Haushaltsbudget5 Min. LesezeitAktualisiert:

Haushaltskasse als Paar fair aufteilen: 50/50, nach Einkommen oder mit gemeinsamem Konto?

Als Paar teilst du die Haushaltskasse nach drei Modellen auf: halbe-halbe, im Verhältnis zum Nettoeinkommen oder über eine gemeinsame Kasse. Bei ungleichen Einkommen ist die Aufteilung nach Einkommen ausgewogener; Budgetberatung Schweiz sieht sie für unverheiratete Paare in der Regel vor. Für die Lebensmittel eines Paares rechnet sie mit CHF 550 bis 700 pro Monat (Budgetbeispiele 2025/26).

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Eine Milchflasche giesst in zwei gleiche Gläser nebeneinander, auf einem gelben Tablett

Beim Aufteilen der Haushaltskasse entscheidet der Einkommensunterschied: Bei ähnlichen Einkommen reicht halbe-halbe, bei ungleichen ist die Aufteilung nach Einkommen ausgewogener. Als Richtwert für die Lebensmittel eines Paares nennen die Budgetbeispiele 2025/2026 von Budgetberatung Schweiz CHF 550 bis 700 im Monat, die Basis für die gemeinsame Kasse.

Stand Oktober 2026. Quellen: Budgetberatung Schweiz, «Merkblatt für das Konkubinatsbudget» und Budgetbeispiele für Paare, Version 2025/2026; BFS, «Familien in der Schweiz. Statistischer Bericht 2021», Erhebung zu Familien und Generationen 2023, Haushaltsbudgeterhebung 2018-2019 (abgerufen am 8. Oktober 2026).

Wie teilt man die Haushaltskasse als Paar auf?

Indem man drei Dinge klärt, in dieser Reihenfolge: was gemeinsam ist, nach welchem Schlüssel geteilt wird und womit man bezahlt. Schweizer Paare machen das sehr unterschiedlich: Laut BFS legten 71 % der Ehepaare 2018 ihr gesamtes Haushaltseinkommen zusammen, während 92 % der unverheirateten Paare ohne Kinder mindestens einen Teil ihres Einkommens separat verwalteten (Paare, die seit mindestens zwei Jahren zusammenwohnen, beide 25 bis 54 Jahre alt). Und eingekauft wird oft zu zweit: 2023 erledigten in 51 % der Paarhaushalte derselben Altersgruppe beide Partner die Haushaltseinkäufe. Deshalb lohnt es sich, die Regel vor der ersten Abrechnung festzulegen.

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Welches Modell passt: halbe-halbe, nach Einkommen oder gemeinsame Kasse?

Das hängt von Einkommen und Gewohnheiten ab. Eine Haushaltskasse ist ein Konto oder Portemonnaie für den gemeinsamen Haushalt, in das beide jeden Monat einen vereinbarten Betrag einzahlen und aus dem nur die gemeinsamen Kosten bezahlt werden.
ModellSo funktioniert esFair, wennAchtung
Halbe-halbe (50/50)Beide zahlen die Hälfte der gemeinsamen Kosten, abwechselnd oder mit einer Abrechnung pro Monatdie Einkommen und der Verbrauch ähnlich sindBei ungleichen Einkommen bleibt der Person mit dem tieferen Einkommen im Verhältnis weniger übrig
Nach EinkommenJede Person zahlt so viel Prozent der gemeinsamen Kosten, wie ihr Nettoeinkommen am Nettoeinkommen des Paares ausmachtdie Einkommen verschieden sind: Diese Aufteilung empfiehlt Budgetberatung Schweiz in der RegelNeu rechnen, wenn sich ein Einkommen ändert; die Hausarbeit zählt nicht mit
Gemeinsame Kasse oder gemeinsames KontoBeide zahlen jeden Monat einen festen Betrag ein, gleich hoch oder nach Einkommen, und der Einkauf wird daraus bezahltoft gemeinsam eingekauft wird und wenig abgerechnet werden sollDen Betrag anpassen, wenn sich Preise oder Gewohnheiten ändern

Quelle: Budgetberatung Schweiz, «Merkblatt für das Konkubinatsbudget» (2025/2026).

Wie berechnet man den Anteil nach Einkommen?

Dein Anteil ist dein Nettoeinkommen geteilt durch das Nettoeinkommen des Paares: Wer 60 % des gemeinsamen Nettoeinkommens verdient, zahlt 60 % der gemeinsamen Kosten, die andere Person 40 %.

  1. Zähl die beiden Nettoeinkommen pro Monat zusammen, bei beiden gleich gerechnet, zum Beispiel ohne 13. Monatslohn.
  2. Berechne den Anteil jeder Person und wende ihn auf die gemeinsamen Kosten des Monats an.
  3. Rechne neu, wenn sich ein Einkommen ändert, etwa bei einem Teilzeitpensum.

Warum nicht einfach halbe-halbe? Ein Beispiel nur in Prozent: Die gemeinsamen Kosten machen 40 % des Nettoeinkommens des Paares aus, eine Person verdient 40 % davon, die andere 60 %. Bei 50/50 zahlt jede 20 von 100 Punkten: Der einen bleiben 40 minus 20, also 20, die Hälfte ihres Einkommens, der anderen 60 minus 20, also 40, zwei Drittel. Nach Einkommen zahlt jede 40 % ihres Einkommens und behält 60 %. Wo die Lebensmittel im ganzen Budget stehen, zeigt die 50-30-20-Regel mit Schweizer Zahlen.

Was gehört in die gemeinsame Kasse und was nicht?

In die Kasse gehört, was beide brauchen. Budgetberatung Schweiz zählt Nahrungsmittel, Getränke und Haushaltnebenkosten (Wasch- und Putzmittel, allgemeine Toilettenartikel, Entsorgungskosten) zu den gemeinsamen Kosten.

  • In die Kasse: der Einkauf für zu Hause, WC-Papier, Waschmittel, Kehrichtsäcke.
  • Nicht in die Kasse: das Zmittag bei der Arbeit, Snacks, die nur eine Person isst, und Anschaffungen wie Möbel, die laut Budgetberatung Schweiz idealerweise nicht aus gemeinsamen Mitteln bezahlt werden.
  • Gemeinsam entscheiden: Alkohol, Essen auswärts, Gäste.

Wie viel einzahlen? Die Budgetbeispiele 2025/2026 rechnen für ein Paar mit CHF 550 bis 700 im Monat für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (ohne Restaurant, Gäste und Alkohol) plus CHF 50 bis 100 Haushaltnebenkosten, je nach Einkommen; gemessen hat das BFS rund CHF 642 im Monat für Lebensmittel zu Hause bei Paaren unter 65 ohne Kinder (2018-2019, die letzten Jahre vor Covid). Mehr im Ratgeber zum Lebensmittelbudget für Paare und in der Haushaltsgeld-Tabelle nach Haushaltsgrösse.

Wer hat was bezahlt? So behältst du den Überblick ohne Streit

Mit drei Gewohnheiten: eine gemeinsame Liste, die eigenen Kassenzettel und eine Abrechnung pro Monat.

  1. Eine Liste für beide: Eine gemeinsame Einkaufsliste verhindert, dass die Milch doppelt gekauft wird.
  2. Kassenzettel statt nur Kontoauszug: Der Auszug zeigt Laden und Total, der Kassenzettel, was drin war, und damit auch, was privat ist und nicht in die gemeinsame Kasse gehört. Wie du sie liest: Kassenzettel auswerten.
  3. Einmal im Monat abrechnen: Rechne pro Person die bezahlten gemeinsamen Kosten minus ihren Anteil am Monatstotal. Wer im Minus landet, überweist der anderen Person die Differenz.

In der WG gelten etwas andere Regeln: siehe WG-Einkauf aufteilen.

So machst du es jetzt mit Rappn

Heute noch: Erstelle in Rappn eine Liste und teile sie mit deinem Partner oder deiner Partnerin, dann bearbeitet ihr sie zusammen. Rappn ist eine kostenlose Schweizer App für iOS und Android: Sie vergleicht die aktuellen Aktionen von sieben Schweizer Detailhändlern und macht aus Kassenzetteln eine Ausgabenübersicht. Jede Person erfasst ihre eigenen Kassenzettel per Foto, aus der Galerie oder von Hand; die App sortiert sie nach Kategorie und Monat, und Ende Monat exportierst du sie als PDF oder CSV für die Abrechnung. Was Rappn nicht leistet: Die App rechnet nicht aus, wer wem wie viel schuldet, und deckt nur die Lebensmittel ab; für den Rest gibt es das Haushaltsbuch ohne Kontoanbindung.

Wenn du nicht alles fotografieren willst: Die kostenlose App Rappn importiert die Kassenzettel aus den Kundenprogrammen von drei grossen Schweizer Supermärkten, auf Wunsch bis zu 12 Monate zurück, andere Kassenzettel fotografierst du. Dafür brauchst du ein Rappn-Konto und musst volljährig sein; die Bedingungen der Programme gelten weiter, und der Betreiber kann die Verknüpfung einschränken (so funktioniert die Verknüpfung).

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Rappn ist eine unabhängige Preisvergleichs-App in der Schweiz, ohne kommerzielle Vereinbarungen mit Detailhändlern. Das bedeutet: Unsere Vergleiche sind wirklich unabhängig.

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Häufige Fragen

Was ist die fairste Art, als Paar die Kosten zu teilen?

Das hängt vom Einkommensunterschied ab: Bei ähnlichen Einkommen ist halbe-halbe einfach und fair, bei ungleichen Einkommen ist die Aufteilung im Verhältnis zum Nettoeinkommen ausgewogener. Für die gemeinsamen Kosten unverheirateter Paare, die zusammenwohnen, empfiehlt Budgetberatung Schweiz in der Regel die Aufteilung nach Einkommen (Merkblatt für das Konkubinatsbudget 2025/2026).

Lohnt sich ein gemeinsames Konto für den Einkauf?

Ja, wenn oft gemeinsam eingekauft wird: Beide zahlen jeden Monat einen festen Betrag ein, gleich hoch oder nach Einkommen, und Lebensmittel und Haushaltsartikel werden vom gemeinsamen Konto bezahlt. Als Richtgrösse rechnet Budgetberatung Schweiz für ein Paar mit CHF 550 bis 700 im Monat für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke plus CHF 50 bis 100 Haushaltnebenkosten (Budgetbeispiele 2025/2026).

Wie teilt man den Einkauf, wenn eine Person mehr verdient?

Im Verhältnis zum Nettoeinkommen: Der Anteil jeder Person ist ihr Nettoeinkommen geteilt durch das Nettoeinkommen des Paares. Wer 60 % des gemeinsamen Nettoeinkommens verdient, zahlt 60 % der gemeinsamen Kosten, die andere Person 40 %, und ändert sich ein Einkommen, wird neu gerechnet.

Welche App können Paare verwenden, um ihre Ausgaben zu erfassen?

Das hängt von der Aufgabe ab: Apps zum Kostenteilen rechnen aus, wer wem wie viel schuldet; eine allgemeine Budget-App für Paare oder eine Tabelle deckt das ganze Budget ab; die Ausgabenübersicht der Banking-App zeigt pro Einkauf nur Laden und Total. Für die Einkaufsliste und die Kassenzettel gibt es die kostenlose App Rappn: geteilte Liste, Kassenzettel per Foto, Ausgaben nach Kategorie und Monat, Export als PDF oder CSV.

Können wir Rappn zu zweit nutzen?

Ja: Eine geteilte Liste in Rappn bearbeiten beide, und jede Person erfasst ihre eigenen Kassenzettel per Foto, aus der Galerie oder von Hand und exportiert sie als PDF oder CSV. Die Abrechnung macht ihr selbst: Rappn rechnet nicht aus, wer wem wie viel schuldet.

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