Franchise der Krankenkasse: 300 oder 2'500 Franken? So entscheidest du mit der Rechnung
Die ordentliche Franchise für Erwachsene beträgt CHF 300, wählbar sind CHF 500, 1'000, 1'500, 2'000 und 2'500; über der Franchise zahlst du 10 Prozent der Kosten, höchstens CHF 700 pro Jahr (priminfo, BAG, Prämien 2027). Eine höhere Franchise senkt die Prämie, lohnt sich aber nur, wenn deine Behandlungskosten im Jahr unter dem Break-even bleiben, den du mit einer Formel und dem Prämienunterschied aus dem offiziellen Rechner berechnest. Der Ratgeber empfiehlt keine Franchise: Er zeigt dir die Regeln, die Fristen und die Rechnung.
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Lebensmittel in Rappn verfolgen, gratisDie Franchise ist der Betrag, den du pro Jahr für Behandlungen der Grundversicherung selbst bezahlst, bevor die Krankenkasse ihren Teil übernimmt: CHF 300 für Erwachsene, auf Wunsch CHF 500, 1'000, 1'500, 2'000 oder 2'500 (priminfo, BAG, Prämien 2027). Über der Franchise zahlst du den Selbstbehalt, 10 Prozent der Kosten, für Erwachsene höchstens CHF 700 pro Jahr. Eine höhere Franchise senkt die Prämie, lohnt sich in einem Jahr aber nur, wenn deine Behandlungskosten unter einem Break-even-Punkt bleiben, den du mit einer Formel und dem Prämienunterschied aus dem offiziellen Prämienrechner von priminfo berechnest.
Stand Oktober 2026. Quellen: priminfo und FAQ (Bundesamt für Gesundheit, BAG); Fedlex, KVG und KVV; Budgetberatung Schweiz, Krankenkasse und Budgetbeispiele 2025/26 (abgerufen am 14. Oktober 2026).
Franchise 300 oder 2'500: Wie wählst du?
Du wählst, indem du vergleichst, um wie viel die Prämie sinkt und wie viel mehr du zahlen könntest, wenn du krank wirst. Mit CHF 300 ist die Prämie höher, und Franchise und Selbstbehalt betragen zusammen höchstens CHF 1'000 pro Jahr; mit CHF 2'500 sinkt die Prämie, aber das Maximum steigt auf CHF 3'200 (2'500 + 700).
Laut priminfo kommt eine höhere Franchise in Frage, wenn du gesund bist, selten zum Arzt gehst und genug Geld für unvorhergesehene Behandlungen auf dem Konto hast; bei häufigen oder regelmässigen Behandlungen ist eine tiefe Franchise besser. Dieser Ratgeber empfiehlt keine Stufe.
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Deine Ausgaben
Wie funktionieren Franchise und Selbstbehalt?
Die Franchise ist ein fester Betrag pro Kalenderjahr; darüber zahlst du den Selbstbehalt, 10 Prozent der Kosten, die sie übersteigen (KVG Art. 64). Die Jahreshöchstbeträge (KVV Art. 103):
- Erwachsene: Selbstbehalt höchstens CHF 700 pro Jahr; insgesamt also CHF 1'000 mit der Franchise von CHF 300 oder die gewählte Franchise plus CHF 700. Im Spital kommen in der Regel CHF 15 pro Tag dazu.
- Kinder: keine Franchise in der ordentlichen Versicherung (wählbar CHF 100 bis 600), Selbstbehalt höchstens CHF 350 pro Kind.
- Kalenderjahr: Es zählt das Behandlungsdatum; am 1. Januar beginnst du wieder bei null, und bei einer Behandlung über den Jahreswechsel zahlst du die Kostenbeteiligung unter Umständen zweimal.
Der Break-even-Punkt, mit Formel
Eine höhere Franchise lohnt sich in einem Jahr nur, wenn der Prämienunterschied grösser ist als das, was du bei Behandlungen mehr selbst zahlst. Für Erwachsene beträgt der Break-even, in Franken Behandlungskosten pro Jahr, 300 + Prämienunterschied pro Jahr ÷ 0,9: Darunter ist die höhere Franchise günstiger, darüber teurer, weil du mit der Franchise von 300 auf die Kosten über 300 ohnehin 10 Prozent zahlen würdest.
- Lies im Prämienrechner von priminfo die Monatsprämie deiner Kasse und deines Modells mit Franchise 300 und mit der Franchise, die dich interessiert: Die Differenz mal 12 ist der Prämienunterschied pro Jahr.
- Setz ihn in die Formel ein und vergleiche den Break-even mit den Behandlungskosten, die du erwartest; der Franchisenrechner vergleicht die Gesamtkosten pro Jahr je Franchise.
| Franchise (CHF) | Höchstrabatt auf die Prämie pro Jahr (CHF, priminfo) | Höchstens mehr selbst zu zahlen als bei 300 (CHF, eigene Berechnung) | Break-even beim Höchstrabatt (CHF Behandlungskosten, eigene Berechnung) |
|---|---|---|---|
| 500 | 140 | 200 | 456 |
| 1'000 | 490 | 700 | 844 |
| 1'500 | 840 | 1'200 | 1'233 |
| 2'000 | 1'190 | 1'700 | 1'622 |
| 2'500 | 1'540 | 2'200 | 2'011 |
Vereinfachte Schätzung mit Höchstwerten für Erwachsene, keine versprochenen Beträge: Gewährt die Kasse weniger Rabatt (höchstens 70 Prozent des zusätzlichen Risikos, KVV Art. 95), sinkt auch der Break-even, und sie muss nicht alle Stufen anbieten. Statt 300 setzt du die tiefere der beiden verglichenen Franchisen ein (bei Kindern 0).
Wann kannst du die Franchise wechseln?
Die neue Franchise gilt ab 1. Januar: Eine höhere wählst du nur auf den Beginn eines Kalenderjahres, zu einer tieferen wechselst du auf Jahresende (KVV Art. 94). Um früh genug zu handeln, empfiehlt priminfo auf der Seite zum Wechsel der Krankenkasse, die Kasse bis zum 15. November zu informieren, in beiden Richtungen (Stand: Oktober 2026).
Die FAQ von priminfo (Stand: Oktober 2026) präzisieren: Eine tiefere Franchise, unabhängig vom Gesundheitszustand möglich, muss der Kasse spätestens am letzten Arbeitstag im November schriftlich mitgeteilt werden; für eine höhere wird empfohlen, spätestens Mitte Dezember zu schreiben. Siehe auch den Fristenkalender und Krankenkasse wechseln.
Die Reserve für Arztkosten
Mit einer hohen Franchise trägst du das Risiko selbst, und Franchise und Selbstbehalt lassen sich nicht versichern (KVG Art. 64 Abs. 8). Die Budgetberatung Schweiz schreibt, dass du den schlimmsten Fall zur Seite legen musst (bei CHF 2'500 eine Rechnung von CHF 3'200), und empfiehlt, wenn dir das nicht gelingt, trotz höherer Prämie die tiefste Franchise.
So bringst du Franchise und Prämie ins Budget
Führe zwei getrennte Posten: die Prämie als fixe Monatsausgabe und die Franchise als Reserve, die du aufbaust. Trag die Monatsprämie 2027 bei den Fixkosten ein; setze das Reserveziel auf Franchise plus CHF 700 für Erwachsene, teile es durch die Monate, die du hast, und nimm es in die Haushaltsbuch-Vorlage auf.
Für die tiefste Franchise und einen Teil des Selbstbehalts rechnet die Budgetberatung Schweiz in ihren Beispielen 2025/26 mit CHF 40 pro Monat für eine Einzelperson, 80 für ein Paar und 100 für eine Familie mit zwei Kindern. Weitere Hebel: Fixkosten senken.
Rappn ist eine kostenlose Schweizer App (iOS und Android): Sie vergleicht die aktuellen Aktionen von sieben Schweizer Detailhändlern und verwandelt Kassenzettel in eine Ausgabenübersicht. Sie deckt nur die Lebensmittel ab, nicht Prämie und Franchise. Du fotografierst einen Kassenzettel, lädst ihn aus der Galerie hoch oder erfasst einen Einkauf von Hand, und die App sortiert deine Einkäufe nach Kategorie und zeigt deine Ausgaben pro Monat. Rappn baut gerade einen KI-Assistenten für den Einkauf: Du kannst dich auf die Warteliste setzen.
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Häufige Fragen
Welche Franchise lohnt sich?
Das hängt davon ab, wie viel du für Behandlungen ausgibst und wie viel du auf der Seite hast: Eine Antwort für alle gibt es nicht, und dieser Ratgeber empfiehlt keine Stufe. Für Erwachsene beträgt der Break-even 300 + Prämienunterschied pro Jahr ÷ 0,9: Liegen deine erwarteten Behandlungskosten darunter, kostet die höhere Franchise in diesem Jahr weniger, darüber mehr. Den Prämienunterschied liest du auf priminfo (BAG).
Was ist der Selbstbehalt?
Der Selbstbehalt sind 10 Prozent der Behandlungskosten, die über der Franchise liegen. Er beträgt höchstens CHF 700 pro Jahr für Erwachsene und CHF 350 für Kinder (KVG Art. 64, KVV Art. 103). Im Spital zahlen Erwachsene in der Regel zusätzlich CHF 15 pro Tag, Kinder nicht (priminfo, KVV Art. 104).
Bis wann kann ich die Franchise wechseln?
Die neue Franchise gilt ab 1. Januar. Um früh genug zu handeln, empfiehlt priminfo auf der Seite zum Wechsel der Krankenkasse, die Kasse bis zum 15. November zu informieren, für eine höhere wie für eine tiefere Franchise; laut den FAQ von priminfo muss eine tiefere Franchise spätestens am letzten Arbeitstag im November schriftlich mitgeteilt werden, und für eine höhere wird empfohlen, spätestens Mitte Dezember zu schreiben (Stand: Oktober 2026).
Wie stark kann die Prämie mit einer hohen Franchise sinken?
Für Erwachsene beträgt der Höchstrabatt auf die Prämie CHF 140 pro Jahr bei Franchise 500, 490 bei 1'000, 840 bei 1'500, 1'190 bei 2'000 und 1'540 bei 2'500 (priminfo, BAG, Oktober 2026). Das sind Höchstwerte, keine versprochenen Beträge: Die Kasse darf weniger gewähren, und die Prämie sinkt nie unter 50 Prozent der ordentlichen. Deinen Betrag liest du im Prämienrechner.
Wie plane ich Franchise und Prämie im Budget?
Die Prämie ist eine fixe Monatsausgabe; für die Franchise baust du eine Reserve in der Höhe von Franchise plus CHF 700 für Erwachsene auf. Rappn deckt nur die Lebensmittel ab, nicht Prämie und Franchise. Rappn baut gerade einen KI-Assistenten für den Einkauf: Du kannst dich auf die Warteliste setzen.
