Günstig und gesund essen in der Schweiz: was es wirklich kostet
Gesund essen ist nicht der Kostentreiber, für den es viele halten. Eine BLV-Studie der Berner Fachhochschule verglich Wochenkörbe für einen Paarhaushalt: unausgewogen CHF 95, gesund aus frischen Produkten CHF 109 (nur rund CHF 14 mehr), gesund aus Fertigprodukten CHF 145. Teuer ist also die Bequemlichkeit, nicht die Gesundheit. Mit Eigenmarken und saisonalem Einkauf isst du günstig und gesund.

Laufend aktualisiert. Gesund essen ist in der Schweiz nicht der Kostentreiber, für den es viele halten. Eine Studie der Berner Fachhochschule im Auftrag des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) verglich Wochenkörbe für einen Paarhaushalt: Ein unausgewogener Korb kostete CHF 95, ein gesunder aus frischen Produkten CHF 109, also nur rund CHF 14 mehr pro Woche. Teuer wird gesund erst mit Fertigprodukten.
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Kostet gesunde Ernährung wirklich mehr?
Kaum, wenn du frisch kochst. Die BLV-Studie der Berner Fachhochschule verglich für einen Paarhaushalt drei Wochenkörbe: unausgewogen (ungesund) CHF 95, gesund aus frischen Zutaten CHF 109, gesund aus Fertig- und Halbfertigprodukten CHF 145. Der Unterschied zwischen ungesund und gesund-frisch beträgt also nur rund CHF 14 pro Woche. Der eigentliche Kostentreiber ist nicht die Gesundheit, sondern die Bequemlichkeit: Fertigprodukte kosten rund CHF 36 mehr als frisch gekocht. Diese Zahlen gelten für einen Zweipersonenhaushalt und pro Woche, nicht pro Person.
| Wochenkorb (Paarhaushalt) | Kosten pro Woche | Quelle |
|---|---|---|
| Unausgewogen (ungesund) | CHF 95 | BLV / Berner Fachhochschule |
| Gesund, frisch gekocht | CHF 109 | BLV / Berner Fachhochschule |
| Gesund, mit Fertigprodukten | CHF 145 | BLV / Berner Fachhochschule |
Wie du günstig und gesund isst
Frisch statt fertig. Der grösste Hebel: selbst kochen aus Grundzutaten statt fertige Gerichte kaufen. Eigenmarke statt Marke. K-Tipp hat gezeigt, dass Budget-Eigenmarken im Schnitt rund 41 Prozent günstiger sind als Markenprodukte, bei fast identischer Qualität im Labortest. Das gilt auch für gesunde Grundnahrungsmittel wie Haferflocken, Hülsenfrüchte, Reis und Tiefkühlgemüse. Saisonal einkaufen. Obst und Gemüse sind in der Saison am günstigsten, ein Blick auf den Saisonkalender lohnt sich. Zur Einordnung: Auch international ist der Aufpreis für gesunde Ernährung real, aber klein (eine Metaanalyse aus zehn Ländern nennt rund einen Dollar pro Tag mehr), und er lässt sich mit Eigenmarken und Frischprodukten fast vollständig auffangen.
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Häufige Fragen
Kostet gesunde Ernährung in der Schweiz mehr?
Kaum, wenn du frisch kochst. Eine BLV-Studie der Berner Fachhochschule verglich Wochenkörbe für einen Paarhaushalt: unausgewogen CHF 95, gesund aus frischen Zutaten CHF 109, also nur rund CHF 14 mehr pro Woche. Teuer wird gesund erst mit Fertigprodukten (CHF 145).
Was ist der grösste Kostentreiber beim Essen, ungesund oder Fertigprodukte?
Die Fertigprodukte. In der BLV-Studie kostete der gesunde Korb aus Fertig- und Halbfertigprodukten CHF 145 pro Woche, gegenüber CHF 109 frisch gekocht. Die Bequemlichkeit schlägt also mit rund CHF 36 zu Buche, nicht die Gesundheit.
Wie esse ich gesund mit wenig Geld?
Frisch statt fertig kochen, auf Budget-Eigenmarken setzen (laut K-Tipp rund 41 Prozent günstiger bei fast gleicher Qualität) und saisonal einkaufen. Gesunde Grundnahrungsmittel wie Haferflocken, Hülsenfrüchte, Reis und Tiefkühlgemüse sind als Eigenmarke besonders preiswert.
Sind gesunde Eigenmarken schlechter als Markenprodukte?
Meist nicht. K-Tipp mass in Labortests eine fast identische Qualität (Marken 4,57, Eigenmarken 4,58), wobei die Eigenmarken 57 von 111 Tests für sich entschieden. Bei gesunden Grundzutaten ist die Eigenmarke damit oft die klügere Wahl.
