WG-Einkauf aufteilen: was in die WG-Kasse gehört und wie viel
Am einfachsten teilt ihr nur die Haushalts-Basics über eine gemeinsame WG-Kasse und kauft Persönliches selbst. Der Dachverband Budgetberatung Schweiz rechnet für Studierende in einer WG mit CHF 30 bis 50 pro Person und Monat für Haushaltnebenkosten wie Wasch- und Reinigungsmittel, Toilettenartikel und Entsorgung und mit CHF 370 bis 590 für Essen und Getränke inklusive Mensa (Richtwerte 2025/2026). Abrechnen könnt ihr mit der Aufteilen-Funktion von TWINT. Welche WG-Basics gerade in Aktion sind, liest Rappn täglich aus den Aktionen von sieben Ketten.
WG-Basics diese Woche in Aktion
Pro Artikel der tiefste geprüfte Grundpreis unter den Aktionen der 7 Ketten, mit Kette und Gültigkeit, Kanton Zürich, Stand 04.10.2026. Die ganze Liste steht jeweils auf der verlinkten Seite.
| Artikel | Tiefster geprüfter Grundpreis | Produkt | Kette | gültig bis | Aktionen |
|---|---|---|---|---|---|
| WC-Papier | CHF 0.50/Rolle | Hakle Toilettenpapier 3-lagig Jasmin 24 Rollen | Otto’s | kein geprüftes Enddatum | 7 bei 3 Ketten |
| Waschmittel | CHF 0.13/Waschgang | Gama Flüssigwaschmittel Universal, 100 Waschgänge | Otto’s | kein geprüftes Enddatum | 52 bei 2 Ketten |
| Reinigungs- und Abwaschmittel | CHF 2.38/l | Mr. Proper Allzweckreiniger Natron 2l 2 l | Otto’s | kein geprüftes Enddatum | 49 bei 2 Ketten |
| Speiseöl | Diese Woche zu wenige Aktionen für einen Vergleich | ||||
| Pasta | CHF 2.50/kg | Barilla Penne Rigate n.73 1kg 1 kg | Otto’s | kein geprüftes Enddatum | 40 bei 2 Ketten |
| Kaffee | CHF 11.17/kg | Jubilor classique Bohnenkaffee 1 kg | Coop | Mi 07.10. | 47 bei 2 Ketten |
| Milch | Diese Woche zu wenige Aktionen für einen Vergleich | ||||
| Eier | Diese Woche zu wenige Aktionen für einen Vergleich | ||||
Methode: aktuelle Aktionen der 7 Ketten in der Rappn-Datenbank, Kanton Zürich, Stand 04.10.2026. Gezählt werden Aktionen mit echtem Preisnachlass; der Preis ist der tiefste geprüfte Grundpreis unter den Aktionen der Kategorie. Normalpreise ohne Aktion sind nicht erfasst.
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Quellen, gelesen am 28.09.2026: Dachverband Budgetberatung Schweiz, «Richtwerte Studierende, Wohnen in WG», Version 2025/2026, auf budgetberatung.ch; TWINT, Anleitung «Betrag aufteilen» auf twint.ch. Die Aktionen stammen aus Rappn: Aktionen von sieben Ketten, täglich aktualisiert, keine Regalpreise.
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Was gehört in die WG-Kasse?
Bevor ihr über Beträge redet, klärt, was überhaupt geteilt wird. Drei Gruppen reichen dafür.
Geteilt, also aus der WG-Kasse: alles, was alle etwa gleich oft brauchen und wo niemand auf einer bestimmten Marke besteht. Das sind vor allem die Haushaltnebenkosten, wie die Budgetberatung sie versteht: Wasch- und Reinigungsmittel, allgemeine Toilettenartikel und Entsorgung. Konkret heisst das WC-Papier, Haushaltpapier, Abwaschmittel, Geschirrspültabs, Schwämme, Putzmittel und Kehrichtsäcke, die vielerorts gebührenpflichtig sind. Dazu passen die Grundzutaten der gemeinsamen Küche: Salz, Öl, Essig, Zucker, Mehl.
Persönlich: Fleisch und Fisch, Snacks, Alkohol, Markenprodukte, auf die jemand besteht, Diät- und Sportprodukte und alles, was nur eine Person isst oder trinkt.
Graubereich: Brot, Butter, Milch, Eier, Kaffee, Gewürze und Gemüse fürs gemeinsame Kochen. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Legt es einmal fest und schreibt es auf, am besten beim Einzug oder wenn jemand Neues einzieht. Offen gelassen wird der Graubereich zum Dauerthema.
Schreibt die geteilte Liste konkret auf: nicht «Basics», sondern jeden Artikel mit Namen. In Rappn legt ihr dafür einen gemeinsamen Warenkorb an, den alle in der WG in Echtzeit sehen und ergänzen können. Wer einkaufen geht, hat so die aktuelle Liste dabei.
Ein gemeinsamer Warenkorb für die ganze WG: Alle tragen ein und sehen die Liste in Echtzeit. Legt fest, was in die WG-Kasse gehört, rechnet mit der Aufteilen-Funktion von TWINT ab und schaut, welche Basics diese Woche in Aktion sind.
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Gemeinsamer Warenkorb · in Echtzeit geteilt
Wöchentlich
Wie viel pro Person? Die Richtwerte der Budgetberatung Schweiz
Der Dachverband Budgetberatung Schweiz veröffentlicht Richtwerte für Studierende, die in einer WG wohnen (Version 2025/2026). Zwei Zeilen daraus betreffen den Einkauf, jeweils in Franken pro Person und Monat:
- Haushaltnebenkosten: CHF 30 bis 50. Gemeint sind Wasch- und Reinigungsmittel, allgemeine Toilettenartikel und Entsorgungskosten, also genau die Artikel, die sich in einer WG am einfachsten gemeinsam kaufen lassen.
- Nahrungsmittel und Getränke inklusive Mensa: CHF 370 bis 590. Dieser Betrag ist zum grössten Teil persönlich. In die WG-Kasse fliesst davon nur, was ihr als geteilt abgemacht habt.
Es sind Richtwerte für ein Studierendenbudget, keine Messung eurer WG. Laut Budgetberatung beruhen sie auf schweizerischen Durchschnittszahlen aus Bundesstatistiken und Vergleichsportalen und auf den Erfahrungswerten des Verbands, und sie ersetzen kein eigenes Budget. Zahlen für andere Haushalte findest du auf unseren Seiten zum Lebensmittelbudget für Singles und zum Lebensmittelbudget für Paare; das ganze Monatsbudget von Studierenden behandelt die Seite zum Lebensmittelbudget für Studierende.
Euer eigener Betrag kommt aus euren Kassenzetteln. Zählt die Belege der geteilten Einkäufe über zwei bis drei Monate zusammen und teilt die Summe durch die Anzahl Personen und die Anzahl Monate: Das ist der Monatsbeitrag pro Person. Bis ihr eigene Zahlen habt, taugt der Richtwert von CHF 30 bis 50 als Startwert. Wer die Belege in Rappn scannt, sieht die Ausgaben pro Monat und kann sie als CSV exportieren; mehr dazu unter Lebensmittel-Ausgaben tracken.
Die WG-Basics in Aktion: was Rappn zeigt
Rappn liest die Aktionen von sieben Ketten täglich ein, so wie die Ketten sie veröffentlichen. Für acht typische WG-Basics gibt es je eine Seite mit den laufenden Aktionen und dem Preis pro Einheit:
- WC-Papier in Aktion, Preis pro Rolle
- Waschmittel in Aktion, Preis pro Waschgang
- Reinigungs- und Abwaschmittel in Aktion
- Speiseöl in Aktion, Preis pro Liter
- Pasta in Aktion, Preis pro Kilo
- Kaffee in Aktion, Preis pro Kilo
- Milch und Käse in Aktion
- Eier in Aktion, Preis pro Ei
Zwei Punkte gehören dazu. Erstens zeigt Rappn Aktionspreise, keine Regalpreise ausserhalb von Aktionen. Zweitens gilt bei Mengenaktionen, etwa «ab 2 Stück», der Aktionspreis nur, wenn ihr die Mindestmenge kauft. Für die WG-Kasse kommt eine Mengenaktion nur bei Artikeln in Frage, die ihr sicher aufbraucht und lagern könnt, etwa WC-Papier, Waschmittel, Öl, Pasta oder Kaffee. Bei Milch und Eiern zählt das Ablaufdatum mehr als der Preis pro Stück.
Kauft ihr ein Produkt immer wieder, markiert es in Rappn als beobachtetes Produkt: Die App meldet sich, sobald es bei einer der Ketten in Aktion ist.
Vier Modelle, die Kasse aufzuteilen
1. Eine Kasse für alles. Alle zahlen jeden Monat den gleichen Betrag ein, und eingekauft wird aus der Kasse. Das passt, wenn ihr oft zusammen kocht und ähnlich esst. Es kippt, sobald jemand deutlich mehr oder anders isst, zum Beispiel vegan lebt oder selten zu Hause ist.
2. Komplett getrennt. Jede Person kauft alles selbst. Abrechnen müsst ihr nichts, dafür stehen doppelte Vorräte herum: drei offene Flaschen Öl, drei angebrochene Packungen WC-Papier. Sinnvoll, wenn ihr euch in der Küche kaum begegnet.
3. Gemischt: Kasse für die Basics, der Rest getrennt. Die geteilte Liste läuft über die Kasse, alles andere kauft jede Person selbst. Dieses Modell fängt unterschiedliche Ernährung und Zeitpläne auf und braucht nur eine kurze Liste und einen Monatsbetrag, für den sich der Richtwert der Budgetberatung als Startwert eignet.
4. Einkaufen im Wechsel. Jede Woche kauft eine andere Person die Basics und zahlt sie selbst. Das funktioniert in kleinen WGs mit ähnlichem Verbrauch. Die Schwachstelle: Nicht jede Woche kostet gleich viel. Wer die teure Woche erwischt, zahlt drauf, solange ihr die Belege nicht trotzdem gegeneinander aufrechnet.
Welches Modell ihr wählt, ist weniger wichtig, als dass alle es kennen. Zieht jemand aus, rechnet die Kasse vor dem Auszug ab, nicht danach.
Abrechnen mit TWINT, planen mit einer gemeinsamen Liste
Rappn teilt keine Beträge auf und überweist kein Geld. Zum Abrechnen hat TWINT eine Funktion zum Aufteilen eingebaut. Laut der Anleitung auf twint.ch (gelesen am 28.09.2026) geht das so:
- Auf dem Startbildschirm «Anfordern und aufteilen» antippen (in der App ZKB TWINT heisst der Knopf «Aufteilen») oder die Zahlung in der Transaktionsübersicht auswählen.
- Den Betrag wählen oder eingeben und auf «Betrag aufteilen» tippen.
- «Gleichmässig aufteilen» oder individuelle Beträge festlegen, die Mitbewohnenden auswählen, einen Titel ergänzen und auf «Geld anfordern» tippen.
Jede ausgewählte Person erhält eine Zahlungsanforderung für ihren Anteil. Wer lieber ein laufendes Konto über mehrere Wochen führt, nimmt eine Split-App. Wichtig ist nur, dass die ganze WG dasselbe Werkzeug benutzt, sonst wird doppelt gezählt.
Für das Einkaufen selbst reicht eine gemeinsame Liste: Der geteilte Warenkorb in Rappn zeigt allen in Echtzeit, was schon draufsteht. Mehr dazu auf unserer Seite zur gemeinsamen Einkaufsliste.
Fünf Regeln gegen Streit
- Vor dem Einzug abmachen, nicht nach dem ersten Streit: Modell, geteilte Liste, Monatsbetrag. Es ist das gleiche Gespräch wie beim Putzplan.
- «Geteilt» konkret machen. Olivenöl ja, das teure Olivenöl einer bestimmten Marke nein. WC-Papier ja, eine Wunschmarke nur, wenn alle einverstanden sind.
- Ein Werkzeug, kleine Beträge. Rechnet regelmässig ab, zum Beispiel jede Woche oder alle zwei Wochen. Kleine Beträge sind schnell überwiesen, ein grosser Betrag am Monatsende wird zur Verhandlung.
- Besuch offen ansprechen. Isst eine Partnerin oder ein Partner regelmässig mit, legt gemeinsam einen pauschalen Beitrag an die Kasse fest. Das Gespräch ist einfacher als der stille Ärger.
- Nicht quer verrechnen. «Ich putze mehr» gleicht «du isst mehr Käse» nicht aus. Löst jede Frage für sich, sonst werden beide grösser.
Für die Ausstattung der gemeinsamen Küche gibt es unseren Ratgeber zur Küchen-Grundausstattung der ersten Wohnung, für allgemeine Spartipps die Seite günstig einkaufen in der Schweiz.
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- Täglich aktualisiert, sobald die Ketten ihre Aktionen veröffentlichen
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Häufige Fragen
Wie viel zahlt man in einer WG pro Person für Lebensmittel?
Der Dachverband Budgetberatung Schweiz rechnet in seinen Richtwerten für Studierende in einer WG (Version 2025/2026) mit CHF 370 bis 590 pro Person und Monat für Nahrungsmittel und Getränke inklusive Mensa und mit CHF 30 bis 50 für Haushaltnebenkosten wie Wasch- und Reinigungsmittel, Toilettenartikel und Entsorgung. In die WG-Kasse gehört nur der geteilte Teil. Euren eigenen Betrag rechnet ihr aus den Kassenzetteln der letzten zwei, drei Monate nach.
Was gehört in die WG-Kasse?
Was alle etwa gleich oft brauchen und wo niemand auf einer Marke besteht: WC-Papier, Haushaltpapier, Abwasch- und Putzmittel, Geschirrspültabs, Kehrichtsäcke, oft auch Salz, Öl und Essig. Persönliches wie Fleisch, Snacks, Alkohol oder Diätprodukte gehört nicht dazu. Brot, Butter, Milch, Eier und Kaffee sind Graubereich: Legt sie einmal gemeinsam fest.
Wie teile ich den WG-Einkauf mit TWINT auf?
Auf dem TWINT-Startbildschirm «Anfordern und aufteilen» antippen oder die Zahlung in der Transaktionsübersicht auswählen, dann «Betrag aufteilen». Du kannst gleichmässig oder individuell aufteilen, wählst die Mitbewohnenden aus und tippst auf «Geld anfordern». Jede Person erhält eine Zahlungsanforderung für ihren Anteil (Anleitung auf twint.ch, gelesen am 28.09.2026).
Sollen WG-Mitbewohnende zusammen oder getrennt einkaufen?
Beides funktioniert, wenn es abgemacht ist. Eine gemischte Lösung fängt unterschiedliche Ernährung und Zeitpläne auf: Die Basics laufen über eine gemeinsame Kasse, alles andere kauft jede Person selbst. Komplett getrennt einkaufen ist am einfachsten abzurechnen, führt aber zu doppelten Vorräten.
Welche WG-Basics sind diese Woche in Aktion?
Das ändert sich jede Woche. Rappn aktualisiert die Aktionen von sieben Ketten täglich und hat für acht WG-Basics, darunter WC-Papier, Waschmittel, Reinigungsmittel, Speiseöl und Pasta, je eine Seite mit den laufenden Aktionen und dem Preis pro Einheit. Es sind Aktionspreise, keine Regalpreise.
