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Filet im Teig und Festtagsbraten: was der Preis in der Schweiz wirklich ausmacht

Der Preis eines Festtagsbratens entscheidet sich an der Fleischart, nicht am Rabatt. Laut den Wochenpreisen von Proviande gelten ab Montag, 7. September 2026, für Kälber der Klasse T3 CHF 17.30 pro Kilo Schlachtgewicht, für Schlachtschweine dagegen CHF 3.20 (ab Freitag, 4. September 2026), also gut das Fünffache für Kalb. Ganze Truthähne stammen fast immer aus dem Ausland: Der Inlandanteil beim Trutenfleisch liegt unter 20 Prozent (lid.ch, 26. November 2025). Welches Stück diese Woche bei welcher Kette rabattiert ist, siehst du live in Rappn.

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Festtagsbraten im Ofen mit Bratensaft in der Form, daneben Küchenmesser und Brett

Der Preis eines Festtagsbratens entscheidet sich in der Schweiz an der Fleischart, nicht am Rabatt. Zwischen Schweinsfilet im Teig, Kalbsbraten und Rindsfilet liegen keine Prozente, sondern Faktoren, und der Abstand beginnt schon beim Produzentenpreis: Laut den Wochenpreisen von Proviande gelten ab Montag, 7. September 2026, für Kälber der Qualitätsklasse T3 CHF 17.30 pro Kilo Schlachtgewicht, für Schlachtschweine dagegen CHF 3.20 (gültig ab Freitag, 4. September 2026). Dieser Ratgeber zeigt, woraus sich der Preis eines Festtagsbratens zusammensetzt, wann er überhaupt in Aktion kommen kann und warum der ganze Truthahn an Weihnachten fast immer aus dem Ausland stammt. Welches Stück diese Woche bei welcher Kette rabattiert ist, siehst du live in Rappn.

Stand: September 2026. Quellen: Proviande, «Wochenpreise und Daten zum Schlachtviehmarkt» (Werte gültig ab 7. September 2026, Schweine ab 4. September 2026); Proviande zum Fleischangebot 2025 und zu den Zollkontingenten (proviande.ch, abgerufen im September 2026); lid.ch, «Schweizer Trutenfleischproduktion: eine stabile Nische unter starkem Importdruck», 26. November 2025; kmu.admin.ch, «Kennzeichnung der Preise»; Aktionstage laut Coop-Medienmitteilung via foodaktuell.ch (21. Januar 2025), aldi-suisse.ch und lidl.ch. Konkrete Wochenpreise von der Fleischtheke nennt dieser Ratgeber bewusst nicht.

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Was kostet Filet im Teig in der Schweiz?

Eine feste Zahl gibt es nicht, und dafür gibt es zwei gute Gründe. Erstens ist Filet im Teig kein einheitliches Produkt: Im Online-Sortiment von Coop sind Schweinsfilet im Teig mit 800 g und Schweinsfilet im Teig mit Brät mit 1000 g gelistet (coop.ch, Produktseiten, September 2026), und an der Fleischtheke gibt es dieselbe Idee mit Rindsfilet, mit Kalbfleisch oder ganz ohne Brät. Das sind vier verschiedene Preisklassen unter einem Namen. Zweitens wandert der Preis zwischen Oktober und Dezember mit den Aktionswochen.

Vergleichbar wird die Sache erst über den Kilopreis. Der Bund schreibt ihn vor: «Für messbare Waren, deren Detailpreis in Abhängigkeit von der verkauften Menge berechnet wird, ist der Grundpreis (pro Liter, Kilogramm, Meter usw.) anzugeben» (kmu.admin.ch, «Kennzeichnung der Preise»). Der Franken-pro-Kilo-Wert steht also bereits auf der Etikette, nur kleiner gedruckt als der Packungspreis. Wer ein 800-Gramm-Stück mit einem Kilostück vergleicht, vergleicht sonst zwei verschiedene Mengen und hält das Ergebnis für einen Preisunterschied.

Warum Kalbsbraten ein Vielfaches von Schweinsbraten kostet

Der Abstand entsteht lange vor dem Regal. Proviande erhebt wöchentlich die Preise für Schlachtvieh; die folgenden Werte gelten laut proviande.ch ab Montag, 7. September 2026, bei den Schlachtschweinen ab Freitag, 4. September 2026. Es sind Produzentenpreise pro Kilo Schlachtgewicht und keine Ladenpreise: Verarbeitung, Zuschnitt, Marge und Mehrwertsteuer kommen darauf. Als Rangfolge halten sie trotzdem, und sie erklären, warum Kalb und Schwein nie im selben Preisband liegen.

KategorieProduzentenpreis pro kg SchlachtgewichtKlasseGültig ab
Kälber (KV)CHF 17.30T3Montag, 7. September 2026
Lämmer (LA)CHF 14.00T3Montag, 7. September 2026
Munis (MT)CHF 11.20T3Montag, 7. September 2026
Ochsen (OB)CHF 11.20T3Montag, 7. September 2026
Rinder (RG)CHF 11.20T3Montag, 7. September 2026
Kühe (VK)CHF 10.00T3Montag, 7. September 2026
Schlachtschweine (SP)CHF 3.20Keine KlassenangabeFreitag, 4. September 2026

Ein Kilo Kalb kostet den Verarbeiter also gut das Fünffache eines Kilos Schwein, und Rind liegt rund dreieinhalbmal höher. Wer beim Festtagsmenü Geld sparen will, spart deshalb am wirksamsten über die Fleischart und den Zuschnitt, nicht über die Aktionswoche: Ein Schweinsfilet im Teig statt eines Rindsfilets im Teig verschiebt die Rechnung stärker als jeder Rabatt, den eine Kette im Dezember gibt. Wie sich die Fleischarten übers ganze Jahr verhalten, zeigt unser Vergleich zum günstigsten Fleisch in der Schweiz.

Wann sind Festtagsbraten in Aktion?

Am selben Wochentag wie alles andere. Migros, Coop und Denner starten ihre Wochenaktionen am Donnerstag: Coop seit der Woche vom 21. Januar 2025, als die Kette ihre Preisaktionen vom Dienstag auf den Donnerstag verschob (Medienmitteilung via foodaktuell.ch), Migros und Denner seit dem 5. Februar 2026. Aldi Suisse und Lidl Schweiz fahren zwei Runden pro Woche, montags und donnerstags (aldi-suisse.ch, lidl.ch). In der Adventszeit ändert sich am Takt nichts, es stehen bloss mehr Braten gleichzeitig im Prospekt.

Beim durchgestrichenen Preis lohnt sich ein zweiter Blick. Seit dem 1. Januar 2025 darf neben dem tatsächlich zu zahlenden Preis nur dann ein Vergleichspreis stehen, wenn die Ware zuvor während mindestens 30 Tagen zu diesem Preis angeboten wurde (Art. 16 Abs. 1 PBV, via kmu.admin.ch). Ein «statt»-Preis ist damit kein Fantasiewert. Er sagt aber nichts darüber aus, was dasselbe Kilo diese Woche bei einer anderen Kette kostet, und beim Festtagsbraten ist genau das die teurere Frage. Die Preise wechseln jeden Donnerstag, Rappn zeigt die aktuellen. Welche Fleischkategorien wann rabattiert werden, ordnet unser Ratgeber zu Fleisch-Aktionen in der Schweiz ein.

Truthahn an Weihnachten: warum er fast immer importiert ist

Weil ihn in der Schweiz kaum jemand produziert. Trutenfleisch ist hier eine Nische: 2024 wurden 2'145 Tonnen Schlachtgewicht produziert, 1,8 Prozent mehr als 2023, was einem Marktanteil am Geflügel von 5,3 Prozent entspricht, nach 5,6 Prozent im Vorjahr. Der Inlandanteil liegt unter 20 Prozent, rund 81 Prozent des konsumierten Trutenfleischs wird importiert (lid.ch, 26. November 2025). Über 90 Prozent der Schweizer Truten verarbeitet ein einziges Unternehmen, die Frifag Märwil AG, die die Produktion von Festtagstruten vor Jahren eingestellt hat.

Für den Einkauf heisst das: Der ganze Vogel ist ein reiner Saisonartikel. Coop verkauft laut demselben Bericht die grosse Mehrheit der ganzen Truthähne im November und Dezember, und Migros bezeichnet sie als ausschliesslich für Festtage wie Weihnachten und Thanksgiving erhältlich. Wer einen ganzen Truthahn will, plant ihn also besser vor, statt am 23. Dezember darauf zu hoffen. Gefragt sind sonst vor allem Brustprodukte, also Schnitzel, Geschnetzeltes und Steaks.

Warum an den Festtagen mehr importiertes Fleisch im Regal liegt

Die Schweiz deckt laut proviande.ch rund 80 Prozent ihres Fleischmarkts aus inländischer Produktion; importiert wird vor allem, was hier fehlt, also Edelstücke, Verarbeitungsrindfleisch und Geflügelprodukte (proviande.ch, abgerufen im September 2026). Die Menge ist dabei nicht frei: Das Zollkontingent für rotes Fleisch umfasst 23'700 Tonnen brutto pro Jahr, jenes für weisses Fleisch 54'500 Tonnen brutto pro Jahr. Beim Rindfleisch werden 50 Prozent der Kontingentsanteile versteigert, 40 Prozent nach Schlachtleistung und 10 Prozent nach Marktleistung zugeteilt.

Insgesamt betrug das Fleischangebot in der Schweiz 2025 laut Proviande 469'408 Tonnen, 3,5 Prozent mehr als 2024. Für die Festtage ist die Mechanik wichtiger als die Gesamtmenge: Genau im Dezember treffen ein festes Kontingent und die höchste Nachfrage des Jahres aufeinander, und zwar bei jenen Edelstücken, die auf dem Festtagsteller landen. Wer flexibel bleibt, hat deshalb im Dezember mehr Spielraum als wer auf ein einziges Stück fixiert ist.

Vorbestellen oder spontan kaufen?

Beides funktioniert, aber nicht gleich gut. Migros betreibt mit der Online-Theke (theke.migros.ch) einen Kanal, über den sich Fleischspezialitäten vorbestellen lassen, Coop führt seine Festtagsstücke im Traiteur-Sortiment, und die Metzgerei im Quartier nimmt Bestellungen ohnehin entgegen. Wer ein bestimmtes Stück in einer bestimmten Grösse will, etwa ein Rindsfilet für sechs Personen am 24. Dezember, kommt um die Vorbestellung kaum herum.

Spontan kaufen lohnt sich dort, wo das Sortiment breit ist und die Aktion entscheidet: beim Schweinsbraten, beim Poulet, beim Filet im Teig als Fertigprodukt aus dem Kühlregal. Wer flexibel ist, wählt am Donnerstag den Braten zur Aktion statt die Aktion zum Braten. Wie sich das in einen Gesamtplan einfügt, steht in unserem Ratgeber zum Weihnachtseinkauf in der Schweiz; wer schon im Herbst plant, findet in den Wildfleischpreisen und der Wildsaison die saisonale Alternative zum klassischen Braten.

Welche Kette hat den günstigsten Festtagsbraten? Es kommt darauf an

Auf das Stück, auf die Woche und auf deinen Kanton. Eine Kette kann beim Schweinsfilet im Teig vorne liegen und beim Kalbsbraten hinten, und die Festtagssortimente unterscheiden sich regional. Deshalb steht in diesem Ratgeber keine Tabelle mit Ladenpreisen: Jede Zahl wäre am nächsten Donnerstag falsch. Was hier steht, ist die Kostenstruktur dahinter; was diese Woche gilt, siehst du live im Vergleich.

Rappn stellt dafür alle aktuellen Angebote der sieben Ketten nebeneinander, nämlich Migros, Coop, Aldi Suisse, Lidl Schweiz, Denner, Aligro und Otto's, in vier Sprachen und mit Filter nach Kanton. Der Vergleich zeigt den Grundpreis pro Kilo neben dem Packungspreis, und du kannst eine Preis-Benachrichtigung auf «Braten» oder «Filet» setzen, statt jeden Donnerstag fünf Prospekte durchzublättern.

Nächster Schritt: Öffne die aktuellen Angebote, such nach «Braten» und filtere auf deinen Kanton. Setz danach eine Preis-Benachrichtigung auf das Stück, das an deinem Fest ohnehin auf den Tisch kommt: dann meldet sich Rappn im Advent, statt dass du suchen musst. Rappn ist gratis, braucht kein Konto und wird von keiner Kette bezahlt.

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Häufige Fragen

Was kostet Filet im Teig in der Schweiz?

Das hängt vom Fleisch und vom Gewicht ab, nicht vom Namen. Im Online-Sortiment von Coop sind Schweinsfilet im Teig mit 800 g und Schweinsfilet im Teig mit Brät mit 1000 g gelistet (coop.ch, September 2026), an der Fleischtheke gibt es dasselbe mit Rindsfilet oder Kalbfleisch, und das sind völlig verschiedene Preisklassen. Vergleichbar wird es erst über den Grundpreis pro Kilo, der laut kmu.admin.ch für messbare Waren auf der Etikette stehen muss. Den aktuellen Preis bei den sieben Ketten siehst du live in Rappn.

Warum ist Kalbsbraten so viel teurer als Schweinsbraten?

Weil der Abstand schon beim Produzenten entsteht. Laut den Wochenpreisen von Proviande gelten ab Montag, 7. September 2026, für Kälber der Klasse T3 CHF 17.30 pro Kilo Schlachtgewicht, für Munis, Ochsen und Rinder CHF 11.20 und für Schlachtschweine CHF 3.20 (ab Freitag, 4. September 2026). Das sind Produzentenpreise, keine Ladenpreise, aber die Rangfolge überträgt sich auf die Theke.

Wann sind Festtagsbraten in Aktion?

Am Donnerstag, wie die übrigen Wochenaktionen. Coop verschob seine Preisaktionen in der Woche vom 21. Januar 2025 vom Dienstag auf den Donnerstag (Medienmitteilung via foodaktuell.ch), Migros und Denner zogen am 5. Februar 2026 nach. Aldi Suisse und Lidl Schweiz fahren zwei Runden pro Woche, montags und donnerstags. Im Advent stehen einfach mehr Braten gleichzeitig im Prospekt.

Kommt der Truthahn an Weihnachten aus der Schweiz?

Meistens nicht. Trutenfleisch ist hier eine Nische: 2024 wurden 2'145 Tonnen Schlachtgewicht produziert, 1,8 Prozent mehr als 2023, und der Inlandanteil liegt unter 20 Prozent, rund 81 Prozent wird importiert (lid.ch, 26. November 2025). Über 90 Prozent der Schweizer Truten verarbeitet die Frifag Märwil AG, die die Festtagstruten-Produktion vor Jahren eingestellt hat. Coop verkauft die grosse Mehrheit der ganzen Truthähne im November und Dezember, Migros führt sie ausschliesslich für Festtage.

Was bedeutet der durchgestrichene Preis beim Braten?

Seit dem 1. Januar 2025 darf neben dem tatsächlich zu zahlenden Preis nur dann ein Vergleichspreis stehen, wenn die Ware zuvor während mindestens 30 Tagen zu diesem Preis angeboten wurde (Art. 16 Abs. 1 PBV, via kmu.admin.ch). Der «statt»-Preis war also real. Er sagt aber nichts darüber aus, was dasselbe Kilo diese Woche bei einer anderen Kette kostet: dafür brauchst du den Vergleich.

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