Günstig und gesund essen in der Schweiz: was es wirklich kostet
Gesund essen ist nicht der Kostentreiber, für den es viele halten. Eine BLV-Studie der Berner Fachhochschule (2014) verglich Wochenkörbe für einen Paarhaushalt: unausgewogen CHF 95, gesund aus frischen Produkten CHF 109 (nur rund CHF 14 mehr), gesund aus Fertigprodukten CHF 145. Teuer ist also die Bequemlichkeit, nicht die Gesundheit. Mit Eigenmarken und saisonalem Einkauf isst du günstig und gesund.
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Laufend aktualisiert. Gesund essen ist in der Schweiz nicht der Kostentreiber, für den es viele halten. Eine Studie der Berner Fachhochschule im Auftrag des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) verglich Wochenkörbe für einen Paarhaushalt: Ein unausgewogener Korb kostete CHF 95, ein gesunder aus frischen Produkten CHF 109, also nur rund CHF 14 mehr pro Woche. Teuer wird gesund erst mit Fertigprodukten.
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Kostet gesunde Ernährung wirklich mehr?
| Wochenkorb (Paarhaushalt) | Kosten pro Woche | Quelle |
|---|---|---|
| Unausgewogen (ungesund) | CHF 95 | BLV / Berner Fachhochschule |
| Gesund, frisch gekocht | CHF 109 | BLV / Berner Fachhochschule |
| Gesund, mit Fertigprodukten | CHF 145 | BLV / Berner Fachhochschule |
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"Gemüse"
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Wie du günstig und gesund isst
Frisch statt fertig. Der grösste Hebel: selbst kochen aus Grundzutaten statt fertige Gerichte kaufen. Eigenmarke statt Marke. In einer Auswertung vom 14. März 2023 fand K-Tipp Eigenmarken in einer Stichprobe von 100 Produkten im Schnitt rund 41 Prozent günstiger als Markenprodukte, bei fast identischer Qualität im Labortest. Das gilt auch für gesunde Grundnahrungsmittel wie Haferflocken, Hülsenfrüchte, Reis und Tiefkühlgemüse. Saisonal einkaufen. Obst und Gemüse sind in der Saison am günstigsten, ein Blick auf den Saisonkalender lohnt sich. Zur Einordnung: Auch international ist der Aufpreis für gesunde Ernährung real, aber klein (eine Metaanalyse aus zehn Ländern nennt rund einen Dollar pro Tag mehr), und er lässt sich mit Eigenmarken und Frischprodukten fast vollständig auffangen.
Weggeworfenes Essen ist teures Essen
| Foodwaste im Haushalt | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Weggeworfen pro Person und Jahr | ~CHF 600 (~80 kg) | foodwaste.ch / BAFU |
| Anteil der Haushalte am vermeidbaren Foodwaste | rund 40 % | foodwaste.ch / BAFU |
| Am häufigsten weggeworfen | Brot, Obst, Gemüse | foodwaste.ch / BAFU |
Weniger wegwerfen ist damit der stille Zwilling zum günstigen und gesunden Essen: Jeder Franken, der nicht im Abfall landet, zählt so viel wie ein im Regal gesparter, und die Rechnung geht ohne Qualitätsverlust auf. Wer Brot einfriert, offenes Gemüse zuerst verbraucht und nur einkauft, was diese Woche wirklich auf den Teller kommt, spart gleich doppelt. Es ist keine Frage von Verzicht, sondern von Planung. Wer den Wocheneinkauf zudem entlang der aktuellen Aktionen plant, holt die frischen Zutaten gezielt dann, wenn sie günstig sind, und nur so viel, wie er auch aufbraucht. Wie du Foodwaste gezielt in Geld zurückverwandelst, zeigt der Ratgeber Food Waste vermeiden.
In der Rappn-App suchst du gezielt nach gesunden Grundzutaten wie Gemüse, Hülsenfrüchten oder Haferflocken und siehst, bei welchen der sieben Ketten sie diese Woche in Aktion sind. So kostet gesund kaum mehr als ungesund. Mehr Hebel im Ratgeber Lebensmittel sparen, und ob sich der Wechsel auf Eigenmarken lohnt, in Eigenmarke oder Marke.
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Häufige Fragen
Kostet gesunde Ernährung in der Schweiz mehr?
Kaum, wenn du frisch kochst. Eine BLV-Studie der Berner Fachhochschule (2014) verglich Wochenkörbe für einen Paarhaushalt: unausgewogen CHF 95, gesund aus frischen Zutaten CHF 109, also nur rund CHF 14 mehr pro Woche. Teuer wird gesund erst mit Fertigprodukten (CHF 145).
Was ist der grösste Kostentreiber beim Essen, ungesund oder Fertigprodukte?
Die Fertigprodukte. In der BLV-Studie kostete der gesunde Korb aus Fertig- und Halbfertigprodukten CHF 145 pro Woche, gegenüber CHF 109 frisch gekocht. Die Bequemlichkeit schlägt also mit rund CHF 36 zu Buche, nicht die Gesundheit.
Wie esse ich gesund mit wenig Geld?
Frisch statt fertig kochen, auf Budget-Eigenmarken setzen (laut K-Tipp, März 2023, im Schnitt rund 41 Prozent günstiger bei fast gleicher Qualität) und saisonal einkaufen. Gesunde Grundnahrungsmittel wie Haferflocken, Hülsenfrüchte, Reis und Tiefkühlgemüse sind als Eigenmarke besonders preiswert.
Sind gesunde Eigenmarken schlechter als Markenprodukte?
Meist nicht. K-Tipp mass in Labortests eine fast identische Qualität (Marken 4,57, Eigenmarken 4,58), wobei die Eigenmarken 57 von 111 Tests für sich entschieden und im Schnitt 41 Prozent günstiger waren. Die Auswertung erschien im K-Tipp vom 14. März 2023 und deckt K-Tipp- und Saldo-Tests aus den zwei Jahren davor ab. Bei gesunden Grundzutaten ist die Eigenmarke damit oft die klügere Wahl.
Wie viel Essen werfen Schweizer Haushalte weg, und was kostet das?
Rund CHF 600 pro Person und Jahr, etwa 100 Kilogramm Lebensmittel (foodwaste.ch / BAFU). Haushalte verursachen rund 40 Prozent des vermeidbaren Foodwaste, am häufigsten Brot, Obst und Gemüse. Weniger wegwerfen spart also spürbar, ohne dass du ein Produkt wechselst.
