ist, kann ein Ratgeber nicht allgemein beantworten: Es kommt darauf an, welche Produkte du kaufst, welche Ketten rund um deine Unterkunft überhaupt erreichbar sind und was gerade in Aktion ist. Genau das zeigt Rappn live — über 10 000 aktuelle Angebote von sieben Schweizer Ketten, gratis, ohne dass eine Kette für eine Platzierung bezahlt.

Welche Ketten begegnen dir überhaupt?

Sieben Namen decken fast alles ab, woran du vorbeikommst. Die Filialzahlen beziehen sich auf Ende 2025 nach Watson vom 7. Februar 2026, ausser bei ALIGRO und OTTO'S, wo die Unternehmensseiten die Quelle sind.

KetteWas sie istGrösseStart der Wochenaktionen
MigrosVollsortimenter mit starken Eigenmarken659 M-, MM- und MMM-Supermärkte (Ende 2025)Donnerstag
CoopVollsortimenter mit breitem Markenangebot982 Supermärkte (Ende 2025)Donnerstag
DennerSchweizer Discounter im Kleinformat, stark beim Wein872 Filialen (Ende 2025)Donnerstag
Aldi SuisseHarddiscounter mit kompaktem Sortiment247 Filialen (Ende 2025)Montag und Donnerstag
Lidl SchweizHarddiscounter mit wöchentlichen Themenwelten192 Filialen (Ende 2025)Montag und Donnerstag
ALIGROCash-and-carry für Gastro und Handel, auch für Privatkunden offen14 Standorte in der Deutsch- und WestschweizGrossgebinde statt Wochenrhythmus
OTTO'SDiscount-Warenhaus mit Food- und GetränkeabteilungÜber 140 FilialenWechselnde Restposten

Die ausführliche Version steht in unserer Übersicht der Schweizer Supermärkte. Dazu kommen in den Dörfern Volg und Spar sowie die Bahnhof- und Tankstellenformate mit den ungewöhnlichen Zeiten.

Kann ich mit Karte zahlen oder brauche ich Franken?

Karten und Handys tragen die Mehrheit der Zahlungen an der Kasse. Der Swiss Payment Monitor 2026 — eine Studie der ZHAW und der Universität St.Gallen, erhoben im November 2025 und publiziert im Februar 2026 — misst im Präsenzgeschäft 27,1 Prozent Debitkarte, 26,5 Prozent Bargeld, 24,8 Prozent Zahlungen mit einem mobilen Gerät und 18,7 Prozent Kreditkarte. Bargeld ist also weiterhin rund ein Viertel der Transaktionen: Nimm eine kleine Reserve in Franken mit für den Marktstand, die Berghütte oder die Dorfbäckerei, und zahl den Rest mit Karte.

Ein Teil des mobilen Anteils ist eine Schweizer App: Zählt man die Zahlungsmittel einzeln, kommt Twint in derselben Ausgabe auf 10,6 Prozent der Zahlungen vor Ort. Du siehst die Einheimischen damit an der Kasse hantieren — brauchen tust du sie nicht, eine kontaktlose Karte oder ein Handy-Wallet zählt in derselben Studie ebenfalls zum mobilen Bezahlen und funktioniert am selben Terminal. Details zu Terminals, Trinkgeld und Selbstbedienungskassen stehen im Ratgeber zum Bezahlen im Schweizer Supermarkt.

Kann man Schweizer Leitungswasser trinken?

Ja, und es ist die einfachste Ersparnis auf dieser Seite. Der SVGW, der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches, hält fest: «In der Schweiz haben wir sehr gute Trinkwasserqualität», und dank umfassender Kontrollen und Risikomanagement bestehe auch eine hohe Sicherheit der Qualität. Für Brunnen gilt eine praktische Konvention: Laut SVGW wird «grundsätzlich angenommen, dass ein öffentlich zugänglicher Brunnen Trinkwasser führt, das ohne Bedenken konsumiert werden kann» — sonst muss der Eigentümer ein Schild «kein Trinkwasser» anbringen. Nimm eine Flasche zum Nachfüllen mit und lass das Mineralwasserregal links liegen.

Gibt es Geld für Flaschen und Dosen zurück?

Meistens nicht, und das überrascht Gäste aus Deutschland oder Skandinavien. Auf PET-Flaschen und Dosen gibt es in der Schweiz kein Pflichtpfand, wie der Verband SVUG darlegt. Stattdessen gilt eine Rücknahmepflicht auf der Handelsseite: Laut Swiss Recycle können PET-Getränkeflaschen an allen Verkaufsstellen zurückgegeben werden, Teil eines Netzes von über 70 000 Sammelstellen, mit einer Recyclingquote von über 80 Prozent. Die Behälter beim Eingang sind also fürs Recycling da, nicht für die Rückvergütung.

Ein Depot gibt es auf Mehrweg-Glas. Als Beispiel für den Mechanismus: Die BauernZeitung berichtete am 10. November 2022, dass Coops Bio-Vollmilch in der Mehrweg-Glasflasche mit einem Depot von 30 Rappen kam, das bei der Rückgabe der ausgespülten Flasche an Kasse, Kiosk oder Infopoint zurückkommt. Bei Bierharassen läuft es gleich. Das ganze Bild steht in unserem Ratgeber zu PET, Pfand und Recycling im Schweizer Supermarkt.

Kleines Einkaufsvokabular

DeutschFranzösischItalienischWas es für dich bedeutet
AktionActionAzioneEin befristeter Aktionspreis, kein dauerhafter Preis
SammelaktionAction collectiveRaccolta puntiEine Sammel- oder Punkteaktion — auf einer kurzen Reise irrelevant
DepotConsigneDepositoRückvergütbares Pfand, in der Praxis auf Mehrweg-Glas und Harassen
GrundpreisPrix de basePrezzo baseDer Preis pro 100 g, kg oder Liter auf der Regaletikette — der ehrliche Vergleich
Offen / GeschlossenOuvert / FerméAperto / ChiusoOffen oder geschlossen auf dem Türschild
KasseCaisseCassaKasse
QuittungTicket de caisseScontrinoKassenbon
Kein TrinkwasserEau non potableAcqua non potabileDas Schild am Brunnen, aus dem du nicht trinken solltest

Was heisst das nun für dich?

Den richtigen Einkauf machst du von Montag bis Samstag im Supermarkt, und der Bahnhofsladen bleibt der Notfall statt der Plan. Koch wenigstens einen Teil der Mahlzeiten selbst: Die Eurostat-Zahlen für 2024 setzen Restaurants und Hotels auf 170,8 und Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke auf 158,5 gegenüber dem EU-27-Durchschnitt von 100 — der Abstand arbeitet für dich, sobald du zuhause isst. Füll deine Wasserflasche am Hahn oder am Brunnen. Und wenn du an einem Donnerstag hier bist: Das ist der Tag, an dem die Aktionswoche bei Migros, Coop und Denner wechselt, während Aldi Suisse und Lidl Schweiz zusätzlich am Montag auffrischen.

Nächster Schritt: Öffne Rappn, bevor du losgehst. Die App vergleicht die laufenden Wochenangebote von Migros, Coop, Aldi Suisse, Lidl, Denner, Aligro und OTTO'S, auf Deutsch, Französisch, Italienisch oder Englisch, samt Grundpreisen, damit du siehst, was eine Packung pro Kilo wirklich kostet. Sie ist gratis, und keine Kette bezahlt für eine Platzierung.

Quellen geprüft: .

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Häufige Fragen

Sind Supermärkte in der Schweiz am Sonntag geöffnet?

In der Regel nicht. Laut SECO ist die Beschäftigung von Arbeitnehmenden zwischen Samstag 23 Uhr und Sonntag 23 Uhr nach Art. 18 ArG verboten, und ob ein Laden am Sonntag überhaupt öffnen darf, regeln die kantonalen Ladenöffnungsgesetze. Offen bleiben dürfen Läden in den grossen Bahnhöfen und Flughäfen der Bundesliste (Art. 26a ArGV 2), Kioske und Betriebe für Reisende sowie Tankstellenshops an Autobahnen und Hauptverkehrswegen (Art. 26 ArGV 2), Bäckereien mit überwiegend eigenen Produkten (Art. 27 ArGV 2) und Betriebe in Fremdenverkehrsgebieten während der Saison (Art. 25 ArGV 2).

Haben Läden in Zermatt oder Interlaken am Sonntag offen?

Rechtlich möglich ist es: Art. 25 ArGV 2 nimmt Betriebe in Fremdenverkehrsgebieten für die Bedienung der Kundschaft während der Saison von der Bewilligungspflicht aus, wie das SECO in seinem FAQ zur Ladenöffnung am Sonntag auflistet. Ob und wie lange ein einzelner Laden im Ort tatsächlich offen ist, hängt zusätzlich vom kantonalen Ladenöffnungsgesetz und vom Betrieb selbst ab — prüf die Zeiten der konkreten Filiale.

Bis wann haben Supermärkte in Zürich und Genf offen?

Im Kanton Zürich gibt es keine gesetzliche Schliessungszeit: die Läden können von Montag bis Samstag grundsätzlich ohne zeitliche Beschränkung offen sein (§ 4 RLG), begrenzt nur durch das Nachtarbeitsverbot von 23 bis 6 Uhr (Art. 16 ArG). Genf schreibt die Zeiten dagegen ins Gesetz: nach Art. 9 LHOM ist ordentlich um 19 Uhr Schluss, am Freitag um 19.30 Uhr und am Samstag um 18 Uhr; Art. 14 LHOM erlaubt zusätzlich einen Abend pro Woche bis 21 Uhr, ohne den Wochentag festzulegen — in Genf ist das traditionell der Donnerstag. 24-Stunden-Supermärkte gibt es in der Schweiz nicht.

Wie viel teurer sind Lebensmittel in der Schweiz?

Im Preisniveauvergleich von Eurostat für 2024 — dem jüngsten Jahr der Reihe — lag die Schweiz bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken bei 158,5 gegenüber einem EU-27-Durchschnitt von 100, beim gesamten Konsum der privaten Haushalte bei 174,4 und bei Restaurants und Hotels bei 170,8 (Eurostat, Datensatz prc_ppp_ind). Zum Vergleich beim Essen: Österreich 110,5, Frankreich 110,1, Deutschland 102,7, Italien 101,7. Eine vergleichbare Zeile für die USA oder Grossbritannien gibt es in diesem Programm nicht.

Kann ich in der Schweiz überall mit Karte zahlen?

Karten und Handys tragen die Mehrheit der Zahlungen an der Kasse. Der Swiss Payment Monitor 2026, Ausgabe 1/2026 (ZHAW und Universität St.Gallen, Erhebung Oktober/November 2025, publiziert am 19. Februar 2026) misst im Präsenzgeschäft 27,1 Prozent Debitkarte, 26,5 Prozent Bargeld, 24,8 Prozent Zahlungen mit einem mobilen Gerät und 18,7 Prozent Kreditkarte. Twint kommt in derselben Ausgabe auf 10,6 Prozent der Zahlungen vor Ort. Bargeld bleibt mit rund einem Viertel der Transaktionen relevant — nimm eine kleine Reserve mit, aber du brauchst keinen dicken Notenstapel.

Bekomme ich in der Schweiz Pfand auf PET-Flaschen und Dosen zurück?

Nein. Auf PET-Flaschen und Dosen gibt es in der Schweiz kein Pflichtpfand, wie der Verband SVUG darlegt. Laut Swiss Recycle können PET-Getränkeflaschen dafür an allen Verkaufsstellen zurückgegeben werden, in einem Netz von über 70 000 Sammelstellen mit einer Recyclingquote von über 80 Prozent. Ein Depot gibt es auf Mehrweg-Glas: die BauernZeitung nannte am 10. November 2022 für Coops Bio-Vollmilch in der Mehrwegflasche 30 Rappen, rückvergütet an Kasse, Kiosk oder Infopoint.

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