KI-App und Datenschutz: die 10 Fragen, die du vor der Installation stellst
Stelle zehn Fragen, bevor du einer KI-App deine Daten gibst: welche Daten sie erhebt, ob sie damit ein Modell trainiert, wer sie wo bearbeitet, wie lange sie bleiben, wie du sie löschst, wer sie sonst erhält, welche Berechtigungen sie verlangt, ob sie an deiner Stelle handelt, wer verantwortlich ist und wie sie Änderungen ankündigt. Die Antworten stehen in der Datenschutzerklärung, in den Einstellungen und in den Einträgen der App-Stores. Laut dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB, Seite vom 24. September 2025) gilt das Datenschutzgesetz direkt auch für KI-gestützte Datenbearbeitungen.
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Rappn laden, gratisBevor du eine App installierst, die KI auf deine Einkaufs- oder Budgetdaten anwendet, prüfe zehn Punkte: erhobene Daten, Training, Anbieter und Land, Aufbewahrung, Löschung, Empfänger, Berechtigungen, Handeln an deiner Stelle, Verantwortlicher und Änderungen. Schweigt die Datenschutzerklärung, kannst du beim Verantwortlichen nachfragen, welche Daten er warum bearbeitet (Art. 25 DSG).
Stand Oktober 2026. Quellen: EDÖB, «KI und Datenschutz» (24. September 2025), «Künstliche Intelligenz (KI) im Alltag», «Informationspflicht» und «Datenschutzerklärungen im Internet»; DSG, SR 235.1, konsolidierter Text vom 7. Juli 2025; Apple, Datenschutzinformationen im App Store; Google, Datensicherheit bei Google Play; BACS, Geräteschutz (abgerufen am 20. Oktober 2026).
Was solltest du fragen, bevor du einer KI-App deine Daten gibst?
Eine KI-App schickt meist, was du eingibst (Listen, Kassenzettel, Fotos, Fragen), an ein KI-Modell, das die App selbst oder ein externer Anbieter betreibt. Laut EDÖB gilt das Datenschutzgesetz direkt für solche Bearbeitungen. Vor der Eingabe von Personendaten rät er, sich über Hersteller, Zweck und Risiken zu informieren, über Zugriff, Dritte und Datensicherheit sowie, beim Training, darüber, welche Daten verwendet werden, ob sie anonymisiert sind und ob du widersprechen kannst. Akzeptierst du die Bedingungen nicht, rät er, auf den Dienst zu verzichten oder, wenn möglich, die Personendaten vorher zu entfernen.
Das ist die Startseite von Rappn, eine Vorschau der Funktionen vor der Installation: So kannst du die zehn Fragen auf das anwenden, was du siehst. Tippe auf die Tabs, um sie zu erkunden.
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Die 10 Fragen an die App
- Welche Daten erhebt sie? Auch Fotos von Kassenzetteln, Kundenkartendaten, Standort.
- Trainiert sie damit ein Modell, und wie widersprichst du? Für allgemeine KI-Assistenten siehe was mit deinen Eingaben passiert und wie Connectors und Berechtigungen funktionieren.
- Welcher KI-Anbieter bearbeitet sie, in welchem Land?
- Wie lange bewahrt sie die Daten auf?
- Wie löschst du Konto und Daten?
- Wer erhält sie sonst noch? Werbung, Partner, weitere Anbieter.
- Welche Handy-Berechtigungen verlangt sie, und wozu?
- Handelt sie an deiner Stelle (Zahlungen, Bestellungen) und fragt sie vorher nach? Dazu: Was ist ein KI-Agent?
- Wer ist verantwortlich, und wie erreichst du ihn?
- Wie kündigt sie Änderungen an?
Wo findest du die Antworten?
| Frage | Wo nachschauen | Warnzeichen |
|---|---|---|
| 1 Erhobene Daten | Datenschutzerklärung; Eintrag der App im Store | Allgemeine Liste («erforderliche Daten»), oder Eintrag und Erklärung widersprechen sich |
| 2 Training | Datenschutzerklärung; Einstellungen der App oder des Kontos | Keine Antwort, oder nur «anonymisierte Daten»: Mit KI lassen sich auch solche Daten wieder einer Person zuordnen (EDÖB) |
| 3 Anbieter und Land | Datenschutzerklärung: Empfänger und Bekanntgabe ins Ausland | Nur «Dritte» oder «Partner», ohne Kategorien und ohne Staat |
| 4 Aufbewahrung | Datenschutzerklärung; sonst das Auskunftsgesuch (Art. 25 Abs. 2 Bst. d DSG) | Weder Dauer noch Kriterien |
| 5 Löschung | Kontoeinstellungen; Datenschutzerklärung; bei Google Play «Datensicherheit» | Kein Weg zum Löschen, oder nur eine Adresse, die nicht antwortet |
| 6 Empfänger | Datenschutzerklärung; App Store «Für Tracking verwendete Daten»; Google Play «Datenweitergabe» | Werbung oder «Partner» ohne Namen und Kategorie |
| 7 Berechtigungen | Berechtigungsabfrage des Handys; Handy-Einstellungen | Berechtigungen, die nicht erklärt werden oder die Funktion nicht braucht |
| 8 Handeln an deiner Stelle | Nutzungsbedingungen; Bestätigungsdialoge in der App | Bestellt oder zahlt ohne Bestätigung |
| 9 Verantwortlicher | Datenschutzerklärung; Impressum der App | Keine Firma, keine Adresse, kein Kontakt |
| 10 Änderungen | Datum und Version am Ende der Erklärung | Kein Datum, oder Änderungen «jederzeit» ohne Ankündigung |
Die Einträge der Stores deklarieren die Entwickler selbst: Bei Google prüft die unabhängige Sicherheitsüberprüfung, wo es sie gibt, nicht, ob der Abschnitt «Datensicherheit» korrekt und vollständig ist, und ein Dienstanbieter, der Daten im Auftrag des Entwicklers bearbeitet, muss nicht unter «Datenweitergabe» erscheinen. Beginne beim Eintrag, aber lies die Datenschutzerklärung.
Welche Handy-Berechtigungen solltest du erteilen?
Erteile nur Berechtigungen, welche die Funktion braucht, die du gerade nutzt, und prüfe sie in den Handy-Einstellungen, App für App. Bei einer KI-App verdienen Kamera und Galerie (Kassenzettel, Fotos), Mikrofon, Standort, Kontakte und Mitteilungen besondere Aufmerksamkeit. Das BACS empfiehlt, Apps nur aus anerkannten Stores zu laden und Bewertungen und Zugriffsrechte kritisch zu prüfen.
Was tun, wenn eine Antwort fehlt: welche Rechte hast du?
Schreibe dem Verantwortlichen: Jede Person kann von ihm Auskunft darüber verlangen, ob er Daten über sie bearbeitet, und die Auskunft umfasst unter anderem die bearbeiteten Daten, den Zweck, die Aufbewahrungsdauer oder die Kriterien dafür und die Empfänger oder ihre Kategorien; sie ist grundsätzlich kostenlos und kommt in der Regel innert 30 Tagen (Art. 25 DSG). Grundsätzlich kannst du auch Berichtigung und Löschung verlangen (EDÖB, «Meine Rechte kennen und durchsetzen»). Anfrage und weitere Schritte: Anleitung zu deinen Rechten bei KI und Datenschutz. Das sind allgemeine Hinweise, keine Rechtsberatung.
Wie nutzt du die 10 Fragen heute?
Erster Schritt: Öffne die Datenschutzerklärung einer App, die du schon nutzt, und suche die Antworten auf die zehn Fragen. Für Rappn, eine kostenlose Schweizer App (iOS und Android), die die aktuellen Aktionen von sieben Schweizer Detailhändlern vergleicht und aus Kassenzetteln eine Ausgabenübersicht macht, nennt die Datenschutzerklärung (Version 2.0 vom 17. April 2026, abgerufen am 20. Oktober 2026) die Rappn GmbH in Zug als Verantwortliche, mit Kontakt info@rappn.ch, und hält fest: «Wir verkaufen Ihre Personendaten nicht». Rappn deckt die Lebensmittel ab, nicht Miete, Versicherungen oder Steuern. Rappn baut gerade einen KI-Assistenten für den Einkauf: Du kannst dich auf die Warteliste setzen.
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Warum Rappn?
Rappn ist eine unabhängige Preisvergleichs-App in der Schweiz, ohne kommerzielle Vereinbarungen mit Detailhändlern. Das bedeutet: Unsere Vergleiche sind wirklich unabhängig.
- 100% kostenlos: kein Abo, keine versteckten Kosten
- Neutral: keine kommerziellen Vereinbarungen mit Migros, Coop, Aldi, Lidl, Denner, Aligro oder Otto’s
- Täglich aktualisiert, sobald die Ketten ihre Aktionen veröffentlichen
- Die Aktionen der Ketten an einem Ort: suchen, filtern, vergleichen, ohne Abo
- Menüplaner in der Küche: Woche planen, Zutaten auf die Einkaufsliste schicken
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Häufige Fragen
Verwenden KI-Apps meine Daten, um das Modell zu trainieren?
Das hängt von der App und vom Tarif ab. Laut EDÖB (24. September 2025) haben Nutzerinnen und Nutzer eines Sprachmodells, das direkt mit ihnen kommuniziert, das Recht zu erfahren, ob ihre Eingaben zur Verbesserung selbstlernender Programme oder zu weiteren Zwecken weiterverwendet werden. Suche die Antwort in der Datenschutzerklärung und in den Einstellungen; für allgemeine KI-Assistenten stehen die Einstellungen, wie die Anbieter sie beschreiben, in den Anleitungen zu Eingaben in einem Assistenten und zu Connectors.
Wie sehe ich, welche Daten eine App erhebt?
Schau vor der Installation in den Eintrag der App im Store: Im App Store zeigt der Datenschutzbereich, welche Datentypen die App erfassen kann und ob sie mit dir verknüpft sind oder für Tracking verwendet werden; bei Google Play nennt der Abschnitt «Datensicherheit» erhobene und weitergegebene Daten, Sicherheitspraktiken und die Löschung. Das sind Angaben der Entwickler (Apple und Google, abgerufen am 20. Oktober 2026): Vergleiche sie mit der Datenschutzerklärung.
Kann ich meine Daten löschen lassen?
Grundsätzlich kannst du vom Verantwortlichen die Löschung verlangen: Der EDÖB nennt die Löschung unter den Rechten, die du geltend machen kannst, im Rahmen der gesetzlichen Grenzen. Du kannst ihn auch schriftlich fragen, welche Daten er bearbeitet (Art. 25 DSG). Die Schritte und einen Anfragetext findest du in der Anleitung zu deinen Rechten bei KI und Datenschutz.
Kann eine App für mich einkaufen?
Nur, wenn du ihr eine Zahlungsart oder ein Konto eines Shops verknüpft hast und es erlaubst. Prüfe vor dem Verknüpfen, ob die App bei jedem Kauf nachfragt und wie du den Zugriff widerrufst; der Unterschied zwischen Assistent und Agent steht in der Anleitung zu KI-Agenten.
Wie bearbeitet Rappn die Daten?
Laut der Datenschutzerklärung von Rappn (Version 2.0 vom 17. April 2026) ist die Rappn GmbH in Zug verantwortlich (info@rappn.ch; Rappn strebt eine Antwort innert 30 Tagen an), und die Daten werden in erster Linie in der Schweiz und im Europäischen Wirtschaftsraum bearbeitet, einzelne Bearbeitungen auch ausserhalb, unter anderem in den USA. Kontodaten bleiben für die Dauer des Kontos und höchstens 12 weitere Monate nach der Schliessung, und wesentliche Änderungen kündigt Rappn vorab an, zum Beispiel in der App oder per E-Mail. Rappn baut gerade einen KI-Assistenten für den Einkauf: Die Warteliste gibt es auf der Website.
