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Mogelpackung in der Schweiz: so erkennst du die versteckte Preiserhöhung

Shrinkflation ist, wenn eine Packung still schrumpft, während der Preis gleich bleibt. In der Schweiz ist der Grundpreis pro 100g oder Liter, per Gesetz neben dem Regalpreis ausgewiesen, deine eingebaute Verteidigung. Hier ist, wie es funktioniert, welche Kategorien am stärksten betroffen sind, was die Konsumentenorganisationen tun und wie du Grundpreise über die Zeit im Auge behältst.

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Eine grosse unbedruckte Kartonschachtel auf einer Alpwiese, ein gelbes Band markiert im Gras einen deutlich breiteren Umriss.

Shrinkflation ist die leise Preiserhöhung, die sich vor aller Augen versteckt. Die Packung sieht gleich aus, der Regalpreis sieht gleich aus, aber es ist weniger drin als früher: ein paar Gramm Schokolade weniger, ein kleinerer Becher Glace, ein Guetzli weniger in der Rolle. Weil der sichtbare Preis sich nicht bewegt hat, merken es die meisten nie, und genau das ist der Sinn der Sache. Die gute Nachricht: Die Schweiz gibt dir eine eingebaute Verteidigung. Per Gesetz muss bei mengenmässig messbaren Packungen der Grundpreis (der Preis pro 100g, pro Kilo oder pro Liter) neben dem Regalpreis stehen, und diese eine Zahl ist der ehrliche Weg, eine schrumpfende Packung zu erwischen. Dieser Ratgeber erklärt, wie Shrinkflation funktioniert, welche Produktkategorien tendenziell am stärksten betroffen sind, was die Schweizer Konsumentenorganisationen dagegen tun und wie das Verfolgen des Grundpreises über die Zeit einen unsichtbaren Trick sichtbar macht.

Laufend geprüft: die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) und ihr Aufruf, Shrinkflation zu melden; die Fédération romande des consommateurs (FRC); die Associazione consumatrici e consumatori della Svizzera italiana (ACSI) und ihr Magazin La borsa della spesa; Schweizer Konsumentenjournalismus von Kassensturz / Espresso (SRF), K-Tipp und Bon à Savoir; sowie die Preisbekanntgabeverordnung (PBV) des Bundes zur obligatorischen Grundpreisangabe. Konkrete Produkte, Grössen und Preise ändern sich mit der Zeit, deshalb erklärt dieser Ratgeber, wie man Shrinkflation erkennt, statt Zahlen zu nennen, die schnell veralten; die Grundpreise der laufenden Aktionen siehst du in der Rappn-App.

Rappn ist eine unabhängige Preisvergleichs-App für Lebensmittel in der Schweiz, ohne kommerzielle Vereinbarungen mit irgendeinem Detailhändler. Wir werden nicht von Coop, Migros, Denner, Aldi, Lidl, Aligro oder Otto's dafür bezahlt, sie zu bewerten, und nichts hier ist gesponsert.

Was Shrinkflation wirklich ist (und wie sie sich vom Schein-Rabatt unterscheidet)

Shrinkflation, auf Deutsch Mogelpackung, ist, wenn die Menge in einer Packung schrumpft, während der Preis gleich bleibt oder sich kaum bewegt. Das Ergebnis ist ein höherer Preis pro Gewichts- oder Volumeneinheit, obwohl die Zahl auf dem Regaletikett unverändert wirkt. Das ist etwas anderes als eine irreführende Aktion: Ein Schein-Rabatt spielt mit dem Referenzpreis und dem Wort "Aktion", während Shrinkflation mit dem Inhalt spielt. Zur Aktions-Seite der Geschichte siehe unseren Ratgeber zum Erkennen von Schein-Rabatten in der Schweiz. Auf dieser Seite geht es um die Gramm, nicht um den Prozent-Kleber.

Entscheidend ist: Shrinkflation ist in der Schweiz grundsätzlich legal. Ein Hersteller, der weniger in die Packung gibt, lügt nicht, solange das neue Gewicht und der Preis korrekt deklariert sind. Die Information ist vollständig vorhanden. Der Haken ist, dass kaum jemand beim Einkaufen den Preis pro 100g im Kopf neu ausrechnet, weshalb eine kleinere Packung zum alten Preis monatelang unbemerkt bleiben kann.

Mogelpackungen verstecken sich im Inhalt, nicht im Preisschild: Die Schachtel bleibt, der Inhalt schrumpft. Rappn zeigt die Aktionen mit Grundpreis, damit du den Preis pro Kilo oder Liter vergleichst, nicht die Schachtel.

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Die eine Zahl, die es entlarvt: der Grundpreis

Die Schweiz hat eine ungewöhnlich nützliche Regel auf deiner Seite. Gemäss der Preisbekanntgabeverordnung des Bundes müssen die meisten mengenmässig messbaren Packungen nicht nur den Regalpreis zeigen, sondern direkt daneben auch den Grundpreis, den Preis pro Kilo, pro Liter oder pro 100g. Diese Vergleichszahl ist das Gegenmittel gegen Shrinkflation. Wenn eine Packung still von einer grösseren auf eine kleinere Grösse wechselt und der Regalpreis gleich bleibt, steigt der Grundpreis, und der Grundpreis steht schwarz auf weiss da. Gewöhn dir an, die kleine Zeile "pro 100g" oder "pro Liter" zu lesen statt der grossen Zahl, und eine schrumpfende Packung ist nicht mehr unsichtbar.

Welche Kategorien tendenziell am stärksten betroffen sind

Shrinkflation kann überall auftauchen, doch Konsumentenorganisationen und die Schweizer Presse markieren tendenziell dieselben Produktarten: verpackte Waren, bei denen eine kleine Änderung der Füllmenge leicht zu kaschieren ist. Hier ist eine qualitative Karte, wo du die Augen offen halten solltest. Sie behauptet nicht, dass ein Produkt geschrumpft sei; sie zeigt, wo das Format eine stille Änderung am leichtesten durchgehen lässt.
KategorieAnfälligkeit für stille GrössenänderungWarum
Schokolade, Guetzli und Süsswaren HöherEine Tafel oder Rolle kann ein paar Gramm oder ein Stück verlieren, ohne sichtbare Änderung der Verpackung
Glace und Tiefkühl-Desserts HöherDas Becher-Volumen kann schrumpfen, während die Becher-Stellfläche im Regal gleich aussieht
Chips, Snacks und Beutelware HöherBeutel sind teils Luft; eine tiefere Füllmenge ist mit dem Auge schwer zu sehen
Fertiggerichte, Tiefkühlpizza und Kühl-Convenience MittelEine moderate Gramm-Reduktion fällt auf einer vollen Packung leicht durch
Kaffee, Cerealien und Trockenprodukte MittelNormal aussehende Schachteln und Beutel können ein tieferes Nettogewicht tragen
Haushalt und Körperpflege (Waschmittel, Kosmetik) MittelFlaschen- und Tubengrössen können sich zwischen Chargen subtil ändern
Frischware nach Gewicht TieferDu zahlst pro Kilo, der Preis pro Einheit ist also bereits explizit

Was die Schweizer Konsumentenorganisationen tun

Die Schweizer Konsumentenorganisationen behandeln Shrinkflation als Transparenzfrage und nicht als Preisdelikt, weil sie legal ist. Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) in der Deutschschweiz, die Fédération romande des consommateurs (FRC) in der Romandie und die ACSI in der italienischsprachigen Schweiz haben das Thema alle aufgegriffen und das Publikum zu verschiedenen Zeitpunkten eingeladen, vermutete Fälle zu melden, damit die Praxis dokumentiert werden kann. Konsumentenjournalismus von Kassensturz und K-Tipp auf Deutsch, Bon à Savoir und A Bon Entendeur auf Französisch sowie La borsa della spesa auf Italienisch untersucht regelmässig Beispiele und bittet Hersteller und Händler um Erklärungen. Detailhändler haben generell geantwortet, dass sie echte, unvermeidbare Preisänderungen lieber offen kommunizieren und dass sie diese Praxis bei ihren eigenen Marken nicht verfolgen, wobei sie darauf hinweisen, dass Markenprodukte von ihren Herstellern bestimmt werden. Die Schweiz hat bislang kein spezifisches Kennzeichnungsgesetz eingeführt, das einen Hinweis "diese Packung wurde kleiner" erzwingt, weshalb dein bester Schutz der bereits im Regal stehende Grundpreis bleibt.

Wie eine Preisvergleichs-App beim Grundpreis hilft

Ein einzelner Regalbesuch zeigt dir nur die heutige Packung. Shrinkflation ist eine Änderung über die Zeit, also erwischt man sie, indem man den Grundpreis über Wochen im Auge behält und nicht nur einmal auf den Regalpreis schaut: Notier dir den Grundpreis der Produkte, die du am meisten kaufst. Rappn hilft beim Vergleich der Aktionen: Du suchst ein Produkt und siehst bei den laufenden Aktionen von Coop, Migros, Denner, Aldi, Lidl, Otto's und Aligro den Grundpreis (pro Kilo, pro Liter oder pro 100g) neben dem Packungspreis, die ehrliche Art, zwei verschiedene Packungsgrössen desselben Produkts zu vergleichen. Produkte, die du regelmässig kaufst, kannst du beobachten, dann meldet dich die App, sobald sie in Aktion gehen. Alles ist auf deinen Kanton gefiltert, und die App ist kostenlos und hat mit keinem Detailhändler eine kommerzielle Vereinbarung. Geht es dir breiter schlicht um die tiefste Gesamtrechnung, zeigen unser Ratgeber zum günstigsten Supermarkt der Schweiz und die Preisvergleichs-App für die Schweiz, wie du den ganzen Einkauf nebeneinander stellst.

Fünf Gewohnheiten, die Shrinkflation schlagen

Du musst nicht jede Packungsgrösse des Landes auswendig lernen. Ein paar Gewohnheiten erledigen das Meiste. Lies den Grundpreis, nicht den Regalpreis. Sei in den oben genannten Hoch-Anfälligkeits-Kategorien etwas aufmerksamer. Vergleich Gleiches mit Gleichem über die Ketten hinweg, statt einem Regal zu vertrauen. Verfolg die Produkte, die du am meisten kaufst, denn dort kostet eine stille Änderung übers Jahr am meisten. Und melde alles, was komisch aussieht, der Konsumentenorganisation in deiner Region, denn je mehr Fälle dokumentiert sind, desto schwerer ist die Praxis zu verbergen. Zum Kauf in grösseren Formaten, wo der Preis pro Einheit oft klarer ist, siehe unseren Ratgeber zu Grosspackungen in der Schweiz.

Laufend geprüft. Produkte, Packungsgrössen und Preise ändern sich mit der Zeit; dieser Ratgeber wird aktualisiert, während sich die Schweizer Detailhandelslandschaft verschiebt.

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  • Täglich aktualisiert, sobald die Ketten ihre Aktionen veröffentlichen
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Häufige Fragen

Was ist Shrinkflation, einfach erklärt?

Shrinkflation ist, wenn eine Packung still kleiner wird, während der Regalpreis gleich bleibt oder sich kaum ändert. Du bekommst ein paar Gramm Schokolade weniger, einen kleineren Becher Glace oder ein Guetzli weniger, zahlst aber gleich viel, sodass der echte Preis pro 100g oder pro Liter steigt, ohne dass sich der sichtbare Preis bewegt. Auf Deutsch heisst es Mogelpackung. Weil das neue Gewicht und der Preis korrekt auf der Packung stehen, ist es in der Schweiz grundsätzlich legal; der Trick ist schlicht, dass kaum jemand beim Einkaufen den Grundpreis neu ausrechnet.

Wie erkenne ich Shrinkflation im Schweizer Supermarkt?

Lies den Grundpreis, nicht den Regalpreis. Gemäss der Schweizer Preisbekanntgabeverordnung müssen die meisten mengenmässig messbaren Packungen den Preis pro Kilo, pro Liter oder pro 100g direkt neben dem Regalpreis zeigen. Diese Vergleichszahl ist der Verräter: Wenn eine Packung bei gleichem Regalpreis auf eine kleinere Grösse schrumpft, steigt der Grundpreis, obwohl die grosse Zahl unverändert aussieht. Gewöhn dir an, die kleine pro-100g- oder pro-Liter-Zeile zu lesen, und verfolg sie über die Zeit bei den Produkten, die du am meisten kaufst, denn Shrinkflation ist eine Änderung über Wochen, nicht etwas, das man in einem Blick sieht.

Ist Shrinkflation in der Schweiz legal?

Grundsätzlich ja. Ein Hersteller, der weniger in die Packung gibt, bricht kein Gesetz, solange die neue Nettomenge und der Preis korrekt deklariert sind, was sie sind. Alle erforderlichen Informationen stehen auf dem Etikett. Die Schweiz hat keine spezifische Regel eingeführt, die einen sichtbaren Hinweis 'diese Packung ist jetzt kleiner' erzwingt. Deshalb behandeln Konsumentenorganisationen Shrinkflation als Transparenzfrage und nicht als Preisdelikt, und deshalb ist dein stärkster Alltagsschutz der bereits im Regal aufgedruckte Grundpreis.

Welche Produkte sind am stärksten von Shrinkflation betroffen?

Sie kann überall auftauchen, doch Konsumentenorganisationen und die Schweizer Presse markieren tendenziell verpackte Waren, bei denen eine kleine Änderung der Füllmenge leicht zu kaschieren ist: Schokolade, Guetzli und Süsswaren, Glace und Tiefkühl-Desserts, Chips und Snacks im Beutel, Fertiggerichte und Tiefkühl-Convenience sowie einige Haushalts- und Körperpflegeartikel. Frischware nach Gewicht ist weniger anfällig, weil du bereits pro Kilo zahlst und der Preis pro Einheit explizit ist. Nichts davon bedeutet, dass ein bestimmtes Produkt geschrumpft ist; es zeigt nur, wo das Format eine stille Änderung am leichtesten durchgehen lässt.

Wie hilft Rappn gegen Shrinkflation?

Rappn zeigt bei den laufenden Aktionen von Coop, Migros, Denner, Aldi, Lidl, Otto's und Aligro den Grundpreis (pro Kilo, pro Liter oder pro 100g) neben dem Packungspreis, die ehrliche Art, zwei verschiedene Packungsgrössen desselben Produkts zu vergleichen. Produkte, die du regelmässig kaufst, kannst du beobachten, dann meldet dich die App, sobald sie in Aktion gehen; den Grundpreis über die Zeit behältst du am besten selbst im Auge. Alles ist auf deinen Kanton gefiltert, und die App ist kostenlos und neutral, ohne kommerzielle Vereinbarungen mit Detailhändlern.

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